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Beschreibung von Lüneburg, Ratsbücherei, Jurid. E 2° 5
Handschriften der Ratsbücherei Lüneburg, Bd. 3: Die theologischen Handschriften: Quartreihe. Die juristischen Handschriften, beschrieben von M. Stähli, Wiesbaden, 1981 (Mittelalterliche Handschriften in Niedersachsen 4), S. 127-128.
Handschriftentitel: Johannes Andreae
Entstehungsort: Italien
Entstehungszeit: 14./15. Jh.
Katalognummer: Manuscripta Mediaevalia Objektnummer, 90124416,T
Beschreibstoff:
  • Papier
  • Wasserzeichen: Ochsenkopf ähnlich Briquet 14139, Ochsenkopf mit Stern ähnlich Piccard VI 141, Pfeil mit Bogen ähnlich Briquet 790.
Umfang: 242 Bl
Format: 41 × 29,5 cm
Lagenstruktur: V-1 (9). 5 V (59). V-1 (68). 5 V (118). V-1 (127). 9 V (217). V-1 (226). V (236). III (242). Alte Lagenzählung b-d (40r). Reklamanten.
Seiteneinrichtung: Schriftraum: 31 × 22 cm , 50-65 Zeilen, zweispaltig.
Schrift:

Bastarda, rubriziert.

Auszeichnungsschriften / Buchschmuck:
  • Rote und blaue Lombarden mit Fleuronnée in der Gegenfarbe, bei Kapitelüberschriften 2-3 Zeilen, bei Rubrikenüberschriften 4-6 Zeilen hoch.
  • Die Anfangsbuchstaben der ersten Zeile einer Seite sind häufig gelängt, z. Teil verschnörkelt und mit kleinen Federzeichnungen verziert (besonders gegen Schluß, ab 180r); zuweilen sind auch die Anfangsbuchstaben der letzten Zeile stark verschnörkelt (z. B. 48r, 242v).
  • 87vb: rote Initiale D des Lombardentyps, 7 Zeilen hoch, mit Fleuronnéestab in Lila, der sich zur Rand- und Fußleiste ausweitet und in seinen Ausläufern mit Blüten- und Vogelmotiven sowie roten Quasten geschmückt ist.
  • Überschriften: In oder zwischen den einzelnen Buchstaben häufig kleine Drolerien, 100v-162r reich verziert mit feinen, z. T. kolorierten Federzeichnungen und Fleuronnée.
  • Reklamanten: anfangs in Zierrahmen mit blauen und roten Farbtupfern, ab 108v bilden z. T. kolorierte, figürliche Federzeichnungen den Rahmen.
  • 162rb Miniaturen: ein hellbrauner und ein blauer Blattwedel bilden zwei 14 Zeilen hohe Medaillons. Binnengrund blau, mit Deckweißaderung und Spiralhäkchen. Im oberen Medaillon der lehrende Christus, im unteren Papst Bonifaz VIII., die Heiligenscheine aus poliertem Gold, rot gerahmt.
  • Darunter figurierte, 11zeilige Initiale N auf poliertem Goldgrund mit mehrfarbigen Blattrankenausläufern. Dargestellt ist die Justitia. Über Initiale, Rankenausläufern und Medaillons, die zusammen den Raum einer Spalte einnehmen, sind Goldpollen (rosa grundiert) verstreut. Neben der Initiale N sind die drei Worte Non sit novum untereinander geschrieben.
  • In und zwischen den 3zeiligen Kadellen reiche Fleuronnéeverzierung und Drolerien. Abbildung s. Tafel VI.
Einband: Holzdeckelband mit ehemals hellbraunem Lederbezug, der nur noch auf dem Vorderdeckel erhalten ist. Rückendeckel erneuert und mit Stoff bezogen.Eckbeschläge und vier Metallösen an den drei Schnittseiten des Vorderdeckels sowie Schonernägel erhalten.
Zusatzmaterial: Urkundenfragment: Spiegel des Vorderdeckels. Anfang fehlt, linker Rand beschnitten. 1335, Oktober 21. und 31. Aussteller: Betinus Angelus, Notar der Diözese Bologna. Ubertinus, rector ecclesiae s. Johannis bapt. de Monte Cretto Mutinensis dioecesis, wird zum Boten des Klosters ss. Felicis et Naboris Bononiensis dioecesis bestimmt. Zeugen: Prosperus, clericus beneficiatus ecclesiae s. Bartholomaei de Mantolino Bononiensis dioecesis, Johannes Canini de la Contissa de Erberia, Benvenutus Ugolini de --, Bernardus Fucii. Okt. 31: Ubertinus berichtet, daß er am 26. Okt. drei Brüdern des Klosters ss. Felicis et Naboris Briefe überbrachte: dem Bruder Bonincontrus, einem Bruder im Kloster s. Danielis de Venetiis und dem Bruder Johannes auf der Straße zwischen Ferrara und Baura. Zeugen: Bartholinus Alberti de Marsiliis, Acto Benvenuti -- de Ribera, Petrus Guidonis de Banignano, Bernardus Fucii. Randzeichnung: kleiner Männerkopf.
Inhalt:
1ra-242vb Johannes Andreae: Novella in sextum. Quaestiones mercuriales super regulis iuris. Textverlust. 1ra setzt ein: [Sacrosancte] - ultra et sic appositio in quantitatibus discretis et diminutio in continuis in infinitum procedunt …
  1. >(2rb Text:) De summa trinitate.< Fideli. Credens credenda et servans promissa dicitur fidelis … 162rb … hoc melius intelliges per notata supra de voto quod super his in tercia glo. Jo. An.
  2. >162rb Non sit novum.< Sic incipit glossa super rubrica,cuius glossa principio et fini resistens … 242vb … sed ignoscendum est ex quo plus urgentem pretermitto Jeronimum.
Herausgerissene Blätter: zwischen Bl. 61 u. 62 (Lib. I, Tit. 22 und II, Tit. 1); zwischen Bl. 123 u. 124 (IV, Tit. 3 und V, Tit. 1); zwischen Bl. 225 u. 226 (es fehlen die Regulae iuris Qui prior est, Qui facit, Qui sentit).
Textgeschichte: Parallelhss. u. Editionen Schulte 2 S. 219 Anm. 70 u. S. 216 Anm. 60.
  • GW 1730-33 u. 34-41.

Abgekürzt zitierte Literatur

Briquet C. M. Briquet, Les Filigranes. Dictionnaire historique des marques du papier, Bd. 1–4, Leipzig 21923
GW Gesamtkatalog der Wiegendrucke, Bd. 1–, Leipzig 1925–1938, Stuttgart 1978–
Piccard G. Piccard, Die Wasserzeichenkartei Piccard im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, 17 Bde., Stuttgart 1961–1997
Schulte 2 J. F. von Schulte, Die Geschichte der Quellen und Literatur des Canonischen Rechts … , Bd. 1: … von Gratian bis auf Papst Gregor IX. Stuttgart 1875; Bd. 2: … von Papst Gregor IX. bis zum Concil von Trient, Stuttgart 1877

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