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Beschreibung von Cod. Guelf. 34 Weiss. (Heinemann-Nr. 4118)
Butzmann, Hans: Die Weissenburger Handschriften. - Frankfurt am Main: Klostermann, 1964. - (Kataloge der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel: Neue Reihe, Bd. 10), S. 144145
co-funded by the European Union under the Seventh Framework Programme (CIP-ICT-PSP.2009.2.3)
Handschriftentitel: Beda: Historia ecclesiastica
Entstehungsort: Lothringen
Entstehungszeit: VIII./IX. Jh.
Katalognummer:
  • Heinemann-Nr. 4118
  • Wiener Liste, 2°4
  • Manuscripta Mediaevalia Objektnummer, 90237038,T
Frühere Signatur: Weissenburg, Benediktinerkloster Weissenburg (Elsass), Signaturbuchstabe, .F.
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: 171 Bl.
Format: 30 × 23 cm
Lagenstruktur: Quaternionen, zwei Quinternionen; ab 100v (Ende der 12. Lage) doppelte Lagenzählung: XII in der linken unteren Mitte, mit kleinem Schrägstrich davor wie I–XI und, jeweils über der Zählung XII–XX, genau in der Mitte: I–VIIII, davon die meisten in einem kleinen rechteckigen Rahmen aus einfachen Strichen.
Seiteneinrichtung: Schriftraum: 25 × 17. 27 Zeilen.
Hände: Frühe karolingische Minuskel (Low[sic]CLA - s. u. - erinnert an Metz Ms. 134 und an die Ada-Handschrift, Trier, Stadtbibl. Nr. XXII). Insulare Vorlage Vorlage, viele insulare Abkürzungen Abkürzungen; einige Abkürzungen von jüngerer Hand (IX. Jh.Weissenburg (?)) aufgelöst und verständlich gemacht. Zitate in der ersten Hälfte des Bandes hervorgehoben durch linksgewendete Häkchen mit Punkten im Inneren, sodann (101 ff.) durch zwei liegende Klammern mit geraden Rücken, deren Rücken sich decken, so daß ein waagerechter Strich mit zwei Häkchen an jedem Ende erscheint. Ähnliche Zitatenzeichen (waagerechte Striche) in Hs. Bamberg Patr. 86, aus Amiens, IX. Jh.).
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck:
  • Wenige rote Überschriften in roter Unzialis. Rote Abschnittzählung.
  • Initialenschmuck nach insularen Vorbildern. 34r H (7 cm): Unzialform; Schaft und Bogen tintenbraun umrandet, orange ausgefüllt, orange umpunktet, am Kopf und im Inneren des Bogens Fadengeflecht, chromgelb und orange ausgemalt; daneben die ersten Worte des Textes in größerer Capitalis quadrata, tintenbraun und mit den beiden Farben ausgemalt, die den Schmuck des Codex beherrschen. 60r A (12 cm): Angelsächsische Form, stark tintenbraun umrissen, im Inneren der Schäfte leichte größere Bandgeflechtknoten, Fadengeflecht am linken Auslauf; daneben Anfangsworte in dünner Capitalis, ausgemalt. Viele kleinere Initialen nach der gleichen insularen Struktur gebildet mit blattähnlichen Füllungen im Inneren; auch vollausgezogene tintenbraune Anfangsbuchstaben, alle orange umpunktet. Die einzelnen Absätze der Capitula sowie die Recapitulatio im letzten Kapitel beginnen mit größeren Kapitalbuchstaben, die abwechselnd orange und gelb ausgemalt sind.

Spätere Ergänzungen:
  • Vorblatt Fragment aus dem Missale X. /XI. Jh., das auch zum Einbinden von Weissenburg 86 und von Codex Trad. Wizenb. im Staatsarchiv zu Speyer verwendet wurde. Siehe auch unten.
  • Vorbl. Missale-Fragment (s. o.) enthaltend die Officien des Freitags und Samstags nach dem vierten Fastensonntag.
  • Einband: 171v Leimspuren des alten Einbandes.
    Entstehung der Handschrift: Weissenburger Signaturbuchstabe.F.Vorblatt r Codex monasterii sanctorum Petri et Pauli apostolorum in Wissenburg.2r Liber monasterii sancti Petri in Wissenburg.
    Provenienz der Handschrift: Wiener Liste 2°4.
    Inhalt:
    • 1r Beda: Historia ecclesiastica gentis Anglorum. Vor jedem Buch Capitula. (Schlußschrift in roter Unzialis)Expliciunt libri quinti ((während des Schreibens korrigiert quinque)) historiae aeclesiasticae gentis Anglorum. Deo gratias ago tibi Semper et ubique. Amen. Darunter MOARP. PL 95, 21–290. Venerabiiis Bedae Opera historica ed. C. Plummer 1, S. 5-300.
      Textgeschichte:

      Die Handschrift gehört zum sog. M-Text (Plummer), sie stimmt zu Namur Nr. 11, St. Gallen 247, Würzburg Mp. th. f. 118, die nach einer brieflichen Mitteilung von R. A. B. Mynors alle demselben verschollenen Archetypus angehören.

    • 171r leer.
    • 171v Pater noster als Federprobe (XI. Jh.).
    Bibliographie

    Korrekturen, Ergänzungen:
    • Manuscripta Mediaevalia Objektnummer hinzugefügt (schassan, 2019-08-20)
    • Normdaten ergänzt oder korrigiert. (schassan, 2015-09-07)

    Abgekürzt zitierte Literatur

    CLA Codices Latini antiquiores. A Palaeographical Guide to Latin Manuscripts prior to the ninth century, hrsg. von E. A. Lowe, Bd. 1–12, Oxford 1934–1971
    Heinemann O. von Heinemann, Die Helmstedter Handschriften, Bd. 1–3, Wolfenbüttel 1884–1888, Nachdruck Frankfurt/M. 1963–1965 (Kataloge der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel, Die alte Reihe 1–3)
    PL Patrologiae cursus completus. Series Latina, Bd. 1–221, hrsg. von J. P. Migne, Paris 1844–1865

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    Dieses Dokument steht seit dem 1.März 2013 unter einer Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz (CC BY-SA).

    Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (Copyright Information)