de :: en
Permalink: PURL

Suche

Anzeigen als: XML :: Print :: Faksimile in der WDB

Beschreibung von Cod. Guelf. 10. 11 Aug. 4° (Heinemann-Nr. 3005)
Butzmann, Hans: Die Weissenburger Handschriften. - Frankfurt am Main: Klostermann, 1964. - (Kataloge der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel: Neue Reihe, Bd. 10), S. 298299.
co-funded by the European Union under the Seventh Framework Programme (CIP-ICT-PSP.2009.2.3)
Handschriftentitel: Liber pontificalis
Entstehungsort: Weissenburg
Entstehungszeit: IX. Jh., 1. H.
Katalognummer: Heinemann-Nr. 3005
Frühere Signatur: Weissenburg, Benediktinerkloster Weissenburg (Elsass), Signaturbuchstabe, .F.
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: 118 Bl.
Format: 25 × 14,5 cm
Lagenstruktur:
  • Quaternionen, nach Lage XIII eine reduzierte Quaternio (vorletzte Lage, 104110).
  • Lagensignaturen I–XIII, von Punkten flankiert, über und unter XIII dazu noch je zwei geschwungene Striche.
  • Zustand:
    • Der Einband, wohl einem anderen Buche abgenommen, ist nur lose an den alten Bünden befestigt, und der Rücken ist fest aufgeklebt; auf solche Weise wollte Blum den Band dedikationsfähiger machen.
    • Das Blatt ist beschnitten, von etwa 32 Zeilen sind noch 28 erhalten, ursprüngliche Zeilenlänge 14–15 cm, jetzt 11–12 cm.
    Seiteneinrichtung: Schriftraum: 19 × 10. 23 Zeilen.
    Hände: Karolingische Minuskel. Mehrere mittelgroße Hände, nur ab Bl. 110r „Nachtrag" kleine, im allgemeinen Charakter von den Haupthänden abweichende, etwas jüngere Schrift. 56v110r oben von Waldmann (s. Weiss. 62 u. Einl. S. 45 f.) geschrieben. Den ersten Teil des Codex beherrscht eine weitere, sehr schwungvolle Hand mit auffallend langen Kürzungsstrichen. Sie ist wohl identisch mit der Hand, die einen großen Teil der reichhaltigen Einschübe und Korrekturen beigetragen hat. Charakteristischer Händewechsel auch Bl. 47v /48r. Außerdem eine lockere, breite Korrekturhand, die auch in Weissenburg 92 + 84 erscheint. Überschriften in roter Uncialis. Rote Kapitelzahlen mit Strichlagen; neben der ersten Haupthand sind die Striche fein und kurz und bilden lange Spitzen; neben dem Waldmann-Text je drei geschwungene gleichgroße Striche über und unter der Zahl. Sehr schlichte, schlanke Leerbuchstaben als Anfangsbuchstaben.
    Musiknotationen: 118v Neumen
    Einband: Einband: Holzdeckel mit übergreifendem braunem Kalbslederrücken, vorn und hinten je drei schmale senkrechte Rollenstempel (Ranken).
    Zusatzmaterial:

    Vorblatt aus einer Handschrift des X. Jahrhunderts.

    Entstehung der Handschrift: 1r Signaturbuchstabe.F.Liber sancti Petri in Wissenburg.Vorblatt v unten Liber sancti leronymi de viris illustribus (XV./XVI. Jh.).
    Provenienz der Handschrift: Neueres Papiervorsatzblatt r der Vermerk Augusts d. J.Von Herrn Julio Blumen verehret.
    Inhalt:
    • Vorblatt Fragment einer Bibelhandschrift, X. Jh. Paralipomenon 2, 4, 12–6, 13. Das Blatt ist beschnitten, von etwa 32 Zeilen sind noch 28 erhalten, ursprüngliche Zeilenlänge 14–15 cm, jetzt 11–12 cm.
    • 1r Liber pontificalis.
      • (Voran) Epistulae Hieronymi ad Damasum et Damasi ad Hieronymum. Hieronymus, Damasus.
      • (Dann) Capitula : Cap. 1–100 rot vorgeschrieben, jedoch nur bis 98, und zwar von der ersten Haupthand, mit Papstnamen (Petrus-Leo III. ) bezeichnet.
      Im Text werden nur die Päpste Petrus bis Stephanus III. behandelt. Die Viten der Päpste Paulus I. und Stephanus III. wirken wie nachgetragen (Händewechsel 110r). >Incipit epistula Hieronimi ad Damasum episcopum<. Gloriam sanctitatis tuae. Bricht ab: … multum divinis scripiuris et sanctorum canonum ceremoniis doctos ac pro beatissimos (Rasur) scilicet - Sollten die Viten doch noch bis Leo III. fortgeführt werden, wie die Capitula 2v es nahelegen?
      • PL 127, 1003-1128, 1155-1276 (Anastasius Bibliothecarius).
      • MGH Gesta pontificum 1, 1–226 (nur bis Constantinus).
    • 118r Eintragung XV. Jh. Tropus. >In die pasche super Magnificat<. Hec est dies, quam fecit dominus. Hodie dominus cyrographum peccati … — … recolamus dicentes hodie surrexit dominus. Alleluia …
    • Von derselben Hand. Orationes duo.
      • 1. Benedicatur hora, qua deus homo natus est, et gloriosa virgo … — … (Am Schluß:) Praedictam orationem dicens habet CCCIIII dies indulgentiarum a domino Iohanne propria.
      • 2. Benedictum sit nomen domini nostri Iesu Christi et nomen gloriose virginis … — … (Am Schluß:) Praedictam orationem dicens habet C dies indulgentiarum.
    • 118v Eintragung X. Jh. Tropus in die resurrectionis. Mit Neumen. Hec est dies, quem fecit dominus. Hodie dominus afflictionem populi sui respexit … — … devote recolamus et exultemus dicentes gloria tibi domine.
    • Von derselben Hand. Tropus de beata Maria. Mit Neumen. Gaude dei genitrix, virgo immaculata gaude, quq gaudium. Chevalier 6757. PL 158, 1046 (Anselmus Cantuariensis)
    Bibliographie

    Korrekturen, Ergänzungen:
    • Normdaten ergänzt oder korrigiert. (schassan, 2015-09-07)

    Abgekürzt zitierte Literatur

    Chevalier Repertorium hymnologicum. Catalogue des chants, hymnes, proses, séquences, tropes en usage dans l'église latine depuis les origines jusqu'à nos jours, Bd. 1–6, ed. par U. Chevalier, Louvain u. a. 1892–1921
    Heinemann O. von Heinemann, Die Helmstedter Handschriften, Bd. 1–3, Wolfenbüttel 1884–1888, Nachdruck Frankfurt/M. 1963–1965 (Kataloge der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel, Die alte Reihe 1–3)
    PL Patrologiae cursus completus. Series Latina, Bd. 1–221, hrsg. von J. P. Migne, Paris 1844–1865

    • Weitere Literaturnachweise im OPAC suchen.
    • Weitere Literaturnachweise suchen (ehem. Handschriftendokumentation)

    Dieses Dokument steht seit dem 1.März 2013 unter einer Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz (CC BY-SA).

    Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (Copyright Information)