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Beschreibung von Cod. Guelf. 404.1 Novi (12) (Neukatalogisiert durch Sven Limbeck)

Neukatalogisiert durch Sven Limbeck.


co-funded by the European Union under the Seventh Framework Programme (CIP-ICT-PSP.2009.2.3)
Handschriftentitel: Smaragdus Sancti Michaelis: Expositio libri comitis (Fragment)
Entstehungsort: Weissenburg
Entstehungszeit: 2. Viertel 9. Jahrhundert
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: 2 Bl.
Format: 29 × 22 cm
Lagenstruktur: Zwei hintereinander liegende Bl. vom Ende des Kodex.
Zustand: Einige wenige Feuchtigkeitsflecken. Auf 2v Leimreste.
Seiteneinrichtung: 22,5 × 17 cm Zwei Spalten. 29 Zeilen.
Hände:
  • Karolingische Minuskel von einer Hand. Die kalligraphische Schrift stammt von einem Schüler des Weissenburger Schreibers Waldmann; vgl. Butzmann, Weissenburger Hss., 1964, S. 175; W. Kleiber, 1971, S. 130.
  • Texte der zitierten Lesungen in abwechselnd roten und schwarzen Zeilen.
  • Zweizeilige schwarze Majuskeln, in einer eigenen Spalte vor den Textkörper gerückt.
Musiknotationen: Auf dem freien Raum unter dem Nachtrag radierte Federproben (Rubriken, Neumen) und Abklatsch.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck: Auszeichnung (Lesungen) in Unzialis.
Spätere Ergänzungen: 2va Nachtrag von anderer Hand, um 900.
Zusatzmaterial:

1r Auf dem Bundsteg ein Pergamentstreifen als Falz.

Entstehung der Handschrift:
  • Das Fragment stammt aus Cod. Guelf. 46 Weissenburg, wo es die letzte Lage bildete. Der Lagenverlust muss in Wolfenbüttel geschehen sein. Das Fragment konnte dann offenbar nicht mehr zugeordnet werden und wurde im 19. Jh. in den Fragmentenbestand der Codices Novi eingeordnet. Weder Butzmann, Extrav., Novi u. Noviss., 1972, S. 202 noch RÄDLE, 1974, S. 124, haben die Zusammengehörigkeit von Kodex und Fragment erkannt. Die Bll. sind aus paläographischen Gründen in die erste Hälfte des 9. Jh.s, wahrscheinlich 2. Viertel, zu datieren.
  • Der Nachtrag auf 2vb ist paläographisch ans Ende des 9. oder den Anfang des 10. Jh.s zu datieren.
  • Die Neumen stammen von derselben Hand und ähneln denen in einer Leipziger Handschrift der Epistola de harmonica institutione des Regino von Prüm (Leipzig, Universitätsbibliothek [Depositum der Stadtbibliothek], Hs. Rep. I. 93), die um 900 datiert wird und wahrscheinlich aus dem romanisch-deutschen Übergangsgebiet in Lothringen entstammt; vgl. P. WAGNER: Einführung in die gregorianischen Melodien, Tl. 2: Neumenkunde. Paläographie des liturgischen Gesanges, Leipzig 1912, S. 201–205 E. JAMMERS: Tafeln zur Neumenschrift, Tutzing 1965, S. 110 f. M. HUGLO: Les tonaires. Inventaire, analyse, comparaison, Paris 1971, S. 74 f. B. STÄBLEIN: Schriftbild der einstimmigen Musik, Leipzig 1975 (Musikgeschichte in Bildern, Bd. III: Musik des Mittelalters und der Renaissance, Lfg. 4), S. 110 f. C. MEYER: The Theory of Music, Bd. 6: Manuscripts from the Carolingian Era up to c. 1500. Addenda, Corrigenda, München 2003 (RISM B III6), S. 321 f..
Inhalt:
  • 1ra2vb Smaragdus Sancti Michaelis: Expositio libri comitis. PL 102, Sp. 274–276. Rädle, 1974, S. 113–194. G. Jenal, Smaragdus, in: LThK 9, 2000, Sp. 674f.
    • (1ra) Sabbato in octava paschae. Alia expositio in I Pt 2,1–10 (Schluss). credidit mihi, quicumque enim credit et seruit quod factum est a gentibus …
    • (1rb2vb) Expositio in Io 20,1–9. >Sequitur sancti euangelii secundum Iohannem<. Vna sabbati maria magdalene uenit mane … (Io 20,1) Sicut in principio mulier auctor culpae uiro fuit … — … Iohannes enim iudaeorum, petrus gentium populum figurabat.
  • 2vb Responsoria in Nativitatem S. Mariae. Nachtrag von einer Hand Ende 9. / Anfang 10. Jh. - mit Neumen. Die Neumierung bricht im Versus über sencian omnes tuum ohne erkennbaren Grund ab.
    • Felix namque es sacra uirgo marie[sic] et omni laude dignissima. CAO 6725
    • Natiuitas tua dei genitris[sic] uirgo gaudium adnunciauit. CAO 7199
    • S. maria supra petra
Bibliographie

Korrekturen, Ergänzungen:
  • Normdaten ergänzt oder korrigiert. (schassan, 2015-09-07)

Abgekürzt zitierte Literatur


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