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Beschreibung von Cod. Guelf. 36.23 Aug. 2°
Die illuminierten Handschriften der Herzog August Bibliothek. Teil 1: 6. bis 12. Jahrhundert, beschrieben von Stefanie Westphal (in Bearbeitung)
Handschriftentitel: Agrimensoren-Codex (Codex Arcerianus)
Entstehungsort: Norditalien (Rom)/Italien (Norditalien?)
Entstehungszeit: Anfang 6. Jahrhundert/um 500
Beschreibstoff:
  • Pergament
  • Aus zwei Teilen zusammengesetzt: A, Bl. 2-83, B, Bl. 84-122.
Umfang: 120 Bl.
Format: 31,5 × 24,5 cm
Seitennummerierung: Verschiedene Zählungen, nach Butzmann zusammengestellt in: Faks. Arcerianus, 38-40; 1. ältere Foliierung in lateinischen Ziffern, 2. Foliierung aus dem 15.(?) Jahrhundert, 3. Foliierung aus dem 16.(?) Jahrhundert, 4. Spaltenzählung von Lachmann für seine Ausgabe, 5. Foliierung von Thulin (vgl. Thulin Handschriften, 12-23), 6. Foliierung von O. v. Heinemann.
Lagenstruktur: Vorsatz: Papierblätter I-XXVII. Ein Pergamentblatt, foliiert als Blatt 1. Papierblatt XXVIII. Text: nach der Foliierung von Heinemann, beginnend mit Bl. 2 (Zahl 123 bei der Zählung ausgelassen): IV-2 (7). IV (15). IV-1 (22). IV-1 (29). 2 IV (45). IV-3 (50). IV (58). IV-1 (65). IV-1 (72). IV-2 (78). IV-3 (83). 4 IV (115). IV-1 (122). V-1 (132). 3 IV (156).
Einband: Roter Ledereinband (Neubindung in den 60/70er Jahre 20. Jh.).
Geschichte der Handschrift: Die vorliegende Handschrift 36.23 Aug. 2°, der, nach seinem Vorbesitzer benannte Arcerianus, gilt als der älteste erhaltene Corpus Agrimensorum Romanorum überhaupt. Er enthält zwei unterschiedliche Textsammlungen, Arcerianus A (Bl. 2-83) und Arcerianus B (Bl. 84-122 und 124-156). Nur Teil A beinhaltet Bildausstattung. Bereits Thulin erbrachte den Nachweis, dass sämtliche erhaltenen Vermessungstexte auf einen einzigen Archetypus zurückzuführen sind, dessen Abschriften in der nachfolgenden Zeit in drei unterschiedliche Hauptextgruppen zun unterteilen sind - A/B (benannt nach dem Arcerianus; vor texthistorischem Hintergrund ursprünglich entstanden in der Zeit 4.-6 Jahrhundert), P1-P2 (entstanden in zwei Redaktionen, 533 und 550, vgl. Koehler/Mütherich Karolingische Miniaturen VIII, 55, 57, 77.; Thulin, 41-59; zugehörige Handschriften: Rom, BAV, Pal. lat. 1564; Wolfenbüttel, HAB, 105 Gud. lat.) und E:F (nach Thulin, 69-72 Codices mixti; zugehörige Handschriften: Florenz, Biblioteca Medicea Laurenziana, 29.32; Erfurt, UB, Amplon. Q. 362; London, BL, Add. 47679).

Paläographisch wird Teil B um 500 datiert. Teil A entstand wohl kurze Zeit später, im beginnenden 6. Jahrhundert und war vermutlich als Ergänzung gedacht. Für Letzteres spricht der in A zu Beginn noch wie in Teil B vorhandene zweispaltige Schriftspiegel, der erst mit dem Einsetzen der aufwendigen Illuminationen auf 17r aufgegeben und durch einen einspaltigen ersetzt wird. Zwei Kopien des Arcerianus aus dem 16. Jahrhundert sind erhalten, beide mit den im 16. Jahrundert noch vorhandenen Bildern (Rom, BAV, Vat. lat. 3132 - abgeschlossen durch den vatikanischen Schreiber Zanchi - hier Bilder mit Variationen; Jena, Universitätsbibliothek, Cod. fol. 156; vgl. C. Thulin, Humanistische Handschriften des Corpus Agrimensorum Romanorum, in: Rheinisches Museum für Philologie, Bd. 66 (1911), 417-451, hier 419-422, 425-431).

Die beeindruckenden Miniaturen, Diagramme und geometrische Zeichnungen der Handschrift erfuhren vorrangig durch die Dissertation von Carder, sowie durch die Veröffentlichungen von Campbell, XXIII-XXVI und Koehler/Mütherich Karolingische Miniaturen VIII, 55, 57, 77 kunsthistorische Beachtung. Als Quelle für die Diagramme dürfen Darstellungen auf Vermessungskarten und -berichten angenommen werden (vgl. Fragment einer Vermessungskarte aus Augusta Emirata (Mérida/Spanien) und die Vermessungskarte der Grundbesitze in Arausio (Orange/Frankreich; vgl. Campbell, XXIV). Die farbigen Illustrationen stehen, mit ihren Ansichten aus der Draufsicht und den fehlenden figürlichen Darstellungen, in der Tradition der spätantiken, genauer römischen, topographischen Landschaftsmalerei und antiken chorographischen Kartographie. Letztere Variante besitzt auf den Darstellungen, wie der Arcerianus, eine häufig anzutreffende Markierung von topographischen Details, die für die jeweilige Gegend typisch waren, und dem Reiseverlauf einer Route glichen, wie auf der Tabula Peutingeriana (Wien, ÖNB, Cod. 324 - aus dem 11./12. Jh. Jahrhundert stammende Kopie nach einer Straßenkarte des Römischen Reichs, 1. Hälfte 5. Jh. - Theodosius II., 435 ?; vgl. M. Rathmann, Tabula Peutingeriana. Die einzige Weltkarte aus der Antike, Darmstadt 2016, 15, 16; Campbell, XXV). Die über reine Illustrationen hinausgehenden, den Text tiefer erklärenden Diagramme und geometrischen Zeichnungen stehen in der Tradition der technischen Zeichnung, wie sie bereits von Vitruv (De Architectura, 1.1.4) für Architekturzeichnungen empfohlen wurde. Carder, 189-204 gibt an, dass die Stadtdarstellungen und Bergzüge des Arcerianus stilistisch in die Zeit 4.-6. Jahrhundert verweisen - einige Bergdarstellungen möglicherweise auf einen früheren Zeitpunkt. Dementsprechend nimmt er an, dass die Illustrationen bereits in der ersten Rezension der Handschrift vorhanden gewesen sind. Ob die Illustrationen bereits von Beginn an den Texten beigegeben waren, oder später hinzugefügt wurden, lässt sich auf dieser Grundlage nicht genauer bestimmen. Das Autorenportrait auf 67v wurde in der Forschung ausführlich besprochen (Zusammenstellung bei Carder, 130-136). Demnach geht die Körperhaltung des Mannes auf einen in der Spätanitike geläufigen Typus zurück, der seinen Ursprung in der frühhellenistischen Epoche hat. Carder, 198-199 konnte nachweisen, dass die Frisur des gezeigten Mannes Parallelen im späten 5. und frühen 6. Jahrhundert besitzt. Die in griechischer und römischer Kunst geläufige Darstellung des Philosophen, häufig mit übereinander geschlagenen Beinen unter einer Architektur sitzend, wird im Frühmittelalter als Typus des Autorenportraits bei Evangelistendarstellungen übernommen. Die im Arcerianus vorhandene Geste der kalkulierenden Finger verweist auf einen Zählvorgang, anzutreffen bei antiken Darstellung von Mathematikern (Euclid?; zur Diskussion vgl. Carder, 132).

Die im Agrimensorencodex eine untergeordnete Rolle spielenden Initialen und Registerbuchstaben wurden bereits von Nordenfalk Zierbuchstaben, 122-124 in den Kontext der spätaniken Buchmalerei verortet. Demnach findet sich die relativ textungebundene Stellung der Registerbuchstaben, wie sie im Arcerianus vorliegt, bereits im Wiener Dioscurides (vgl. Wien, ÖNB, Med. gr. 1, Byzanz, um 512; vgl. Nordenfalk Zierbuchstaben, 123, Taf. 139-140). Die Initialform mit den gerollten Serifen hat ihre Parallelen bereits früh im Vergilius Augusteus (Rom, BAV, Vat. lat. 3256, Rom, 2. Hälfte 4. Jahrhundert; Nordenfalk Zierbuchstaben, Taf. 17-23), letztere und die bekrönenden Dreiecke kommen im sogenannten Codex Forojuliensis (Cividale, Museo Archeologico Nazionale, Cod. CXXXVIII, Italien, Anfang 6. Jahrhundert; Nordenfalk Zierbuchstaben, fig. 32) und in weiteren Handschriften aus dem 6./7. Jahrhundert vor (Zusammenstellung vgl. Nordenfalk Zierbuchstaben, 136). Hier finden sich auch die Füllmotive, wie u.a. der laufende Hund.

Die in der Forschung bisher geleisteten Besprechungen (Text und Bild) verweisen auf die grundlegende Rolle des Wolfenbütteler Arcerianus bezüglich der Corpusforschung. Paläographische, textliche und kunsthistorische Vergleiche lassen jedoch kaum mehr als eine zeitliche Einordnung der Handschrift auf die Zeit um 500 (Teil B) und das frühe 6. Jahrhundert (Teil A), sowie eine allgemeine italienische Provenienz mit einem Vorschlag für Rom zu (Teil A, vgl. Nordenfalk Zierbuchstaben).
Provenienz der Handschrift: Die frühe Provenienz der Handschrift ist unklar (entsprechende Einträge fehlen), wobei die Annahme, dass sich der Codex im 10. Jahrhundert im Kloster Bobbio befunden haben soll, in der Forschung kontrovers diskutiert wird (zur Diskussion vgl. Faks. Arceranus, 36). Aus textlichen Gründen argumentierten Lange und Lachmann für diese Theorie (L. Lange, Prolegomena critica et historica in Hygini. De munitionibus castrorum libellum, Göttingen 1847, 9. und Lachmann, Bd. II, 10.), welche von Heinemann übernommen wurde (Wolfenbüttel Aug., Bd. 3, Nr. 2403, 128). Für eine Lokalisierung des Arcerianus nach Bobbio im 15. Jahrhundert sprechen die Einträge auf einem Blatt heute in Hannover (Hannover, Niedersächsische Landesbibliothek, Cod. XLII, 1848), das ehemals dem Mailänder Humanisten Giorgio Merula (1430/1431-1494) gehörte. Es werden 25 Texte aus seinem Besitz genannt, von denen die letzten fünf Einträge und die Reihenfolge ihrer Nennung mit den Schriften des vorliegenden Codex übereinstimmen. Da Schriften aus Teil B vor denjenigen aus Teil A genannt werden, ist wahrscheinlich davon auszugehen, dass zu diesem Zeitpunkt beide Texte noch ungebunden vorlagen. Dem Sekretär Gorgio Galbiato, der im Auftrag Merulas handelte, gelang 1494 nachweislich die Entdeckung der Klosterbibliothek von Bobbio, eine Nachricht, die Merula an seinen Auftraggeber Ludovico Sforza aus dem Haus der Visconti weitergab. Mehrere dieser Nachrichten (in schriftlicher Form, wie die heute in Hannover befindliche Liste) dürften in Humanistenkreisen kursiert haben. 1506 erwähnt Rafaele Maffei (gen. Volaterranus) in seinem vierten Buch der Commentariorum urbanorum, dass aus Bobbio stammende Bücher vom päpstliche Sekretär Tommaso Inghirami (gen. Phaedrus) nach Rom verbracht wurden. Inhalt und Reihenfolge der Nennung entsprechen der Liste heute in Hannover, so dass dieselbe Quelle angenommen werden darf. Zusammen mit der Agrimensorenhandschrift Florenz, Biblioteca Medicea Laurenziana, Plut. XXIX Cod. 32 befand sich der Arcerianus vermutlich in der Sammlung von Angelo Colocci (1497-1549; Sekretär Papst Leo X. und Humanist), die 1527 einer Plünderung zum Opfer fiel (zur Diskussion vgl. Carder, 19-23). Nach Blume (Lachmann, Bd. 2, 17-18) gelangte der Arcerianus in der Zeit von 1529-1535 in Freiburg in den Besitz des Erasmus von Rotterdam (vgl. Eintrag von der Hand des Praedinius, s.u.). Nicht auszuschließen ist jedoch auch die direkte Übergabe der Handschrift von Papste Leo X. an denselben (vgl. Carder, 23,24). Nach seinem Tod ging der Arcerianus an Johannes a Lasco weiter, um daraufhin in den Besitz der Humanisten Gerhard Mortaigne und Regnerus Praedinius überzugehen (s. Einträge). In den Händen von Ludovicus Miraeus ist die Handschrift in der Zeit von 1559-1566 in Lyon belegt (vgl. L. Lange, Prolegomena critica et historica in Hygini De munitionibus castrorum libellum, Göttingen 1847, 9). Ungefähr um 1565 fand die Handschrift ihren Weg in den Bestand des namengebenden Utrechter Gelehrten Johannes Arcerius, von wo aus sie an Peter Scriverius zeitweilig verliehen wurde. Letzerer gelangte nach dem Tod Arcerius, wahrscheinlich über den Sohn des Arcerius, Sixtus, in den Besitz der Handschrift (vgl. P. Molhuysen, Zur Geschichte des Codex Arcerianus der Agrimensoren, in: Centralblatt für Bibliothekswesen, Bd. 19 (1902), 269-271). 1663 wurde die Handschrift an Herzog August dem Jüngeren verkauft (vgl. Milde Erwerbungsjahre, 102) und gelangte über diesen in die Sammlung der Herzog August Bibliothek. Einträge: IIIr-IVv: F. A. Ebert, 1823. 1r: At nunc Joanis Arcerii 1566 (Johannes Arcerius, 1538-1604; gleiche Hand, wie der Eintrag des ); Gerardus Mortaigne (3x) Bonus vir (Gérard Mortaigne, 1553-1554?); Regneri [nuc] [su] Predinii (Regnerus Praedinius, 1559); Jan Laski (Johannes a Lasco, 1499-1560). 2r: Et hic ex bibliotheca Erasmi (Schrift des Praedinius, s.u.).; Johannes Theodoretus (1566); Petrus Scriverius (1602-1621).
Inhalt:
  • I leer.
  • IIv Otto v. Heinemann: Beschreibung der Handschrift. Wolfenbüttel Aug., 2. Abt., Bd. 3, Nr. 2403, 124-128.
  • IIIr-IVv Adolf Ebert: Beschreibung der Handschrift. Dat. 10.7.1823, abgedruckt: F. Ebert, Zur Handschriftenkunde, Leipzig 1827, 5-12, Nr. 20; Lachmann, Bd. 2, 467-471.
  • Vr/v Johannes Isaac Pontanus aus Helsingör (1571-1639): Brief an Petrus Scriverius. Dat. Harderovici (Hardewijk im Gelderland), 26.10.1621.
  • VIr-VIIIr Emendatio in libellum Hygini (De munitionibus castrorum). Beilage zum Brief des Pontanus. Nachfolgend VIIIv leer.
  • IXr Lectiones zu Hyginus. Nachfolgend IXv-Xr leer.
  • XIr-XIVv Hyginus: Auszug aus Hyginus. De munitionibus castrorum. Am Textende, XIVv unten, Verweis auf Volaterranus, Commentarii urbici, Liber 30.
  • XVr Pierre Galand: Brief des Pierre Galland. Brief über den Fund einer Agrimensorenhandschrift in St. Omer an Charles de Guise, Kardinal von Lothringen (dat. 10.12.1554). Darunter aus Epitome Bibliothecae Conradi Gesneri (Hand des Scriverius, dat. Zürich 1555).
  • XVv Volterranus: Auszüge aus den Commentarii urbici.
  • XVIr-XVIv Inhaltsverzeichnis einer Agrimensorenhandschrift. Raptim hos titulos excerpsi Petrus Criverius. Prid. Kal. Novi Anni MDCIIII.
  • Hyginus: Auszug aus Hyginus. Ex Antonii Galesii Massae cod. et Basil Zanchi, vgl. Lachmann, 30. Unten der Eintrag Sum Petri Scriverii ex dono Jo. Wouverii (Holländischer Philologe, 1574-1612) ex cuius manu suae scheda manuscripti.
  • XXVv-XXVIr Lesarten zu Hyginus. Nachfolgend XXVIv leer.
  • XXVIIr-XXVIIv Hyginus: Auszüge aus Hyginus. Das Blatt XXVIIr (Pergament) in der Foliierung als 1 gezählt.
  • 1rv Text aus dem 13. Jahrhundert.
  • XXVIIIr Volterranus: Auszüge aus Volterranus, liber 16. Nachfolgend XXXXVIIIv leer.
Bibliographie
Handschriftenteil: A
Handschriftentitel: Arcerianus
Entstehungsort: Norditalien/Rom
Entstehungszeit: Anfang 6. Jahrhundert
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: 82 Bl. × cm
Zustand: Guter Zustand. Ausgeschnittene Darstellungen und Blattverluste: 20r, erhalten in: Jena, UB, Cod. 156, 76v und Rom, BAV, Vat. lat. 3132, 9r; 20v, erhalten in: Jena, UB, Cod. 156, 77r und Rom, BAV, Vat. lat. 3132, 9v; Blatt-/Textverlust zwischen fol. 48 und 49 (vermutlich mit Abbildungen); 59v, erhalten in Jena, UB, Cod. 156, 25v und Rom, BAV, Vat. lat. 3132, 52r; Blatt-/Textverlust zwischen fol. 59 und 60; 60r, erhalten in:Jena, UB, Cod. 156, 26v und , 53r; 60v, erhalten in: Jena, UB, Cod. 156, 27r und Rom, BAV, Vat. lat. 3132, 53v. Vermutlich eine ähnliche Abbildung, wie die auf 62r fehlende erhalten in Rom, BAV, Pal. lat. 1564, 102r. Zeichnungen von Grenzsteinen, wahrscheinlich ehemals vorhanden auf den nun fehlenden Blatt 82 und 83, erhalten in Erfurt, UB, Amplon. Q 362, 3,14-4 und Florenz, Biblioteca Medicea Laurenziana, Plut. XXIX Cod. 32, 5r-8v. Vgl. Carder, 11, 12.
Seiteneinrichtung: 24 × 19,5 cm, zweispaltig (2r-16v) und einspaltig (17r-78v), 28 Zeilen.
Hände: Unzialis von mehreren Händen
Schrift: Kapitelüberschriften entweder in roter Unzialis, Capitalis Quadrata oder Capitalis Rustica. Explicits in brauner oder roter Capitalis Rustica. Textanfänge häufig in roter Uncialis. Paragraphenanfänge häufig hervorgehoben durch vergrößerte Initialen in Uncialis oder Capitalis Quadrata. Nachträge: 41v (10. Jh., vgl. CLA 9, 1374b); 75r: Giselbertus, darunter ab is s stux; 38r und 51r: Hinc orantes cum/precamur … und Sub tempore Iere mie multe malti tie … ; 28r und 29v: tachygraphische Marginalien.
Kapitelüberschriften entweder in roter Unzialis, Capitalis Quadrata oder Capitalis Rustica. Explicits in brauner oder roter Capitalis Rustica. Textanfänge häufig in roter Uncialis. Paragraphenanfänge häufig hervorgehoben durch vergrößerte Initialen in Uncialis oder Capitalis Quadrata. Nachträge: 41v (10. Jh., vgl. CLA 9, 1374b); 75r: Giselbertus, darunter ab is s stux; 38r und 51r: Hinc orantes cum/precamur … und Sub tempore Iere mie multe malti tie … ; 28r und 29v: tachygraphische Marginalien.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck:
    Zahlreiche aufwendigere Malereien in Kombinationen mit Diagrammen und geometrische Zeichnungen. Eine ganzseitige Federzeichnung.
  • Die Bilder der Handschriften beziehen sich auf folgende Themenkomplexe (Campbell, XXIII): 1. subseciva (Land, das für die Vermessung unbrauchbar ist), compascua (gemeinschaftlich genutztes Land) und praefectura (Gemeinschaft römischer Bürger): 17r (2x), 17v (3x), 18r (unten), 18v (2x), 19r (oben, Mitte), 21r, 22r oben, 22v (2x), 23v oben, 44v Mitte, 45v unten, 59r, 61v. 2. die Aufteilung, Ausrichtung und Anordnung von limites (ein von Menschen gemachter Grenzverlauf): 24r (2x), 24v, 25r (2x), 25v (2x), 23v unten, 42r, 42v (2x), 43r (2x), 43v, 44r, 44v oben u. unten, 45r (2x), 45v oben, 47v unten, 48r (2x), 55v, 56r (2x), 57r, 65r (3x), 65v oben. 3. Grenzsteine, die centuriae (Maßeinheit) markieren: 46r, 46v (3x), 47r, 47v oben, 57v (2x), 58r, 58v (2x). 4. Kennzeichnung von Grenzverläufen und die Auszeichnung von Höfen/Ländereien mit speziellen Problemen und Eigenheiten: 18r oben, 19v (2x), 20r, 22r unten, 23r (2x), 70r. 5. Gebiete und topographischen Eigenheiten von einzelnen Gemeinschaften und den dazugehörigen Gebäuden: 69v, 74v, 75r, 49v, 56v (2x). 6. Gebiete und topographischen Eigenheiten von mehreren Gemeinschaften: 60r, 62v, 63v. 7. Astronomie, Geometrie und Vermessung: 49r unten, 51r, 51v, 52v, 53r, 53v, 54r (2x).

    Zu unterscheiden sind zum einen schematische Diagramme, oder geometrische Zeichnungen, die den Text erklärend erläutern, zum anderen bildliche Darstellungen (in Farbe ausgeführte Malereien), die, oft auch in Kombination mit Diagrammen, den Text illustrieren oder ebenfalls erklären.

    • 4r-6r Marcus Iunius Nipsus, Liber podismi. Zahlreiche geometrische Zeichnungen mit Maßangaben 4v (2x), 5r (2x), 5v, 6r.
    • Epaphroditus et Vitruvius Rufus, Excerpta geometrica de mensuris agendis:
      • 6v-15v zahlreiche geometrische Zeichnungen mit Maßangaben 6v (2x), 7r (3x), 7v (3x), 8v, 9r (2x), 9v (2x), 10v (2x), 11r, 11v, 12r (2x), 12v, 13r, 13v, 14r, 14v, 15r (3x), 15v.
      • 8r Malerei. Links ein Berg mit angedeuteter Terassierung, rechts eine Küstenlinie mit Steilküste und einem Busch im Vordergrund. Text: Bubnov, 527,4-529,1. Berg: 3,5 × 6 cm; Küstenlinie: 4,5 × 6,5 cm.
      • 16v Malerei. Drei Grenzzeichen. Von links nach rechts: ein Baum, eine Meilensäule, ein dreistufiger Turm (Mausoleum?). Text: Bubnov, 550,25-551,13. Gesamt: 5,8 × 10.8 cm.
    • Iulius Frontinus De agrorum qualitate:
      • 17r Diagramm (Definition von Land, das unterteilt und vermessen wurde). Zwei Rechtecke (Centuriae), links kleiner - rechts größer. Das linke mit einer beigen Innenfläche. Vgl. Carder, 41, 42, ill. 1. Text: Ager ergo divisus … per scamna. (Thulin, 1,6-1,12, fig. 1). Gesamt: 2,7 × 13,7 cm.
      • Diagramm/Malerei (Definition von decumani und cardines). Unregelmäßig umrandetes Gebiet, unten abgegrenzt durch Wasser (Deckfarben). In der rechten Hälfte ein umrandeter Einschluss (nach Dilke Illustrations, 13 eventuell ein heiliger Bereich). - Das Gebiet durchzogen von zwei sich zentral überkeuzenden Linien (decumanus maximus und cardo maximus). Parallel zu diesen, die Fläche in Quadrate (centuriae) einteilend, limites. Vgl. Carder, 41, 42, ill. 3; Dilke Illustrations, 13. Text: Ager ergo … cardinibus continetur (Thulin, 1,13-14, fig. 2). 5 × 15 cm.
      • 17v Diagramm (Definition von striga und scamna). Rechts und links an ein großes eingefasstes Rechteck angefügt, parallel verlaufende Streifen (strigae und scamnae). Daran nach außen anschließend insg. drei dreieckige und eine rechteckige Fläche (arcifini oder subseciva). Vgl. Carder, 42, 43, ill. 4; Dilke Illustrations, 13. Text: Ager per strigas … publica coluntur (Thulin, 1,14-16, fig. 3). 4,2 × 12,7 cm.
      • Diagramm (öffentliches und privates Gelände). Ein polygonaler Körper. Im Inneren und an die Außenränder angefügt, unterschiedlich kolorierte und bemessene Flächen. Vgl. Carder, 43, 44, ill. 5. Text: Ager est mensura … populis est definitum. (Thulin, 1,18-2,4, fig. 4). 4,5 × 16 cm.
      • Diagramm (fälschliche Kartierung von Land, das nur Umfassungslinien erhalten hat). Eine unregelmäßig umfasste Fläche, die drei Hauptstrassen anzeigt. Die Fläche durchzogen von einem Rasterplan. Vgl. Carder, 43, 44, ill. 7. Text: Hunc agrum … limitati condiderunt (Thulin, 2,4-2,7, fig. 5). 6,5 × 18,5 cm.
      • 18r Malerei (Definition von arcifinius - nicht vermessenes Land). Nahezu mittig, etwas rechts versetzt, eine polygonale, von Mauern und Türmchen umschlossene, nach oben offene Anlage mit einem aufgehenden Quadermauerwerk und einem apsidial überdachten Abschluß. Auf der Vorderseite zwei rechteckige Öffnungen. Das umliegende Land von zahlreichen Begrenzungen umgeben. Im Hintergrund eine Bergkette, mittig ein Fluss und im Vordergrund Baumreihen. Vorne abschließend eine Straße und vermutlich ein Graben. Auf der Straße zwei tempelähnliche Gebäude mit Giebelfronten, davon das linke auf einem Podium und mit einer Ringhalle(?), das rechte mit einer recheteckigen Öffnung an der Frontseite. Entlang der Straße gereihte Grenzsteine. Linker Hand, an der Seite des Podiumtempels, zwei runde Gegenstände, die Carder als begrenzende Quellen oder Wassereinzugsgebiet deutet. Rechter Hand am Rand ein weiterer Fluß, zwei rot umrandete Rasterpläne und weitere Bäume (nach Carder, ebenfalls Begrenzungsmarkierungen). Vgl. Carder, 44-46, ill. 8; Dilke Illustrations, 14. Text: Ager est arcifinius … possessore potuerunt optineri. (Thulin, 2,8-2,15, fig. 6). 4,5 × 21 cm.
      • Diagramm (Definition von subsecivum - Land, das sich nicht zum Vermessen und Erschließen eignet). Ein horizontal augerichteter rechteckiger, umrandeter Plan mit dreieckigen Formen an beiden Enden (subseciva?) und einem dreieckigen Verlauf innerhalb der Fläche unten rechts. Die Fläche ist mittig durch eine horizontale breite Doppellinie gegliedert, die in regelmäßigen Abständen sechs Rechtecke (subseciva?) aufweist. Jedes dieser Rechtecke besitzt an den Schmalseiten (oben und unten) einen halbrunden Abschluss (genauer Textbezug unklar. Vgl. Carder, 46, 47, ill. 11; Dilke Illustrations, 14. Text: Subsicivum [subsecivum] est … centuria expleri non potuit (Thulin, 2,16-2,19, fig. 7). 2,5 × 14 cm.
      • 18v Diagramm (Definition des Begriffes subsecivum). Ein langes horizontal liegendes Rechteck mit Mittellinie. Das Innere in Rechtecke geteilt (vollständige centuriae). Vgl. Carder, 47, ill. 13. Text: Aliud genus subsiciuorum … cludatur et subsecetur (Thulin, 2,19-2,21, fig. 8). 2,5 × 12 cm.
      • Diagramm (Definition von subsecivum). Die Spitze eines gleichschenkligen Dreiecks ohne Grundlinie. An beiden Linien nach innen weisende, unterschiedlich kolorierte Dreiecke (subseciva). Vgl. Carder, 47, ill. 16. Text: Nam et reliquarum … interest subsiciuum appellamus (Thulin, 3,3-3,5, fig. 9). 4,6 × 8,5 cm.
      • 19r (Definition von subsecivum). Umrandete rechteckige Fläche mit drei vertikal verlaufenden Linien (Straßen) und einem Rasterplan. Im Rasterplan ausgespart ein kreisundes Areal (bez. Subsecivum). Carder, 47, 48, ill. 15. Text: Est et ager similis … potuerit remanet potestate (Thulin, 3,6-3,12, fig. 10). 4,2 × 12,5 cm.
      • Diagramm (Definition von subsecivum ). Ein zenturierter Rasterplan mit unregelmäßigem, nach oben abgerundetem Umriss und zwei Hauptstrassen. Darüber gespannt ein Bogen (die linke Hälfte als Fluss). Das dazwischen liegende, unbemalte Areal zeigt das im Text definierte, ausgeschlossene Land. Vgl. Carder, 48, ill. 16. Text: Ager extra clusus … finitima linea cludatur (Thulin, 3,13-3,15, fig. 11).5 × 17,5 cm.
    • Iulius Frontinus De controversiis:
      • 19v Diagramm (Streit um Grenzsteine). Eine rechteckige Fläche, im Inneren durch Grenzverläufe in Parzellen unterteilt. Diese beschriftete mit den Namen/Bezeichnungen L.Titi (Lucius Titus), A. Ageri (Aulius Agerius), M. Monstri in controversiam, M. Maaeui, Tericontro, Osei (Seius), M. Acili, incontroversia, so und cioru (sociorum, "im allgemeinen Besitz" ?). Vgl. Carder, 49, 50, ill. 17. Text: De positione terminorum … de fine litigat (Thulin, 4,12-4,19, fig. 12). 3,2 × 15,5 cm.
      • Diagramm (Streit um einen rigor - gerade Linie). Eine polygonale Fläche wird durch zwei Linien (rigores) in drei Abschnitte geteilt. Eine der Linien bez. rigor perpetuus, das anschließende Land bez. F(undus) Appiaeni. Vgl. Carder, 50, ill. 18. Text: De rigore controversia … pedes agitur (Thulin, 4,20-5,2, fig. 13). 5 × 13,4 cm.
      • 20r Malerei (Streit um Grenzverläufe). Rechteckige Fläche, links spitzwinklig endend. Die Fläche ist durch im Zickzack verlaufende grüne und rote Linien, sowie kleinen Kreisen (Grenzzeichen) in Andeutungen unterteilt. Die so ausgewiesenen Flächen mit den Namenszügen der Landbesitzer: F(undo) Themasiano, F(undus) Carisianus, F(undus) Caesianus, Alliae l(uci) F(ilia), Caturi, Priscillae und P(ubli) petroni. Vorne unten ein Flußlauf, Vorgebirge (farblich vom Gebirge abgesetzt) und oben und rechts entlang der Fläche eine Ackerfurche. Vgl. Carder, 50, 51, ill. 19. Text: De fine similis … supercilium appellant (Thulin, 5,3-5,9, fig. 14). 5,5 × 20 cm.
      • 20v Diagramm (Streit um vermessenes Land). Rechteckige Fläche mit Rasterplan. In der Mitte eine vertikale Linie. Text: De modo controversia … non quadrat (Thulin, 5,16-6,2). 3,5 × 11 cm.
      • 21r Diagramm/Malerei (Streit um Landbesitz). Zwei rechteckige Rasterpläne, rechts ein kleinerer, links ein größerer. Dazwischen ein unregelmäßiges Polygon (Weideland). Darauf zahlreiche Blumen und Gräser. In den oberen Zwickeln zwischen Rasterplan und Weideland die Inschrift Cumpascua communa prossimorum possessorum (Kommunales Weideland der benachbarten Landbesitzer). Vgl. Carder, 53, ill. 24. Text: Est et pascuorum … provinciis pro indiviso (Thulin, 6,7-6,10, fig. 18). 5,5 × 14 cm.
      • 22r Diagramm/Malerei (Streit um ein subsecivum). Ein rechteckiger, zenturierter Rasterplan mit einer unregelmäßigen Außengrenze. Links und rechts zwei Hauptfelder mit jeweils zwei sich kreuzenden Straßen. Zwischen den zenturierten Plänen ein Feld ohne Rasterplan, dafür mit einer gleichschenkligen Raute. Letztere mit der Deckfarbendarstellung einer Seen- bzw. Sumpflandschaft mit Enten, Wasserstellen und Wasserpflanzen. Die oberen Seiten der Raute flankierend der Begriff subsiciva, der sich entweder auf die Sumpflandschaft oder auf die leere Fläche zwischen Rasterplan und Sumpflandschaft bezieht. Vgl. Carder, 53, 54, ill. 25. Text: De subscivis controversia … controversiam pertinebit (Thulin, 8,7-8,11, fig. 19). 6 × 20 cm.
      • Malerei (Streit um öffentliche Plätze). Ein Fluss und rechter Hand ein durch den Flusslauf begrenztes Land (das alte Flußbett, bez. Insula F[undus] Septicianus). Links anschließend an das Flußbett das private Land (bez. F[undus] Septicianus), das durch den Flußverlauf und eine polygonale Linie begrenzt wird. In dieser Umfassung ein pfeilartiges, parzelliertes Areal (bestellte Felder?). Linker Hand ein Berg mit Vegetation (Berg Mutela, bez. Mons mutela reipub populi Rom). Vgl. Carder, 55, 56, ill. 28. Text: De locis publicis … sabinis in monte Mutela (Thulin, 8,12-8,20, fig. 20). 7,8 × 20,5 cm.
      • 22v Diagramm/Malerei (Streit um öffentliche Plätze). Diagramm mit der Grundanordnung wie auf 22r. Die Raute mit vier Pflanzen (bez. subseciva). Der rechte Rasterplan zur subseciva hin geöffnet (der übernehmende Eigentümer). Carder, 56, 57, ill. 31. Text: Nam et coloniarum … ut subsisciva concessa (Thulin, 8,20-9,2, fig. 21). 3,5 × 15,5 cm.
      • Diagramm/Malerei (Streit um unvermessene Plätze). Diagramm mit der Grundanordnung wie auf 22r, A. In der Raute eine Bergdarstellung (bez. Relictus et non adsignatus - verlassen und nicht vermessen). Die linke Fläche zur Raute hin offen. Die rechte mit zwei sich kreuzenden roten Linien (Straßen). Vgl. Carder, 57, ill. 34. Text: De locis relictis … sunt iuris subsicivorum (Thulin, 9,3-9,5, Abb. 22). 4 × 12,5 cm.
      • 23r Diagramm/Malerei (Streit um das Wegerecht). Ein Rasterplan wird von einer horizontalen und einer diagonal verlaufenden Linie (beides Straßen) durchzogen. Am Kreuzungspunkt beider Straßen befindet sich eine Haus mit zwei Bäumen. Links, auf der anderen Seite des Berges, zwei weitere Häuser. Eine diagonale Straße endet am Fuß eines Berges und berücksichtigt den Rasterplan nicht. Vgl. Carder, 61, ill. 44. Text: De itineribus controversia … locum limitis debeat (Thulin, 10,5-10,13, fig. 23). 5,5 × 15 cm.
      • Diagramm/Malerei (Streit um Obstbäume). Ein rechteckiges Areal, das links zwei dreieckig aneinandergefügte Gebiete und rechts ein größeres rechteckiges zeigt. Das linke dreieckige Feld mit einem Rundtempel/Mausoleum ist bez. mit F(undus) terentianus, das rechte Feld mit einem Tempel und F(undus) seianus. Im großen rechten Feld ein Obstbaum mit herunterfallenden Früchten. Vgl. Carder, 61, 62, ill. 47. Text: Est et controversiae … monent disputationem (Thulin, 10,14-10,18, fig. 24). 4,5 × 15 cm.
    • Iulius Frontinus De arte mensoria:
      • 23v Diagramm (Definition von pertica und praefectura). Zwei rechteckige Rasterpläne (links größer als rechts) die mittig durch ein nicht zenturiertes Gebiet miteinander verbunden sind. Der rechte Rasterplan bez. mit praefectura, der linke mit einem angesetzten, dreieckigen Element, ebenfalls bez. mit praefectura. Vgl. Carder, 69, 70, ill. 75. Text: Sunt et aliae … praefectura appellatur (Thulin, 14,21-15,4, fig. 32). Gesamt: 3,6 × 20,2 cm.
      • Malerei (Das Vermessen von Abhängen). Ein Berg mit terassierten Abhängen. Darauf angepflanztes Getreide (zahlreiche Ähren). Vgl. Carder, 69, 70, ill. 78. Text: Cultellandi rato quae … mensurae lateribus inseruimus (Thulin, 18,12-18,15, fig. 33). 5 × 14,5 cm.
    • Iulius Frontinus De limitibus:
      • 24r Diagramme (Definition von decumanus und kardo). Zwei Kreise mit je einer horizontalen Axe. Vgl. Carder, 64, ill. 55. Text: Ab hoc fundamento … decumanus est factus (Thulin, 11,9-12,2, fig. 25). Jeweils: 4.
      • Diagramme (Definition von decumanus und kardo) Zwei unterschiedlich große Kreise. Vgl. Carder, 64, ill. 57. Text: Postea hoc ignorantes … decumanus in meridianum (Thulin, 12,5-12,10, fig. 26). Links: 4; rechts: 5.
      • 24v Diagramme (Definition von transversi und prorsi). Zwei Kreise mit jeweils einbeschriebenem Kreuz. Vgl. Carder, 65, ill. 63. Text: Haec vocabula … permanere dicuntur (Thulin, 12,16-13,2, fig. 27). Jeweils: 4.
      • 25r Malerei/Diagramm (Definition von limites). Mittig eine Kreis mit Hauptkreuz. In Deckfarben linker Hand ein Berg und rechter Hand eine rechteckige Wasserfläche mit zahlreichen Wassertieren (Oktopus, Delphine, Neunauge?, Krabbe?, Fisch) und einem Wasserlotus. Vgl. Carder, 65, 66, ill. 64. Text: Limites autem appellati … qui ad monte(m) montanos (Thulin, 13,2-13,12, fig. 28). Gesamt: 6 × 22 cm.
      • Diagramm (Beschreibung von plethron, bzw. vorsus). Zwei Rechtecke. Das linke geteilt von einer vertikalen Linie (einer der so gefassten Flächen ein acti?). Vgl. Carder, 66, 67, ill. 68. Text: Primum agri modum … appellatum dicunt fun|dum. (Thulin, 13,14-13,20, fig. 29). Gesamt: 2 × 17 cm.
      • 25v Diagramm (Beschreibung von lugerum und actus). Ein Rechteck, in der Mitte vertikal geteilt (nach Carder besser passend zu Thulin, 13,20-14,30). Vgl. Carder, 67, ill. 70. Text: Hi duo fundi … in hunc modum (Thulin, 13,20-13,22, fig. 30). 2 × 7,5 cm.
      • Diagramme (Ausrichtung von decumanus und limites). Zwei gleiche Kreise ohne Inhalt. Vgl. Carder, 67, 68, ill. 72. Text:Multi mobilem solis … constitutio, ubi proxima … (Thulin, 14,14-14,21, fig. 31). 4.
      • Hyginus Gromaticus Constitutio limitum:
        • 42r Malerei (Erklärung von Grenzlinein / limites, decumani und kardines). In Deckfarbe ein blauer kreisrunder Reif mit weißen Sternen. Im Inneren ein rotes Kreuz (decumanus und kardo). Text: Inter omnes … templorum adscribitur (Thulin, 131,1-132, 5, fig. 66; Hyginus Feldmesserbuch, 112, Abb. 1). 5.
        • 42v Diagramm (Erstellen von Grenzlinien / decumanus und kardo). Ein Kreis mit decumanus und kardo (bez. DM und KM). Am Kreis die Bez.: links occidens, rechts oriens, oben Septentrio unten Meridianus. Text: Ab hoc exemplo … a mundi kardine(m) (Thulin, 132,6-132,12, fig. 67; Hyginus Feldmesserbuch, 112,15-19, Abb. 2). Vgl. 105 Gud. lat., 45v. 2,5.
        • Diagramm (Bezeichnung von decumanus und kardo und das Erstellen von prorsi und transversi). Ein Kreis mit Rasterplan und Kreuz. Die Mittellinie bez. Transversus. Links die Bez. Septentrio, rechts die Bez. Meridianus. Text: Duo(de)cimanum postea … transversos appellaverunt (Thulin, 132,13-132,20, fig. 68; Hyginus Feldmesserbuch, 112,20-24, Abb. 3). Vgl. 105 Gud. lat., 45v. 3,8.
        • 43r Malerei (Bezeichnung der Grenzlinien nach regionalen Begebenheiten). Links das Meer mit weißen Wellen (bez. Maris), rechts, direkt angrenzend, ein zweistufiger Berg mit angedeuteter Vegetation. Oberhalb des Meeres, links angrenzend an den Berg ein Rasterplan (bez. Limites Maritimi)). Vgl. Carder, 77, 78, ill. 84. Text: Limites autem appellati … quid ad montem, montani (Thulin, 132,20-133,6, fig. 69; Hyginus Feldmesserbuch, 112,24-29, Abb. 4). Vgl. 105 Gud. lat., 46v. 4,2 × 14 cm.
      • Diagramm (Limes quintarius als sechster limes). Der kardo (bez. KM) als Basislinie. Oberhalb im rechten Winkel der decumanus (bez. DM). In der rechten Hälfte ein Rasterplan, die rechte äußere Linie bez. mit D Quintarius, die obere äußere Linie mit K Quintarius, Decimanus autem … latitudines accepterunt. Text: Omnis ergo … limitibus cluduntur (Thulin, 133,10-134,14, fig. 70, 71; Hyginus Feldmesserbuch, 112,29-35, Abb. 5). Vgl. 105 Gud. lat., 46v. 2,2 × 7 cm.
      • 43v Diagramm (Grenzlinien als Wege). Gleiche Darstellung wie 43r unten. Die limites jedoch doppelt gezogen. Text: Reliqui medii … latitudines acceperunt (Thulin, 133,10-134,14, fig. 70, 71; Hyginus Feldmesserbuch, 112,35-39 und 118,1-8, Abb. 6). Vgl. 105 Gud. lat., 46v. 2,2 × 6 cm.
      • 44r Malerei (Ausrichtung des Tempels nach Osten). In der Mitte der Darstellung ein Kreis, mittig durchkreuzt von kardo (bez. Kardo) und decumanus (bez. decumanus). Links die Bez. septentrio, rechts die Bez. Meridianus. Den Kompass auf beiden Seiten flankierend jeweils ein Podiumstempel. Beide mit Mauerwerk aus Quadersteinen und einem Dach mit roten Dachziegeln. Der rechte Tempel auf der Längsseite mit zwei Fensteröffnungen. Auf dem treppenlosen Podium jeweils eine Tempelfront mit vier schlanken korinthischen Säulen und Tür. Links im Giebel und über der Tür ein Kranz mit seitlichen Bändern. Rechts in derselben Position ein Weinrankenmotiv. Als Akroter auf beiden Giebeln ein "Crux ansata" (altägyptisches Lebenszeichen, Ankh-Kreuz, von der koptischen Kirche als Christuszeichen verwendet (vgl. New York, Pierpont Morgan Library, Codex Glazier 67; zur Verwendung des Zeichens und seiner Symbolik vgl. Tewes, 57, Abb. 60; vgl. auch 14 Weiss.). Im Geison des rechten Tempels ein Palmettenfries, im Sima bei beiden ein Pelta-Dreiecksfries (zum Motiv und seiner Datierung vgl. Carder, 79, 200, 201; Carder, 78-80, ill. 87). Text: Secundum antiquam … in orientem constituuntur (Thulin, 134,15-134,21, fig. 72; Hyginus Feldmesserbuch, 118,9-13, Abb. 7). Vgl. 105 Gud. lat., 46v Mitte. Gesamt: 4,2 × 18 cm.
      • 44v Diagramm (Grenzlinien ohne astronomische Orientierung). Kreis mit Rasterplan. Darin ein Kreuz kombiniert mit einem Schrägkreuz (beide als decumanus und kardo, bez. mit DM und KM). Links vom Kreis die Bez. Oriens, rechts die Bez. Occidens). Text: Multi ignorantes … non convenerit (Thulin, 136,18-136,22 fig. 73; Hyginus Feldmesserbuch, 118,14-20, Abb. 8). Vgl. 105 Gud. lat., 46v unten. 3,4.
      • Diagramm (Grenzlinien zweier benachbarter Kolonien mit unterschiedlicher Ausrichung). Zwei aneinandergrenzende Rasterpläne; der linke (bez. perticae pars) nur mit horizontaler Einteilung und der rechte (perticae alterius coloniae) mit unregelmäßigen Abmessungen. Text: Et quidam … longitudo constaret (Thulin, 135,7-135,10, fig. 74; Hyginus Feldmesserbuch, 118,18-19, Abb. 9). Vgl. 105 Gud. lat., 47r oben. 4,3 × 10 cm.
      • Diagramm (Decimanus und kardo nach vertauschter Himmelsrichtung konstruiert - wahrer Norden links). Kreis mit Rasterplan und decumanus und kardo (bez. mit DM und KM). Rechts die Bez. Septentrio, links die Bez. Meridianus. Text: Quidam agri … fecerunt decimanum (Thulin, 135,10-135,14, fig. 75; Hyginus Feldmesserbuch, 118,20-21 Abb. 10). Vgl. 105 Gud. lat., 47r unten. 3,7.
      • 45r Diagramm (wahrer Norden - links - auf dem nach Süden ausgerichteten Decimanus). Ein Kreis mit decumanus und kardo (bez. mit DM und KM), wobei die Vertikale als kardo und die Horizontale als decumanus eingetragen wurde. Links die Bez. Septentrio, rechts die Bez. Meridianus. Text: Quidam in totu … est circa Capuam (Thulin, 135,12-135,14, fig. 76; Hyginus Feldmesserbuch, 118,21-23, Abb. 11). Vgl. 105 Gud. lat., 47r unten. 3,5.
      • Diagramm (Flächeninhalte der Parzellen in Venturia - nahe dem heutigen Merída). Ein Rasterplan. Unten der kardo (bez. KM) mit mittig aufsteigendem Decumanus (bez. DM). Auf dem kardo Maßeinheiten. Text: Modum autem … in orientem (Thulin, 135,15-135,20, fig. 77; Hyginus Feldmesserbuch, 118, 24-28, Abb. 12). Vgl. 105 Gud. lat., 47v oben. 2,5 × 6,7 cm.
      • 45v Diagramm (Flächeninhalte der centuriae in Turgalium - Trujillo - und Mullica - Montemolin?). Darstellung wie auf 45r unten. Ergänzt durch Maßeinheiten jetzt auch entlang des decumanus. Text: Quibusdam deinde coloniis … kardines actus XL (Thulin, 136,1-136,7, fig. 78; Hyginus Feldmesserbuch, 118,29-33, Abb. 13). 2 × 7 cm.
      • Diagramm (Flächeninhalte der Zenturien in zwei Verwaltungsbezirken). Ein Rasterplan mit rechteckiger Anfügung rechts. Text: Nam et … partis subsiciva (Thulin, 136,7-136,10, fig. 79; Hyginus Feldmesserbuch, 118,33-35, Abb. 14). Vgl. 105 Gud. lat., 47v unten. 3 × 11 cm.
      • 46r Malerei/Diagramm (Beschriftung der Scheitelflächen von Grenzsteinen nach Decimanus und Kardo). Links und rechts je ein zylindrischer Grenzstein, daneben je ein Diagramm mit der entsprehenden Bezeichnung. Rechts ein Kreis mit einem nach den Himmelrichtungen ausgerichteten Kreuz, links die Bez. KM (kardo maximus) und rechts DM (Decumanus maximus). Vgl. Carder, 80, 81, ill. 90. Text: Quidam vertices … in kardine solet (Thulin, 137,6-137,8, fig. 80; Hyginus Feldmesserbuch, 126,10-14, Abb. 15). Vgl. 105 Gud. lat., 48r oben. Gesamt: 5 × 16,5 cm.
      • 46v Diagramme (Beschriftung der Scheitelfläche mit Leerstelle - anguli clusares ohne Beschriftung). Zwei Kreispaare. Beide Paare mit decumanus (bez. DM) und kardo (bez. KM). Linkes Paar oberhalb und unterhalb, rechtes Paar oberhalb die Bez. Anguli clusares. Text: Sic et ulterios … talis inscriptio s. d. u. k. (Thulin, 137,8-137,15, fig. 81; Feldmesserbuch, 126,13-18, Abb. 16). Vgl. 105 Gud. lat., 48r, 1. und 2. Diagramm von oben. 2,6 × 17 cm.
      • Diagramm (Positionsangabe der Zenturien nach ihrer Lage zu Decimanus und Kardo). Vier Grenzsteinbeschriftungen als Ecken eines Rechtecks mit kardo und decumanus. Im Kreuzungspunkt ein weiterer Kreis. Grenzsteine und Quadranten mit Beschriftungen. .Text: Comparemus nunc … intra cludunt (Thulin, 137,18-138,3, fig. 82; Feldmesserbuch, 126,21-23, Abb. 18). Vgl. 105 Gud. lat., 48r, 3. Diagramm von oben. 3,5 × 9 cm.
      • Diagramm (Position der Grenzsteine auf 1., 2., und 3. limes). Rasterplan mit fünf verteilten Grenzsteinbeschriftungen. Text: Sic et in … lapidum inscriptiones (Thulin, 138,3-138,6, fig. 83a Feldmesserbuch, 126,23-24, Abb. 19). 4 × 7,9 cm.
      • 47r Malerei/Diagramm (Beschriftung eines Grenzsteins auf Scheitel- und Seitenfläche). Links und rechts je ein zylindrischer Grenzstein (Deckfarben). Dazwischen das Diagramm einer beschrifteten Seitenansicht, bez. mit VK LXIV DD LXXXVI (vertikal) und K LXIV D LXXXVII (Kopfseite des Steins), wobei die Bezeichnungen nicht mit dem eigentlichen Text übereinstimmen. Nach Carder, 81, ill. 93 handelt es sich bei den nummerischen Bezeichnungen auf der Zeichnung sowohl um die Benennung von decumani und kardines innerhalb eines Zenturiensystems, als auch um die Zenturien selbst. Text: Latera autem lapidum … quo centuria cluditur (Thulin, 138,6-138,13, fig. 84; Feldmesserbuch, 126,24-28, Abb. 20). Vgl. 105 Gud. lat., 48r unten. × cm
      • 47v Diagramm (Beschriftung des Grenzsteins auf Decimanus und Kardo). Zenturia mit decumanus, kardo (Beschriftung gemäß d. Textes) und einem Kreis um den Kreuzungspunkt. Text: Multos limitum … qui et maximus (Thulin, 138,14-139,9, fig. 85; Feldmesserbuch, 126,29-132,7, Abb. 21). Vgl. 105 Gud. lat., 48v. 5,5 × 14,5 cm.
      • Diagramm (Lage des limes quintarius mit markierter Wegbreite - Norden links). Kardo mit aufsteigendem decumanus und Rasterplan. In der obersten Zeile die Bez. Quintarius. Text: Sed et de limitibus … spatio itineris ampliaretur (Thulin, 139,9-139,16, fig. 86; Feldmesserbuch, 132,7-11, Abb. 22). 3 × 8,5 cm.
      • 48r Diagramm (Lage des limes quintarius auf Decimanus und Kardo - Norden links). Kardo mit aufsteigendem decumanus und Rasterplan. Rechts und oben jeweils die Bez. Quintarius. Text: Erat sane interpretatio … accessit, sex fiunt (Thulin, 139,17-140,6, fig. 87; Feldmesserbuch, 132,12-17, Abb. 23 ). 4 × 8,5 cm.
      • Diagramm (Wegbreite der limites quintarii). Rasterplan mit Decimanus (bez. dm) und Kardo (bez. km). Rechts und oben jeweils die Bez. Quintarius. Text: Eandem observationem … servari placuit (Thulin, 140,6-140,11, fig. 88; Feldmesserbuch, 132,17-20, Abb. 24). 3,5 × 8 cm.
      • 49v Malerei (Konstruktion einer Musterkolonie trotz Geländeschwierigkeiten) Eine oktogonal angelegte Stadt, angezeigt durch Stadtmauern mit Mauerwerk und jeweils drei Türmen mit runden Dächern (bez. Colonia Iulia). Die Bereiche der Tore in Ost-West-Ausrichtung wurden frei gelassen. Unterhalb der Stadt das Meer, darunter angedeutetes Land, links und rechts angedeutete Felsformationen (Berge). Im Hintergrund ein Rasterplan, der durch zwei ost-west ausgerichtete Straßen definierte wird. Diese führen durch die freigelassenen Toröffungen der Stadt. Auf der linken Seite der Darstellung die Bezeichnung Vestustinorum. Carder, 95, 96, ill. 115. Text: Licet exitum decumanus … centuriae nominentur (Thulin, 146,5-146,8, fig. 97; Feldmesserbuch, 138,24-144,7 Abb. 33). Vgl. 105 Gud. lat., 52r. 9 × 20,5 cm.
      • 50r Diagramm (Parallelenkonstruktion zu zwei naheliegenden Punkten durch unmittelbare Anschauung). Zwei Pläne ohne limites. Links bez. sig und sign, rechts bez. conspectus. Text: Si vero in … ferramento explicabimus (Thulin 155,17-156,3, fig. 111a; Feldmesserbuch, 164,3-7, Abb. 47). Vgl. 105 Gud. lat., 52v. Gesamt: 2,2 × 14 cm.
      • Geometrische Zeichnung (Parallelenkonstruktion zu einer nicht zugänglichen Geraden). Text: Sit ergo … ordinata AC (Thulin, 156,4-156-16, fig. 112a; Feldmesserbuch, 164,8-16, Abb. 48). Vgl. 105 Gud. lat., 52v2,5 × 11,5 cm.
      • 51r Malerei/Diagramm (Fehlerhafte Ermittlung des Sonnenuntergangs bei dazwischen liegendem Berg). Rechts ein Berg (bez. mons) mit Berechnungsschema linker Hand. Ausgehend vom Standpunkt des Betrachters auf der Ebene (bez. planitia), zwei Messungen (jeweils bez. conspectus), eine zum Sonnenaufgang (bez. ortus) und eine einige Zeit später im Tagesverlauf (bez. solis cursus). Hinter dem Berg der rekonstruierte Punkt des Sonnenuntergangs occasus. Der Berg ist auf der linken Seite abgedunkelt, d.h. die Sonne steht bereits auf der anderen, nicht sichtbaren Seite. Carder, 96, 97, ill. 118; Knobloch Aspekte, 84-88, Abb. 1; Hyginus Feldmesserbuch, 64, 65, Abb. 2.1. Text: Et si kardo … ulteriore parte resplendeat? (Thulin, 147,12-147,16, fig. 98;Feldmesserbuch, 144,8-26, Abb. 34). Vgl. 105 Gud. lat., 53r. 4,2 × 13,5 cm.
      • 51v Diagramm (geozentrisches Planetensystem mit Tierkreis und Erdhorizont). Erde als Mittelpunkt (bez. Terra) mit acht Umlaufbahnen. Von außen nach innen mit den Bezeichnungen Saturnus (zweite Bahn), Iobis (dritte Bahn), Venus und Sol (fünfte Bahn), Mercurius (sechste Bahn), Luna (achte Bahn). Im Aufriss mittig der Horizont (bez. orizon), diagonal der Tierkreis (bez. circulus zodiacus). Linker Hand schräg außen an den Umlaufbahnen die Bezeichnung pol (bez. Polus). Vgl. Knobloch Aspekte, 84-88, Abb. 2; Hyginus Feldmesserbuch, 65-68, Abb. 2.2; Text: Caeli autem … constare fertur (Thulin, 148, 12-149, 5, fig. 99; Feldmesserbuch, 144,27-148,14, Abb. 35). Vgl. 105 Gud. lat., 54r. 5,8 × 15 cm.
      • 52v Malerei (Senkrechte Parallelprojektion der Himmelssphäre mit den fünf Zonen und Tierkreis). Doppelt gezogener Kreis, blau gefüllt. Darauf aufgetragen unterschiedlich große weiße Sterne. Im Inneren die Bez. septintrionales, solistitiales, equinoctiales, brumalis und austrinales (die fünf Orientierungskreise). Vgl. Knobloch Aspekte, 98-102, Abb. 7. Text: Solem autem … umbra describitur (Thulin, 149,6-150,16, fig. 100; Feldmesserbuch, 148,15-39, Abb. 36). Vgl. 105 Gud. lat., 54v. 6.
      • 53r Diagramm (geozentrisches Planetensystem mit darübergelegter Projektion der Himmelssphäre). Doppelt gezogener Kreis, orange gefüllt. Im Inneren die Bezeichnung der fünf Orientierungskreise septentrionales, solistitiales, equinoctiales, brumalis und austrinales sowie acht Umlaufbahnen mit den Planetenberzeichnungen (von außen nach innnen): Saturni (achte Bahn), Mart. Solis (sechste Bahn), neris (fünfte Bahn; das zugehörige Ve in der sechsten Bahn), rcur (vierte Bahn; das zugehörige Me in der fünften Bahn), Terrae (dritte Bahn). Über dem mittig platzierten Äquinoktialkreis die Bez. zon (für horizon oder zona?). Vgl. Knobloch Aspekte, 98-102, Abb. 8. Text: … et quidquid a media terra … esse conprehendimus (Thulin, 151,8-152,2, fig. 101; Feldmesserbuch, 152,1-17, Abb. 37). Vgl. 105 Gud. lat., 54v (hier ohne Bez.). 6,7.
      • 53v Zeichnung (indische Methode zur Ermittlung der Mittagslinie nach dem Sonnenverlauf - unfertige Illustration). Ein gnomon, darum herum ein Kreis. Nach unten fallend, den Kreis schneidend, ein Schattenbüschel. Vgl. Knobloch Aspekte, 102-108, Abb. 10; Hyginus Feldmesserbuch, 73-79, Abb. 2.7. Text: Optimum es ergo … et circumferentiam notabimus (Thulin, 152,4-152,15, fig. 102; Feldmesserbuch, 152,18-25, Abb. 38). Vgl. 105 Gud. lat., 55v (hier ohne Bez.). 6 × 5 cm.
      • 54r Schema (Konstruktion der Ost-West-Richtung durch Schattenmessung - Blick nach Süden). Exzentrisch in einem Kreis platziert ein gnomon. Darunter ein Rasterplan. Hier mittig bez. DM (decumanus), oberhalb links occidens umbra (soll heißen: oriens umbra), oberhalb rechts umbra occidens. Im Rasterplan die Inschrift meridiano ordinatorum (vgl. Thulin, 152,5). Über der Darstelllung die Bezeichnung con mons (soll heißen: Gnomon). Vgl. Knobloch Aspekte, 102-108, Abb. 11; Hyginus Feldmesserbuch, 73-79, Abb. 2.8. Text: Notatis ergo duabus … recte constituemus (Thulin, 152,15-152,21, fig. 103; Feldmesserbuch, 152,25-30, Abb. 39). Vgl. 105 Gud. lat., 55v (hier ohne Bez.). 4,2 × 6 cm.
      • Diagramm (Alternative Methode der Meridianbestimmung mit dem Gnomon). Ungleichschenkliges Dreieck, orange gefüllt, auf der Ebene (bez. Planitia). Die rechtwinklig aufsetzende Linie des Dreiecks bez. als Gnomon. Die drei Strahlen des Schattenwurfes mit G, E und D. Darunter die Bez. Umbrae. Text: Est et alia ratio … erit novissima (Thulin, 153,1-153,7, fig. 104a; Feldmesserbuch, 152,31-158,4, Abb. 40). Vgl. 105 Gud. lat., 56r (hier ohne Bez.). 2,7 × 8 cm.
      • 54v Geometrische Zeichnung (Methode der Meridianbestimmung nach Diodorus). Text: Has deinde … meridiano ordinata (Thulin,153,7-154,8, fig. 105; Feldmesserbuch, 158,4-17, Abb. 41). Vgl. Hyginus Feldmesserbuch, 73-79, Abb. 2.11. 4 × 17 cm.
      • 55r Diagramm (Bestimmung paralleler Grenzlinien nach der Diodor-Methode). Kreis mit Kreuz und Schrägkeuz (Himmelszonen, über den Rand ragend). Text: Eisdem signis … tempore convenit (Thulin, 154,8-154,11, fig. 106; Feldmesserbuch, 158,17-19, Abb. 42). Vgl. 105 Gud. lat., 56v (hier ohne Bez.). 5 × 6 cm.
      • Diagramm (Korrektur nicht gleichweit voneinander entfernter limites). Rasterplan mit Decumanus (bez. DM) und kardo (bez. KM). Am oberen Rand des Plans die Bez. Limites in ordinati. Text: Multi perpetuos … non utuntur (Thulin, 155,3-155,7, fig. 108; Feldmesserbuch, 158,28-30, Abb. 44). 4,5 × 9,5 cm.
      • 55v Malerei (Feststellen etwaiger Messfehler am limes quintarius). Eine oktogonale Stadt (bez. colonia), bestehend aus vier Mauern mit runden und rechteckigen Türmen. Die in den Ecken befindlichen Öfffnungen für Tore sind freigelassen. Durch diese hindurch verlaufen decumanus und kardo. Im Umfeld weitere Straßen bez. mit quintarius,quintari und quintanti. Vgl. Carder, 97, 98, ill. 120. Text: Si locus, in quo … non utuntur. (Thulin, 154,14-155,3, fig. 107; Feldmesserbuch, 158,20-27, Abb. 43). Vgl. 105 Gud. lat., 56v. 9,5 × 18 cm.
      • 56r Diagramm (Einteilung der limites actuarii zur Transparenz der Vermessung und für die Einhaltung der Flächenmaße). Decumanus (bez. DM) und kardo (bez. KM) mit Rasterplan. In der linken Hälfte die Bez. Actus XX. Text: Lineam autem per … mensura acta appareat (Thulin, 155,7-155,11, fig. 109 ; Feldmesserbuch, 158,30-33, Abb. 45). Vgl. 105 Gud. lat., 57r Mitte. 3,7 × 10 cm.
      • Malerei (Limitationskreuz zwischen Bergen - Norden links). Ein Rasterplan mit einer Kreuzung von decumanus (bez. DM) und kardo (bez. KM). In den Winkeln jeweils ein Berg (Deckfarben). Carder, 98, ill. 122. Text: Limitibus secundum … limitem agemus. (Thulin, 155,11-155,17, fig. 110 ; Feldmesserbuch, 158,33-164,2, Abb. 46). Vgl. 105 Gud. lat., 57r unten. 5,5 × 8 cm.
      • 56v Malerei/Diagramm (Limitation und Zenturiation neben einer colonia - Norden links) Eine mit einer Stadtmauer umgebenden, polygonal angelegten Stadt (bez. Colonia). Die Mauer mit runden Türmchen und Ausgängen in Nord-Süd-Richtung. Im Inneren drei rechteckige Gebäude mit Giebeldächern. Links der Gebäude ein runder Turm (Mausoleum?). Rechts und unterhalb der Stadt decumanus (bez. DM) und kardo (bez. KM). Seitlich der Stadt Rasterpläne. Vgl. Carder, 98, 99, ill. 124. Text: Si limites … suam dabimus. (Thulin, 156,17-157,2, fig. 113;Feldmesserbuch, 164,17-19, Abb. 49 ). Vgl. 105 Gud. lat., 57v unten. 5 × 13 cm.
      • Malerei/Diagramm (Limitation und Zenturiation nebn einer colonia wegen ungünstigen Geländes). Eine quadratisch angelegte Stadt (bez. Col. Iulia) mit Stadtmauer und Toren in Nord-Süd-Ausrichtung. Die Tore flankierend runde (im Norden) und rechteckige (im Süden) Türme, in den Ecken und an den Längsseiten ebenfalls rechteckige Türme. Die Ecktürme ohne Dächer. Innerhalb der Mauern vier rechteckige Gebäude mit Giebeldächern, Türen und Fenstern. An den Seiten und oben wird die Stadt von Gebirge (bez. Montibus conclusa) eingefasst. Die Berge nach links abgedunkelt. Linker Hand ein Rasterplans und der decumanus (bez. DM). Unterhalb begrenzend, der kardo (bez. KM). Vgl. Carder, 99, 100, ill. 126. Text: Si propter locorum … meridiani et septentrionis. (Thulin, 157,2-157,8, fig. 114; Feldmesserbuch, 164,19-22, Abb. 50 ). 7 × 16,5 cm.
      • 57r Diagramm (Wegbreiten der limites - Norden links). Rasterplan mit decumanus (bez. dm) und kardo (bez. km). Text: Limitibus latidudinis … terram sesquipedem (Thulin, 157,9-157,16, fig. 115; Feldmesserbuch, 164,23-27, Abb. 51). Vgl. 105 Gud. lat., 58r oben. 6 × 10,9 cm.
      • 57v Diagramm (Beschriftungsmethode der Grenzsteine). Decumanus (bez. DM) und kardo (bez. km) mit insgesamt fünf Grenzsteinbeschriftungen. Bez. mit decumanus (bez. dm), kardo (bez. km) und Strichen (Zählzeichen?). Vgl. 105 Gud. lat., 58r Mitte. Text: Inscribendi nobis … KARDO TOTUS (Thulin, 157,18-158,4, fig. 116; Feldmesserbuch, 164,28-33, Abb. 52). 6,7 × 12,4 cm.
      • Diagramm (Versteinung der Zenturiation). Ein Rechteck mit decumanus (bez. dm) und kardo (bez. km) sowie mit fünf beschrifteten (bez. mit KM, DM und Zählzeichen?) und vier unbeschrifteten Grenzsteinflächen. Text: Applicemus nunc … observare debebimus (Thulin, 158, 5-158,11, fig. 117; Feldmesserbuch, 172,1-4, Abb. 53). Vgl. 105 Gud. lat., 58r unten. 5,8 × 11 cm.
      • 58r Diagramm (Versteinung der Zenturiation). decumanus (bez. dm) und kardo (bez. km) einbeschrieben in einem Quadrat. Ecken und Kreuzungspunkte mit beschrifteten Grenzsteinen (insg. neun). Diagonal zwischen Mittelpunkt und Ecken viermal die Bez. Lapides clusares. Vgl. 105 Gud. lat., 58v oben. Text: His angulis … S.D.I.K.K.L. (Thulin, 158,11-159,1, fig. 118; Feldmesserbuch, 172,5-9, Abb. 54). 5,6 × 10 cm.
      • 58v Diagramm (System der Versteinung und der lapides clusares bei mehreren centuriae).Decumanus (bez. dm) und kardo (bez. km) mit neun unbeschrifteten Grenzsteinen und hinterlegt mit einem Rasterplan. An den Ecken und Kreuzungspunkten jeweils die Bez. clusaris. Text: Quoniam ab … inscribere debemus (Thulin, 159,1-159,10, fig. 119, 120;Feldmesserbuch, 172,10-16, Abb. 55 ). Vgl. 105 Gud. lat., 58v unten. 5,2 × 11 cm.
      • Diagramm (Erfassen und Überprüfen der Winkelsteine durch Diagonallinien). Decumanus (bez. dm) und kardo (bez. km) in einem Quadrat. Zusätzlich ein Schrägkreuz. An den Schnittstellen Grenzsteinbeschriftungen. In den Ecken die Bez. clusus. Text: His deinde … diagonalibus comprehendebus (Thulin, 159,11-159,15 fig. 120;Feldmesserbuch, 172,17-19, Abb. 56 ). Vgl. 105 Gud. lat., 59r oben. 4,7 × 8,5 cm.
      • 59r Malerei (Öffentliche Weide der Minturnenser innerhalb einer Zenturiation). Ein Rasterplan mit mittig eingefügtem, unregelmäßig begrenztem Gebiet. Letzteres besetzt mit vier Pflanzenreihen (Deckfarbe; bez. Silva et pascua publica M. I(uli)ensium). Vgl. Carder, 100, ill. 128. Text: Cum centurias … angulos terminabimus (Thulin, 159,18-160,4, fig. 122; Feldmesserbuch, 172,21-26, Abb. 58). Vgl. 105 Gud. lat., 59r oben. 4,8 × 9 cm.
      • 60r Malerei/Schemata (Prismenförmige Altäre als Grenzen zwischen benachbarten Kolonien). Eine polygonal angelegte Stadt mit Stadtmauer und Toren in Nord-Süd-Ausrichtung. Rechts der Darstellung ein dreieckiger Altar (bez. trifinium), auf beiden Seiten mit der Aufschrift Fines iuliensium. Über dem Altar die Bez. Ut failerensium failerens(ium), auf der rechten Seite ut vettonenesium. Eine diagonale Linie (bez. failerensium) geht von diesem Altar zu einem weiteren rechteckigen Schema auf der linken Seite der Malerei. Unter dieser eine weitere Linie (bez. iuliensium). Unter dem Diagramm eine kastenförmige Zeichnung (Altar?; bez. Iuliensium). Im rechten Winkel dazu die Bez. Falerensium. Vgl. Carder, 106-108, ill. 142. Text: Nam in planis … locis montuosis. (Thulin, 162,1-162,8, fig. 131; Feldmesserbuch, 180,23-27, Abb. 67). Vgl. 105 Gud. lat., 61r. 8 × 17 cm.
      • 61v Malerei (staatliche Gemeindeweide innerhalb der Zenturiation). Ein Rasterplan mit einem ausgesparten, unregelmäßig begrenztem Gebiet (Deckfarbe). Auf dunkelblauem Hintergrund sechs Reihen von Pflanzen mit Blüten (Blumen). Oberhalb des Gebietes, am oberen Rand des Rasterplanes die Bez. Colonia. Um das Gebiet herum die Bez. pascua fundorum publica. Vgl. Carder, 109, 110, ill. 147. Text: Agro limitato … conprehensa ostendemus (Thulin, 164,6-164,16, fig. 133; Feldmesserbuch, 180,30-188,24, Abb. 69). 7,5 × 12,5 cm.
      • 62v Malerei (Karte[?] eines vermessenen Areals). Übereinander versetzt, zwei polygonale Stadtdarstellungen. Die untere (bez. Colonia iulia) auf einem Rasterplan mit vier Toröffnungen. Die unverbundenen Mauerabschnitte mit aufgehendem Quaderwerk und eckigen, überdachten Türmen. Durch die Tore hindurch das Kreuz der beiden Hauptstraßen. Die darüberliegende Stadt (bez. oppidum) ohne Rasterplan. Die oktogonal geschlossene Stadtmauer mit hohen schlanken Türmen. Im Inneren zwei rechteckige Gebäude mit Giebeldächern. Das rechte mit einer Säulenstellung längsseits, das linke mit Tür und Fenstern an der Stirnseite. Im Rasterplan eingefügt drei kleine rautenförmige FLächen. Vgl. Carder, 111-115, ill. 150. Text: Omnes aeris … abere debebit (Thulin, 165,10-166,2, fig. 135;Feldmesserbuch, 188,29-192,10, Abb. 72 ). 14,5 × 17,5 cm.
      • 63v Malerei (Karte[?] eines weiteren vermessenen Areals - Norden oben). Drei Rasterpläne, zwei rechteckige und einer mit unregelmäßigen Abmessungen. Auf jedem von ihnen die gekreuzten Verläufe von decumanus und kardo. Der rechte Rasterplan mit eingefügter Stadtkulisse (bez. colonia; Deckfarben) im oberen linken Viertel. Die polygone Umfassungsmauer mit zylindrischen, kuppelbedachten Türmen und zwei sichtbaren Toren. Im Inneren ein überwölbter Rundbau (Mausoleum) auf einem Podium, rechts eine halbrunde Kolonnadenführung (Amphitheater), links eine gerade verlaufende Kolonnade. Die zweite Stadtkulisse (bez. colonia) ebenfalls polygonal eingefasst aber ohne Rasterplan. In Nord-Südrichtung jeweils ein Tor, flankiert von zylindrischen Türmen mit geteilten Dachzinnen. Carder, 115-120, ill. 152. Text: Agrum rudem … postulationem adsignabimus.Hunc agrum … aut pascui. Sortes (autem) … r(ei) p(ublicae) inferemus. (Thulin, 166,3-166,6; 166,10-166,16; 167,5-167,15, fig. 136; Feldmesserbuch, 192,11-31, Abb. 73). Vgl. 105 Gud. lat., 64v-65r. 12,9 × 19,5 cm.
      • 65r Diagramm (Limites transversi mit eingezeichneter Breite von 12 Fuß). Orange umrandetes Rechteck mit vier eingeteilten Feldern. Darin die Bez. Limites Trasi / I / XII. Links die Bez. I Pilor XII. Vgl. Carder, 115-120, ill. 152. Text: Agrum arcifinium … pedes octonos (Thulin, 167,17-169,16, fig. 137; Feldmesserbuch, 198,1-23, Abb. 75). Vgl. 105 Gud. lat., 66r oben. 3,2 × 8,8 cm.
      • Diagramm (Lage der strigae auf dem Limitationskreuz - Norden links). Decumanus (bez. dm) und kardo (bez. km). Über dem Kreuzungspunkt ein vertikal ausgerichtetes Rechteck. Vgl. Carder, 115-120, ill. 152. Text: Primum constituemus … scamna cludemus (Thulin, 170,3-170,5, fig. 139; Feldmesserbuch, 198,27-30, Abb. 77). Vgl. 105 Gud. lat., 66v oben. 4,9 × 11 cm.
      • Diagramm (Scamna und strigae im Limitationskreuz - Norden links). Decumanus (bez. dm) und kardo (bez. km) in rot vor einem Rasterplan. Vgl. Carder, 115-120, ill. 152. Text: Actuarios (autem) … D. M. K. M. (Thulin, 170,5-170,9, fig. 140; ). Vgl. 105 Gud. lat., 66r unten. 4,3 × 10,5 cm.
      • 65v Diagramm (Decimanus und kardo maximus in der Skamnation - Norden links). Decumanus (bez. dm) und kardo (bez. km) in einem Rechteck. Text: Ab hoc deinde … limites comprehendemus (Thulin, 170,9-170,13, fig. 141;Feldmesserbuch, 198,31-33, Abb. 79 ). Vgl. 105 Gud. lat., 66v Mitte. 4,2 × 8,5 cm.
      • Zeichnung (Beschriftung eines Grenzsteins mit Angabe seiner striga und seines scamnum). Mittig ein liegender Grenzstein mit der zweifachen Bez. Scamna. Links und rechts jeweils ein stehender, unbeschrifteter Grenzstein. Text: His deinde quartis … D. D. V. K. (Thulin, 170,13-170,17, fig. 142; Feldmesserbuch, 198,33-204,3, Abb. 80). Vgl. 105 Gud. lat., 67r oben. Gesamt: 4 × 15,5 cm.
      • Diagramm (In der Skamnation gesetzte Grenzsteine - Norden links). Decumanus (bez. dm) und kardo (bez. km) vor einem Rasterplan. Auf einigen Kreuzungspunkten Grenzsteine (insgesamt acht). Vgl. 105 Gud. lat., 67r Mitte. Text: Nunc quadrarum … inscriptos inspiciamus (Thulin, 170,17-171,1, fig. 143; Feldmesserbuch, 204,3-4, Abb. 81). 4,8 × 9,9 cm.
      • 66r Diagramm (Limitationskreuz mit zenturiertem und in strigae und scamna eingeteiltem Areal). Rasterplan mit unregelmäßigen Begrenzungen. Text: Intra has strigas … formam describamus (Thulin, 171,1-171,4, fig. 144; Feldmesserbuch, 204,4-6, Abb. 82). Vgl. 105 Gud. lat., 67r oben. 9,3 × 16,4 cm.
    • Agennius Urbicus De controversis agrorum:
      • 67v ganzseitige Miniatur (Autorenporträt). Unter einer Giebelarchitektur, gestützt auf zwei Marmorsäulen, ein nach rechts ausgerichteter sitzender Mann, das rechte Bein über das linke geschlagen und den Oberkörper leicht vorgebeugt. Der rechte Ellenbogen ruht auf dem rechten Oberschenkel, die Hand ist bis auf untere Kopfhöhe erhoben, während er mit den Fingern gestikuliert (rechnet). Die linke Hand, nach vorne ausgestreckt, hält einen halb aufgerollten Rotulus. Der Mann sitzt auf einem plinthenähnlichen Hocker, der von zwei geflügelten Sphingen mit menschlichen Köpfen und vergrößerter Brustpartie gestützt wird. Der linke Fuß ruht auf einem niedrigen Fußhocker, der an den Seiten durch Volutenmotive verziert ist. Das Pallium, als einziges Bekleidungsstück ist von seinem Oberkörper heruntergeglitten und liegt auf seinem linken Arm und umhüllt das rechte Bein. Der Blick des bärtigen Mannes, dessen nach vorne lockigen Haare von einem Stirnband gehalten werden, ist versonnen nach vorne gerichtet. Die umgebenden Architektur mit marmorierten Säulen und korinthischen Kapitellen. Der mit zwei Wellenbändern verzierte Architrav des Giebelfeldes liegt zwischen und nicht direkt auf den Abaci. Im Anschluss folgen Sima und Geison mit Spiralranke und Peltamotiv. Als oberer Akroter ein Kantharos mit Blumen, an den Seiten Helices. Im Giebelfeld ein großes nach unten weisendes Muschelmotiv, im oberen Abschluss ein nicht näher zu identifizierendes Motiv (Vogel oder Kantharos mit Blumen). Vgl. Carder, 130-136, ills. 158-160; Faks. Arcerianus, 28-30. 27,3 × 19,4 cm.
      • 69v Malerei (de proprietate - Landbesitz). Linker Hand ein dreieckig geformter Berg; dahinter der Abhang eines weiteren Berges (beide bez. mit mons aricus). Am Fuß des Berges rechts und links je ein Begrenzungsstein mit rechtwinkligem Projektionsaufsatz. Zusätzlich über den Berg verteilt weitere rechtwinklige Formen, die wahrscheinlich weitere Grenzzeichen darstellen. Hier auch die Andeutungen von Bäumen und Bodenvegetation. Rechts vom Berg ein Rasterplan mit polygonaler Stadtansicht (bez. suesa). Die Umfassungsmauer mit zylindrischen, doppelzinnig bekrönten Türmen, ohne Tore. Stattdessen fehlen zwei Segmente der Mauer. Im Inneren ein rechteckiges Haus mit Giebeldach, an der Seite mit Säulenstellung. Die Front mit einer Tür und zwei Fenstern. Neben diesem ein dreistufiges Gebäude/Monument, mit Fenstern in den unteren beiden Geschossen. Vgl. Carder, 136-138, ill. 180. Text:Et sunt plerumque … silvestreiunctum quod adsignaretur (Thulin, 39,8-39,13, fig. 35). 8 × 21 cm.
      • 70r Malerei (de possessione - Landbesitz). Ein aus der Vogelperspektive gesehenes rechteckiges Land, begrenzt durch Perimeter-Linien. Im Inneren ein dachloser, rechteckiger Bau bestehend aus Ashlar-Marmor. Auf der Frontseite ein Eingang und entlang der Innenwände eine Säulenstellung (Halbsäulen?). Um das Land herum einige Gegenstände: an drei Ecken des Gebietesrechtwinklige Grenzsteine, am oberen Rand des Gebietes zwei Dattelpalmen und ein Grenzstein, im Vordergrund und links ein großer Baum, ein Fluß und ein Baumstumpf. Auf der rechten Seite eine Quelle. Vgl. Carder, 138, 139, ill. 181. Text: De possessione controversia … eam iterum retractandam (Thulin, 40,17-40,23, fig. 36). 10,5 × 22,5 cm.
      • 71r Malerei (de subsicivis - unvermessenes Land). Rechter Hand ein Rasterplan mit mittig abgegrenztem Areal. In diesem ein umgrenztes rautenförmiges Feld mit Wasser und zwei Enten zwischen Wasserpflanzen. Linker Hand, den Rasterplan begrenzend, ein Berg mit Vegetation. Vgl. Carder, 140, 141, ill. 184. Text: Subsicivorum autem genera … maximae controversiae agitantur (Thulin, 41,1-41,4). 8 × 21,5 cm.
      • 72v Malerei (de iure territorii - Eigentumsrecht). Ein Rasterplan, der mittig horizontal durch eine Steinstraße geteilt wird. In der Mitte, zu beiden Seiten der Straße, ein Zusammenschluss von unterschiedlichen Häusern ohne Stadtmauer. Hinter (oberhalb) der Straße ein rechteckiges Gebäude mit Giebeldach, Tür und Fenstern. Seitlich im rechten Winkel anschließend eine weiteres rechteckiges Gebäude mit flachem Dach und Fenstern in der Front. Daneben ein stufenförmiges, aus zwei Würfeln bestehendes Gebäude und ein Gebäude mit Giebeldach und zwei Fenstern. Unterhalb der Straße von links nach rechts ein Haus mit Giebeldach, ein Rundbau (Mausoleum?) auf einem Podium, ein Tor oder Triumphbogen mit einem Durchlass und zwei weitere Häuser mit Giebeldächern. Vgl. Carder, 141-143, ill. 185. Text: De iure territorri … non exiguum possidet (Thulin, 44,24-46,7). 8 × 19,5 cm.
      • 74v Malerei (de locis sacris et religiosis - heilige Stätten). Drei Darstellungen. Links ein nahezu quadratische ummauerter Bezirk, der zwei rechteckige Gebäude mit Giebeldächern beinhaltet. Die Frontseite des linken Gebäudes mit Tür und zwei flankierenden Säulen, die des rechten mit mit vier vorgstellten Säulen (Portikus). Rechts an den Bezirk angrenzend ein Rasterplan mit einer hexagonalen Stadtmauer ohne innen liegender Bebauung. Die Mauer mit einer Öffnung (Tor); in den Winkeln und die Öfffnung flankierend rechteckige Türme mit pyaramidenförmigen Dächern (der heilige Bezirk, der in der Nähe einer Stadt beschlagnahmt wurde, vgl. Carder, 143). Rechts neben der Stadt ein Baldachin-Schrein. Auf einem runden Podium vier kannelierte Säulen mit Kompositkapitellen. Die vier Bögen mit verziertem Architrav (dreigeteilt, mittig verziert mit einer Punktreihe) und einem zeltartigen, pyramidenförmigen Dach. Darunter eine Skulptur der Minerva auf einem rechteckigen Podest. Minerva in Seitenansicht nach rechts gedreht voran schreitend, bekleidet mit Helm und einem fließend fallenden Gewand und locker wehendem Mantel. In der linken Hand, auf den Boden gestellt, die Ägis, in der rechten das erhobene Schwert. Vgl. Carder, 143-147, ill. 186. Text: … in Italia autem … aut municiporum … . Nam et de aedibus … annis litigant (Thulin, 48,8-48,11, 48,16-48,19, fig. 39). Gesamt: 11 × 21,5 cm.
      • 75r Malerei (De aqua pluvia arcenda - das Ableiten von Regenwasser). Ein Grundstück aus der Vogelperspektive - ein echteckiges Feld, dessen Umfassungslinie von Grenzzeichen, u.a. von Brunnen, flankiert wird. Auf dem Grundstück ein rechtwinkliges Gebäude mit Giebeldach und Tür sowie zwei runden Fenstern. An der vorderen Seite des Grundstückes ein Durchgang mit einer giebelbedeckten Pforte. Aus einer Quelle in der oberen linken Ecke enspringt ein Fluß, der quer über das Grundstück und dann durch die Pforte hindurch bis an den unteren rechten Bildrand führt. Vor dem Grundstück ein Rundbau auf einem Podium mit seitlich anschließendem Portikus mit Kolonnadenstellung. Spätere Zugaben: unterhalb des Gebäudes auf dem Grundstück die Kopie von dessen Fassade und zahlreichen Beschriftungen (am Fluß in karolingischer Minuskel ego aut dixi (an) mea; unter dem Fluß in Urkundenschrift misere mih dn; in der linken Ecke unterhalb des Grundstücks in diplomatischer Minuskel gisebbertus, darunter in karolingischer Minuskel abis s stux. Vgl. Carder, 147-149, ill. 194. Text: De aqua pluvia arcenda controversia … ius ordinarium pertinet. (Thulin, 48,26-49,11, fig. 40). 11 × 22,5 cm.
    • 76v Marcus Iunius Nipsus, Fluminis varatio. Diagramm/Malerei (Flüsse). Mittig ein Quadrat. Oben rechts und unten links jeweils eine fortführende Linie. Unten, vom linken Ende der linken Linie diagonal bis zur oberen rechten Linie eine Gerade. Von dort nach unten vier parallel verlaufende Flüsse. Text: Si in agri … erit latitudo fluminis (Lachmann, Bd. 2, 285,5-286,10, fig. 208). 8,5 × 21 cm.
    • 77v De sepulchris. Malerei (über Grabstätten). Eine sich kreuzende Kopfsteinpflasterstraße. Kurz oberhalb der Kreuzung auf der vertikalen Linie ein polygonale Stadt mit Stadtmauern und Zinnentürmen. In den vier Quadranten zahlreiche Monumente. Links oben ein Rundbau auf einem Podium und ein rechteckiger Bau mit Giebeldach; rechts oben drei rechteckige Bauten in unterschiedlicher Größe mit Giebeldächern und unterschiedlicher Frontgestaltung; unten links ein rechteckiger Giebelbau in Seitenansicht mit drei Fensteröffnungen in der oberen Etage Rechts daneben ein Turm mit zahlreichen Fenstern und giebelartigen geformten Dächern. Unterhalb dieser Gebäude zwei säulenförmige Grenzsteine auf Podien und ein rechteckiger Giebelbau mit vier Säulen in der Front. Unten rechts ein großes Haus mit Giebeldach, dessen obere Etage verziert mit durch Pilaster segementierte quadratische Fliesen(?). Des weiteren ein kleines Haus mit Giebeldach, ein Grabstein mit rundem oberen Abschluss und zwei Grenzsteine. Vgl. Carder, 154-157, ill. 200. Text: … testimonium perennitatis est constituum … in eadem Veneris genetricis (Lachmann, Bd. 2, 271,12-272). 15 × 19 cm.
    • Liber coloniarum I:
      • 78v Malerei (Grenzsteine für Land, das Soldaten zugewiesen wird). Die Darstellung zeigt elf verschiedene Grenzsteine. Die meisten von ihnen werden im Text oder an anderer Stelle des Corpus erwähnt. Bei den Steinen in der ersten Reihe handelt es sich an erster bis dritter, an fünfter und an sechster Stelle um runde Grenzzeichen, im Gebrauch bei den Gracchi (Lachmann,Bd. 2, 242,8), bei Julius Caesar (Lachmann, Bd. 2, 242,11) und bei Augustus (Lachmann, Bd. 2, 242,12; 240,20). Bei den vierten und siebten Elementen in der ersten Reihe und bei dem ersten in der zweiten Reihe handelt es sich um quadratisch gestaltete Steine, im Gebrauch bei Nero, Vespasian und Trajan (Lachmann, Bd. 2, 243,3). In der zweiten Reihe an zweiter Stelle, ein halbrunder, aus Ziegelsteinen gemauerter Sockel (im Text: scorofione; vgl. Lachmann, Bd. 2, 243, 12). Rechts anschließend ein Baum mit Grenzstein (Lachmann, Bd. 2, 241,3-4). Rechts unten ein zweigeschossiger Rundbau mit Kuppeldach, mit Fenstern im oberen Geschoss und einer Tür im unteren (ein Grabdenkmal; Lachmann, Bd. 2, 243,14-16). Text: Ratio militiae (sic limitae) adsignationes prima … . Ratio limitiae adsignationeis prima explicit (Lachmann, Bd. 2, 242,7-243,17, fig. 206). 13 × 18,5 cm.
      • 82v Zeichnungen. Nomina lapidum finalium ex libro Balbi (Definitionen von Grenzsteinen; ohne Text). 18 unterschiedlich geformte Grenzsteine ohne Beschriftungen. Gesamt: 19 × 20 cm.
      • 83r Zeichnungen. Nomina lapidum finalium ex libro Balbi (Definitionen von Grenzsteinen). Drei groß gezeichnete Grenzsteine, der linke mit einer Inschrift: EX AUCTO | RITATE. IMPT. | AELI. HADRI | ANI. ANTO | NINI. AUG. | PH. PP. SENTE | TIA. DICTA. p. | TUSCENIU | FELICEM | PP. II. DETER | MINANTE | BLESIO TAV. | RINO. MIL. | COH. VI. PR. | MESORE. A | GRARIO. TR. | ARDEATN (Lachmann, Bd. 2, 251; Übersetzung bei Campbell, 247). 18,5 × 20,5 cm.
      • 83v Malerei. Nomina lapidum finalium ex libro Balbi (Definitionen von Grenzsteinen). Vier polychrome Darstellungen von Grenzsteinen untereinander (ohne zugehörigen Text). Von oben nach unten: 1. Reihe (von links nach rechts) ein rechteckiger Grenzstein und anschließend drei Bäume, die zwei rechten mit kreuzförmigen Markierungen auf den Stämmen. Im Hintergrund die Kontur eines Gebirgszuges. 2. Reihe linker Hand ein sanft abfallender Hügel, rechter Hand ein terrassierter Berg mit einem Eingang (Höhle?) und ein Busch. 3. Reihe eine Steinmauer mit zwei davorliegenden rechteckigen Häusern mit Giebeldächern. 4. Reihe ein Fluß. Text: Campbell, 244-247. 27 × 23 cm.
  • Initialen:

    1 (40v) Initiale und 21 Registerbuchstaben (97r-81r): Davon 17 Hohlinitialen mit den Füllmotiven: laufender Hund (41v, 97r, 79v, 80r), Sternblüten (79v, 80r), Gittermuster (97r), Zickzackband (79v, 80v), Kreise (80v) und 5 gefüllte Initialen (79v - 2x; 80v - 3x). Die Initialstämme abschließend mit gerollten Serifen (vgl. 97r), einige mit winkelförmiger Bekrönung (40v, 97r - 2x).2-2,5. Die Zierbuchstaben spielen im Arcerinaus eine untergeordnete Rolle und fungieren auf 41v als Initiale und auf 97r, 79v, 80r, 80v und 81r als Registerbuchstaben auf dem Blattrand neben dem Text.
  • Vermiculata-Borten der Schlusstitel:

    Ansätze von Spiralranken mit Herzblättern an Fäden (16v; 27v, 76r); Zickzacklinien mit eingefügten Punkten (27v; 41v).
  • Farben:

    Malereien mit Pinsel auf Pergament mit Lasuren und Aufhöhungen (vgl. Faks. Arcerianus, 30, 31.). Farbskala: Mennig-Rot (Auszeichnungschriften, Umrandungen, an den Dächern der Tempel, Blüten - vgl. 21r, 59r, 61v); leuchtendes Grün (Umrandungen, Laub der Bäume, Wassertiere - 25r, 71r, Rundtempel und Minerva - 74v); dunkeles und helles Rosa (Umrandungen); dunkeles Blau (Wasser, Flüsse - zusätzlich mit schwarzen Umrissen, Schatten; Hügel und Berge - an der sonnenabgewandten Seite); Hellrosa (Hügel und Berge an der sonnenzugewandten Seite); Grauviolett (Felsen); Braun (Schattierungen); Blassgelb (Orpigment - Füllfarbe; Grund zwischen Mauerwerk und Koloniedarstellung, 18r, 56v; Baumstämme, 70r).
Inhalt:
  • 2ra-4ra Marcus Iunius Nipsus. >Fragmentum de lapidibus centuriarum (Lachmann, Bd. 2, 291, 13-295,15.)<
  • 4ra-6rb Liber podismi (Lachmann, Bd. 2, 295, 16-301; Bubnov, 510-516).
  • 6rb-16vb Epaphroditus et Vitruvius Rufus. >Excerpta geometrica de mensuris agendis (Lachmann, Bd. 2, 245,3-246,9; Bubnov, 518-524, 527.)<
  • 16vb-23r Iulius Frontinus: De agrorum qualitate, De controversiis, De arte mensoris (Thulin, 1-3 und fig. 11; 4-6,16; 7,3-8,2; 8,7-9,12; 10,11-8 und fig. 24; Lachmann, Bd. 2, 1-8,9; 9-16,6; 17,3-19,4; 20,3-22,8; 24,10-26,2 und fig. 24).
  • 23r-23v Iulius Frontinus: De limitibus (Thulin, 14,23-15,4 und fig. 32; Lachmann, Bd. 2, 26,5-10 und fig. 25).
  • 23v Iulius Frontinus: De arte mensoria (Thulin, 18,13-19,14; als De limitibus bei Lachmann, Bd. 2, 26,11-27,9).
  • 24r-25v Iulius Frontinus: De limitibus (Thulin, 11,13-14,21 und fig. 31; Lachmann, Bd. 2, 28,9-31,10 und fig. 33).
  • 25v-27v Iulius Frontinus: De arte mensoria (Thulin, 15,6-18,11; als De limitibus bei Lachmann, Bd. 2, 31,12-34,13).
  • 27v-28r Liber coloniarum I (Lachmann, Bd. 2, 209-210,2).
  • 28r-28v Liber coloniarum I (Lachmann, Bd. 2, 210,3-19).
  • 28v-29r Liber coloniarum I (Lachmann, Bd. 2, 211,1-21).
  • 29r-34r Liber coloniarum I (Lachmann, Bd. 2, 211,22-213,11; 213,13-214,2; 213,11-3; 214,3-225,2).
  • 34r-35r Liber coloniarum I (Lachmann,Bd. 2, 225,3; 225,14-227,2; 227,4-9; 227,11-228,2).
  • 35r-41r Liber coloniarum I (Lachmann, Bd. 2, 229,10-233,15; 233,18-234,5; 233,16-7; 234,6-16; 234,19-20; 234,18-235,14; 235,20-236,13; 235,15-9; 236,14-239,13).
  • 41r-41v >Subscriptio vel annotatio antiqua mensoris cuiusdam, de lebris regionum excerpendis (Lachmann, Bd. 2, 239,14, 17-9. )<
  • 41v-66r Hyginus Gromaticus: Constitutio limitum (Thulin, 131-141,13; 145,10-146,15; 155,17-156,15 und fig. 112; 146,15-154,11 und fig. 106; 155,3-7 und fig. 108; 154,12-155,3 und fig. 107; 155,7-155,17 und fig. 110; 156,17-160,21; 161,21-163,18; 164,1-165,17; fig. 135 und 166,3-167,13; 167,15-168,14 und app.; 169,2-171,4 und fig. 144; als De limitibus constituendis bei Lachmann, Bd. 2, 166-177,4; 181,5-197,19; 198,20-202,18; 203,6-205,13 und app.; 205,17-206,14; 206,15-208 und fig. 205; Hyginus Feldmesserbuch, 112-209, mit deutscher Übersetzung und Abbildungen aus dem Arcerianus).
  • 66r-67r >Excerptum legis Mamillae Rosciae Peducaeae Allienae Fabiae cap. III-V (Lachmann, Bd. 2, 263-6; FIRA Riccobono, 138-140.)<
  • 67r-76r Agennius Urbicus: De controversiis agrorum (Thulin, 37, 13-43,16; 45,3-47,6; 47,9-51,3; Lachmann, Bd. 2, 77,20-83,13; 84,17-86,3; 86,8-13; 86,26-90,21).
  • 76r-76v Marcus Iunius Nipsus: Fluminis varatio (Lachmann, Bd. 2, 285,4-286,10 und fig. 208).
  • 77r-77v De sepulchris (Lachmann, Bd. 2, 271,12-272 und fig. 210).
  • 78r-78v Liber coloniarum I. Mensurae terminorum (Lachmann, Bd. 2, 242,7-243 und fig. 206).
  • 78v Marcus Terentius Varro: Ad Rufum Siluium de geometria (Bubnov, 494; Lachmann, Bd. 2, 243).
  • 79r-81v Casae litterarum 'A' (Josephson, 2-16).
  • 81v Liber coloniarum I. Nomita agrorum (Lachmann, Bd. 2, 246,24-247,20).
  • 82ra-82rb Liber coloniarum I. Nomita limitum (Lachmann, Bd. 2, 247,21-249,30).
  • 82rb >Annotatio cuiusdam, qui et Aeneidos XII 898 laudat (Lachmann, Bd. 2, 249; Thulin Handschriften, 17.)<
  • 82v-83r Liber coloniarum I. Nomina lapidum finalium (Lachmann, Bd. 2, 249,32-3 und fig. 207, 208 sup.; 251,18).
  • 83r Catalogus geometrarum. >Annotatio cuiusdam, in qua Catalogus arati interpretum laudatur (Thulin Handschriften, 18; Lachmann, Bd. 2, 251.)<
  • 83v >Figurae tres finitionum pictae (Lachmann, Bd. 2, fig. 208, 209.)<
Handschriftenteil: B
Handschriftentitel:
Entstehungsort: Italien (Norditalien?)
Entstehungszeit: um 500
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: 38 Bl. × cm, zweispaltig, 26 Zeilen. 31,5 x 24,5
Seiteneinrichtung: 24,5 × 19,5 cm, zweispaltig, 26 Zeilen.
Hände: Unzialis von einer Hand.
Schrift: Rubrizierte Textanfänge.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck: Zeilenfüller.
105v, 121v, 155v Zeilenfüller: Wellenlinien mit Punktverzierungen. 135v kleine Blüten.
Inhalt:
  • 84ra-93rb Agennius Urbicus: De controversiis agrorum ; Thulin, 37,13-51,3; Lachmann, Bd. 2, 77,20-90.
  • 93va-102va Agennius Urbicus: De controversiis agrorum (Thulin, 23,3-24,23, 30,14-31,26; 32-33,11; 33,14-35,26; 35,28-37,10; 26,6-27,26; 27,28-30,10; 24,23-26,2; Lachmann, Bd. 2, 62,17-64,1; 71,18-72,21; 73,11-74,10; 74,17-76,17; 76,19-77,18; 65,14-67,10; 67,16-70,9; 64,1-65,12).
  • 102va-104va Hyginus: De condicionibus agrorum (Thulin, 77,18-78,17; 74,21; 74,24-77,18; als Agrorum quae sit inspectio geführt bei Lachmann, Bd. 2, 283,21-284; 281-283,21).
  • 104va-106va Agennius Urbicus: De controversiis agrorum (Thulin, 20,5-23,1; Lachmann, Bd. 2, 59,4-62,15).
  • 106va-122vb Hyginus, Siculus Flaccus: De limitibus. De conditionibus agrorum. De generibus controuersiarum. De condicionibus agrorum (Thulin, 71-73; 102-103,19; 78,18-86,18; 86,20-91,4; 103,19-105,24; 109,1-110,22; 91,4-95,12; 95,14-96,13; 110,22-112,4; 112,7-22; 96,14-98,5; Lachmann, Bd. 2, 111,9-113,18; 138,3-139,19; 115,15-128,4; 139.20-141; 145,2-146,21; 128,4-133,1; 146,21-148,1; 148,4-19; 133,1-134,13).
  • 124ra-125vb Marcus Terentius Varro?: Fragmentum Geometriae (Bubnov, 504-508,24).
  • 125vb-136va Pseudo Hyginus: De munitionibus castrorum (Lenoir, 1-23).
  • 136va-155va Hyginus Gromaticus: Constitutio limitum (Thulin, 131,1; 131,3-135,6; 135,10-138,3; 138,5-146,15; 155,17-156,15; 146,15-154,11; 155,3-7; 154,12-155,3; 155,7-17; 156,17-163,1; 163,4--18; 164,1-167,8; 167,10-3; 167,15-168,16; 169,3-171,4; geführt als De limitibus constituendis bei Lachmann, Bd. 2, 166,3-170,8; 170,12-173,6; 173,8-182,14; 192,17-193,15; 182,14-191,11; 192,7-17; 194-2002,2; 200,4-201,1; 201,3-204,10; 204,12-205,16; 206,1-208).
  • 155va-156vb >Excerptum legis Mamiliae Rosciae Peducaeae Allienae Fabiae<. Cap. II-V (Lachmann, Bd. 2, 263,4-266; FIRA Riccobono, 138-140).
  • 156vb Balbus: Ad Celsum expositio et ratio omnium mensurarum (Lachmann, Bd. 2, 91,1-9).
  • 156v Gerhardus Mortaigne. >Ad codicem uersus IV de rusticitate sua<. (Thulin Handschriften, 33).

Abgekürzt zitierte Literatur

Bubnov Gerberti, postea Silvestri II papae opera mathematica, hrsg. von N. Bubnov, Berlin 1889, Nachdruck 1963.
Carder N. Carder, Art Historical Problems of a Roman Land Surveying Manuscript: The Codex Arcerianus A, Wolfenbüttel, masch.-schr., New York-London 1978
CLA Codices Latini antiquiores. A Palaeographical Guide to Latin Manuscripts prior to the ninth century, hrsg. von E. A. Lowe, Bd. 1–12, Oxford 1934–1971
Europas Weltbild C. Heitzmann, Europas Weltbild in alten Karten. Globalisierung im Zeitalter der Entdeckungen, Wiesbaden 2006 (Ausstellungskataloge der Herzog August Bibliothek Nr. 85)
Faks. Arcerianus Corpus Agrimensorum Romanorum Codex Arcerianus A der Herzog-August-Bibliothek zu Wolfenbüttel (Cod. Guelf 36.23 A), Codices Graeci et Latini photographice depicti XXII, mit einem Kommentar von H. Butzmann, Leiden 1970
Josephson A. Josephson, Casae litterarum. Studien zum Corpus Agrimensorum Romanorum, zugl. Dissertation, Uppsala 1950
Kaiser W. Kaiser, Spätantike Rechtstexte in agrimensorischen Sammlungen, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. Romanistische Abteilung, Bd. 130 (2013), 273-347.
Kleine U. Kleine, Die Rezeption der römischen Vermessungsliteratur im frühen Mittelalter. Der Gudische Agrimensorenkodex (HAB, cod. Guelf 105 Gud. lat.) in seinem kodikologischen und historischen Umfeld, in: P. Carmassi (Hg.), Retter der Antike. Marquard Gude (1635-1689) auf der Suche nach den Klassikern, Wiesbaden 2016, 113-145 (Wolfenbütteler Forschungen 147)
Lachmann F. Blume/K. Lachmann/A. Rudorff, Die Schriften der römischen Feldmesser, 2 Bde., Berlin 1848/1952, Nachdr. 1967.
Lenoir M. Lenoir, Des fortifications du camp. Pseudo-Hygin, Paris 1979
Milde Mittelalterliche Handschriften der Herzog August Bibliothek, ausgewählt und erläutert von W. Milde, Frankfurt/M. 1972 (Kataloge der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, Sonderbd. 1)
Sörries R. Sörries, Christlich-antike Buchmalerei im Überblick, 2 Bde., Wiesbaden 1993
Stückelberger A. Stückelberger, Wort und Bild. Das illustrierte Fachbuch in der antiken Naturwissenchaft, Medizin und Technik, Mainz 1994 (Kulturgeschichte der antiken Welt 62)
Tewes B. Tewes, Die Handschriften der Schule von Luxeuil. Kunst und Ikonographie eines frühmittelalterlichen Skriptoriums (Wolfenbütteler Mittelalter-Studien 22), Wiesbaden 2011
Thulin C. Thulin, Corpus agrimensorum Romanorum, rec. C.T., I. Opuscula agrimensorum veterum (...) Editio stereotypa editionis anni MCMXIII, cum addendis, Lipsiae 1913/Neuauflage 1971 (Bibliotheca scriptorum Graecorum et romanorum Teubneriana)
Toneatto L. Toneatto, Codices artis mensoriae. I manoscritti degli antichi opuscoli latini d'agrimensura (V-XIX sec.), Bd. 1, Spoleto 1994
Wolfenbüttel Aug. Die Augusteischen Handschriften, beschrieben von O. von Heinemann, Teil 1-5, Frankfurt/M. 1890–1903, Nachdruck 1965–1966 (Kataloge der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel. Die alte Reihe 4–8)
Zaitsev E. A. Zaitsev, The Meaning of Early Medieval Geometry. From Euclid and Surveyors' Manuals to Christian Philosophy, in: Isis, Vol. 90, Nr. 3 (1999), 522-553

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