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Beschreibung von Cod. Guelf. 46 Noviss. 2°
Butzmann, Hans: Die mittelalterlichen Handschriften der Gruppen Extravagantes, Novi und Novissimi. Frankfurt am Main: Klostermann, 1972. S. 453
Handschriftentitel: Elisabeth von Nassau-Saarbrücken: Herpin
Entstehungszeit: XV. Jh.
Katalognummer: Manuscripta Mediaevalia Objektnummer, 90247035,T
Beschreibstoff: Papier
Umfang: 172 Bl.
Format: 48,5 × 36 cm.
Seitennummerierung: Bleistiftliniierung.
Zustand: Die Blätter 1, 5 und 9 sind ganz verloren, von Bl. 7 sind die letzten Zeilen abgerisen. Diese Texte sind von einer Hand des XVII. Jhs. ersetzt. Zwei Bruchstücke aus den verlorenen Blättern liegen der Handschrift noch bei.
Seiteneinrichtung: Zweispaltig. 47 Zeilen.
Schrift: Bastarda
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck:
  • Rote Überschriften. Die roten, mit Schnörkeln versehenen Anfangsbuchstaben sind sämtlich durch die Schablone gemalt.

  • Die großen, einspaltigen und zweispaltigen Bilder sind eingeklebt (s.u.). Ab Bl. 44 nur noch leere Räume für die Bilder und keine Überschriften mehr.

Einband: Pappband des XVII. Jhs., mit Pergament-Fragmenten eines riesigen Graduale überzogen. Übergreifender Lederrücken mit Rollenstempeln: Medaillons und Gewinde. Farbig gestreifter Schnitt.
Inhalt:
Elisabeth von Nassau-Saarbrücken: Herzog Herpin. Anfang des Ersatzttextes Bl. 1r: Auff einen pfingsttag hielt König Karlen … . Der originale Schreiber setzt ein Bl. 2ra: das armut dringet zu stelen … (Kap. 5) Bl. 172ra … da sagt uns die hystorye, das die selben kinde konig Oleybaum yren vader an dem boden rechten. >Hie hatt Lewe von Borges und sin husfrouwe und sin kinde in diesem buch alle eyn ende. Got uns alle sünde wende. Explicit lewen buch von Burges in Berrye.< Erster Druck: Strassburg: Grüninger 1514.

32 eingeklebte getuschte Federzeichungen. Weite bergige Landschaften in Ansicht und Aufsicht, Burgen und Städte, Flüsse, Wälder. Figurenreich, alles in lebendiger Bewegung. Die Architektur ist liebevoll behandelt. Überall in der Landschrift sicher gestaltete Szenen, wie sie der Roman an die Hand gibt oder die Phantasie des Zeichners erfindet. Auf den Wegen und Straßen bewegen sich die Figuren der Erzählung durch die Handlungsabfolge hindurch. Es sind Musterbeispiele des malerischen Erzählstils. Aus der Fülle der Figuren Einzelnes hervorzuheben, ist nicht möglich.

Entstehung der Handschrift: Aus derselben Werkstatt stammen die Handschriften Cod. 11 in scrin. (Loher und Maller.) und Cod. 12 in scrin. (Huge Scheppel nebst Königin Sibille.) der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg. Auch in diesen sind die Bilder eingeklebt.
Provenienz der Handschrift:
  • Bl. 1r Besitzvermerk Ferdinand Albrecht Hertzog zu Brunswyck und Luneburg. Strasburg 1669. Vor 8 Rth.
  • Auf dem Rücken unter dem Titelschild alte Signatur Nro. 26.
Erwerb der Handschrift: 1929 vom Herzog Anton Ulrich Museum in Braunschweig durch Tausch erworben.
Bibliographie


Korrekturen, Ergänzungen:
  • Manuscripta Mediaevalia Objektnummer hinzugefügt (schassan, 2019-08-20)

  • Weitere Literaturnachweise im OPAC suchen.
  • Weitere Literaturnachweise suchen (ehem. Handschriftendokumentation)

Dieses Dokument steht seit dem 1.März 2013 unter einer Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz (CC BY-SA).

Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (Copyright Information)