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Beschreibung von Cod. Guelf. 475 Helmst.
geplant: Die mittelalterlichen Helmstedter Handschriften der Herzog August Bibliothek. Teil 3: Cod. Guelf. 441 bis 615 Helmst., beschrieben von Bertram Lesser.
Handschriftentitel: Ps.-Clemens I papa. Passiones et vitae sanctorum
Entstehungsort: Benediktinerinnenkloster Lamspringe
Entstehungszeit: 12. Jh., 4. Viertel
Katalognummer: Manuscripta Mediaevalia Objektnummer, 32412338,T
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: I, 203 Bl.
Format: 27,5 × 18,5 cm.
Seitennummerierung: Tintenfoliierung modern: 1201, Zählfehler: Zwischen Bl. 75 und 76 ein Bl. übersprungen, das Bl. nach 164 als 164a gez. Vorsatzbl. (ehemaliger Spiegel) ungez.
Lagenstruktur: I–1 (I). 12 IV (95)! III+1 (102). 7 IV (158). IV+1 (166)! 4 IV (198). II–1 (201). Auf dem Fußsteg der letzten Versoseite jeder Lage (mit Ausnahme der letzten) Kustoden in arabischen Zahlen IXXV.
Seiteneinrichtung: Schriftraum: 21,5 × 13 cm, einspaltig, 32–34 Zeilen.
Hände:
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck:
  • Rubriziert, schwer beschreibbare Stellen durch rote Strichlagen ausgefüllt, Löcher im Pergament sowie marginale Ergänzungen und Korrekturen rot umrandet. Am Beginn einzelner Kapitel und Abschnitte schlichte rote Lombarden über meist 4, manchmal bis 6 Zeilen, auf Bl. 181r mit konturbegleitendem grünem Blattwerk. Die 200v am Beginn des spätmittelalterlichen Nachtrags stehende Lombarde P weist braunes Knospenfleuronnée im Binnenfeld und verzierte Konturbegleitstriche auf.
  • Verschiedene Typen von Schmuckinitialen: 1. Bewohnte Spaltleisteninitialen in lavierter Federzeichnung, rot konturiert: 2r E über 4 Zeilen mit Büste des Clemens Romanus. 45r Kopf des Petrus im Binnenfeld der Initiale P über 6 Zeilen. 149r Grün grundierte Initiale I über 8 Zeilen in Form eines nach oben blütenförmig erweiterten Kelches mit zwei knospenden Knollenblattausläufern, die mit Schnallen am Corpus befestigt sind; aus dem Kelch wächst der nimbierte Kopf des Andreas hervor. Ähnlich, aber größer 175v Kopf des Pantaleon im Kelch der Initiale I über 9 Zeilen, identisch in Cod. Guelf. 480 Helmst., 1v. 2. 164r Historisierte Spaltleisteninitiale B über 11 Zeilen in einem architektonischen Rahmen: Die Gebäudeabbreviatur besteht aus zwei pfeilerartigen Fassadentürmen, rechts mit einer verschlossenen Tür (ianuis clausis [Io 20,26]) und einem grüngemusterten Dach, im Inneren ist eine zweibogige Arkade vor einem tiefblauen Hintergrund erkennbar. Unter dem linken Bogen steht die eigentliche Initiale B mit rot konturierten Spaltleisten sowie roten und blauen Spaltfüllungen. In den beiden Binnenfeldern sind die Köpfe oder Büsten von 9 golden nimbierten Aposteln erkennbar, allein der unten vorn stehende Thomas ist in Ganzfigur mit weißer, bläulich gehöhter Tunika und und grünlichem Pallium dargestellt. Er streckt den rechten Arm aus und legt seinen Finger in die Seitenwunde des unter dem rechten Arkadenbogen stehenden, etwa doppelt so groß dargestellten Christus, der mit einer weißen, blau gehöhten Tunika und einem roten Pallium bekleidet und an seinem goldenen Kreuznimbus kenntlich ist. Er streckt in seiner Rechten den versammelten Aposteln ein Spruchband mit dem Gruß Pax vobis [Io 20,26] entgegen, in der Linken die Aufforderung an den ungläubigen Thomas: Mitte manum tuam in latus meum [Io 20,27]. Dieser antwortet mit einem eigenen Spruchband: Dominus meus et deus meus [Io 20,28]. Abb. in
  • 102r Miniatur (lavierte Federzeichnung), 10,5 x 12 cm: Petrus bestimmt Clemens zu seinem Nachfolger. Auf einem durch grüne Erdschollen angedeuteten Grund steht ein würfelförmiges, rot gerahmtes und mit grünen Mustern versehenes Podest mit einem Thron, den der mit dem päpstlichen Ornat und der Tiara gewandete Clemens als Nachfolger Petri bereits eingenommen hat; kenntlich ist er an der Beischrift Sanctus Clemens papa. Der rechts daneben in Überlebensgröße abgebildete, mit weißer, blau gehöhter Tunika und rotem Pallium bekleidete Petrus apostolus, weist mit der Rechten auf seinen Nachfolger hin, bekräftigt durch das Spruchband: Dies mortis meę instat. Clementem hunc vobis episcopum ordino (zitiert aus Clemens Romanus: Epistula ad Jacobum fratrem Domini, Druck: PL 130, 19B–38C, hier 20B–C, dazu CPG 1007). Um die beiden gruppieren sich in mehreren Reihen übereinander zustimmend akklamierende weltliche und geistliche Würdenträger, darunter auch solche in der Tracht der Augustiner-Chorherren. Einer davon ähnelt dem unten, 148v, abgebildeten und explizit bezeichneten Lamspringer Propst Gerhard, dessen Identifikation hier jedoch nicht zwingend ist. 148v Miniatur, 5,5 x 13 cm: Martyrium des Apostels Andreas (Einleitung zum anschließenden Mirakelbuch). Die in einen Rahmen aus rot-gelb-weißen Leisten eingepaßte Szene zeigt im größeren rechten Teil den mit roten Stricken an ein lateinisches Kreuz gebundenen Apostel Andreas, der nur mit einem blauen Perizoma bekleidet ist und in der Gestaltung dem gekreuzigten Christus im Lamspringer Psalter Cod. Guelf. 997 Helmst., 7v (Wolter-von dem Knesebeck Lamspringe, 447f.) gleicht. Die den Apostel verehrende Christenheit wird stellvertretend von der gesamten Gemeinschaft des Klosters Lamspringe repräsentiert, die um das Kreuz versammelt ist: Links befinden sich einige Laien, vermutlich der Vogt, Wohltäter und Mitglieder der weltlichen familia des Klosters, rechts direkt neben dem Kreuz steht der in ein weißes Chorherrenhabit gekleidete, an der Beischrift Gerhardus prepositus kenntliche Propst und Stifter des Codex, dahinter vier Nonnen mit Schleier. Eine weitere Konventualin trägt ein blaues Gewand, ihr Kopf ist bis auf eine Jungfrauen- oder Nonnenkrone unbedeckt. Ähnliche Kronen finden sich z. B. in einer um 1290 entstandenen Hs. aus dem Zisterzienserinnenkloster Medingen (Cambridge, UL, Ms. Add. 4080, 33r, Abb. in: W. Lipphardt, Mittelalterliche Musikhandschriften aus dem Kloster Medingen, Kr. Uelzen. Ein Bericht über Funde in europäischen Bibliotheken und Archiven, in: Uelzener Beiträge 5, 1974, 9–31, hier Taf. II, vgl. auch Schlotheuber Klostereintritt, 156–167). Links zu Pferde, durch eine Rahmenleiste von der Gemeinschaft der Gläubigen getrennt, der wiederum durch eine Beischrift identifizierte proconsul Egeas mit einem ebenfalls berittenen Begleiter. Die Initialen und wohl auch die Miniaturen stammen vermutlich von der Schreiberin und Illuminatorin Ermengarde, die auch Cod. Guelf. 204 Helmst. (hier auch Schreiberin), 480 Helmst. (nur Vorzeichnungen) und den zweiten Teil von Cod. Guelf. 903 Helmst. (75v–142r) illuminierte. Abb. der beiden Miniaturen finden sich in den meisten der unten gen. Publikationen.
Spätere Ergänzungen: Die als Lesehilfe dienende Interpunktion (I- bzw. U-Striche, rote Trennstriche) wurde offenbar nachträglich hinzugefügt.
Einband: Spätromanischer Holzdeckelband, mit braungefärbtem Schafsleder überzogen, nachträglich mit Streicheisenlinien und Blindstempelmotiven verziert. Einzelstempel Blattwerk: EBDB s000642. Lilie, Mittelblatt rhombisch, unterer Abschluss nicht lilienförmig: EBDB s002664. Intermittierende Wellenranke: EBDB s003674. Rosette, ein Blattkranz, fünfblättrig: EBDB s006428. Rosette, ein Blattkranz, siebenblättrig: EBDB s007621. Der bislang nur auf diesem Einband nachgewiesenen Werkstatt "Lamspringe I" (EBDB w000992) zugeschrieben. Drei Doppelbünde. Zwei Riemenschließen mit Ösenverschluss und zugehörige Dornen an der Kante des VD verloren.
Zusatzmaterial: Fragment eines Doppelbl. (abgelöster VS, separat geheftet, jetzt Vorsatzbl.): Pergament, ein Bl., ca. 27,5 × 18,5 cm. Schriftraum: 25 × 18,5 cm, zweispaltig, noch 30 Zeilen. Karolingische Minuskel, 10. Jh. Antiphonen, Responsorien, Psalmverse und Versikel nur anzitiert, in kleinerer Schrift abgesetzt, ohne Neumen. Rote Satzmajuskeln. Lectionarium officii. Im einzelnen ist enthalten: Ira 3 Lektionen (von der ersten nur der Schluss, gegliedert als Lectio II und Lectio III) aus Gregorius I papa: Homiliae in Evangelia 14,6, Druck: CC SL 141, 101f. Ira–va 3 Lektionen (nur die erste Rubrik Feria VI lectio I lesbar) aus Gregorius I papa: Homiliae in Evangelia 14,1–2, Druck: CC SL 141, 97f. Auf die erste Lesung folgt das Responsorium CAO 6898, auf die zweite CAO 7390 und auf die dritte CAO 7829. Iva–b Zu Philippi et Jacobi (1.5.) Ps 44,2 und Versikel CAO 8097 sowie 3 Lesungen: (Text setzt ein)[Jere]mie prophete inicium predicacionis Christi et [natale] sanctorum apostolorum Philippi et Jacobi … — … fullonis fuste in cerebro percussus occubuit. Die erste Lesung ist weitgehend aus den Martyrologien von Beda Venerabilis, Notker Balbulus und Ado Viennensis zusammengefügt, die beiden übrigen Passagen stimmen wörtlich mit dem anonymen Text PL 123, 184C–185B überein. Auf die erste Lesung folgt das Responsorium CAO 7429, auf die zweite CAO 7782, dazu in marg. nachgetragen CAO 6936. Ivb anschließend die Responsorien CAO 7111 (in marg. nachgetragen 7907), die Antiphon CAO 5309 sowie Ps 46,2 und Ps 60,2.
Entstehung der Handschrift: Gegen Ende des 12. Jh. im Benediktinerinnenkloster Lamspringe geschrieben, auf Bl. 1r entsprechender Besitzvermerk Liber sancti Adriani martiris in Lamespringe quem contulit ei Gerhardus quartus eiusdem loci prepositus. Zu Propst Gerhard (nachgewiesen 1178–1205) und seiner Rolle beim Bibliotheksaufbau siehe Härtel, 25f. (mit Abb. des Besitzvermerks).
Erwerb der Handschrift: Am 10.4.1572 mit den übrigen Lamspringer Codices in die Bibliotheca Julia in Wolfenbüttel überführt, 1588 von Eberhard Eggelinck im Verzeichnis der Pergamenthandschriften der Bibliotheca Julia (NLA – StA Wolfenbüttel, 1 Alt 22, 83, 22r–35v, hier 28v) als Liber Clementis vff Pergamein geschrieben in folio vnd brettern gebunden verzeichnet. 1614 im Gesamtkatalog von Liborius Otho (Cod. Guelf. A Extrav., p. 213 [208]) unter den Patres in folio et quarto als Libri Sancti Clementis manuscripti in pergameno mit der Signatur F 15 nachgewiesen. Seit 1618 in der Universitätsbibliothek Helmstedt, 1644 im Helmstedter Handschriftenkatalog (Cod. Guelf. 27.2 Aug. 2°, 3v) als Clementis Romani itinerarium sancti Petri latinè in membrana. Martyrologium, latinè in membrana unter den Theologici in folio beschrieben; im Handschriftenverzeichnis von 1797 (BA III, 51) unter Nr. 38 genannt.
Inhalt:
  1. 1r Tabula. Incipit prologus Rufini copritani[sic]. De itinerario predicationis sancti Petri apostoli prolato a beato Clemente papa … — … XIIII kal. Martii Passio sanctę Julianę virginis. III idus May Passio sancti Gandolfi martiris. … Angaben der Festtage rubriziert. Darüber Besitzvermerk (siehe oben) und Inhaltsangabe (Bastarda, 15. Jh., gleiche Hand wie in Cod. Guelf. 443 Helmst., 1r): Liber sancti Clementis.
  2. 1v–102r Ps.-Clemens I papa: Recognitiones interprete Tyrannio Rufino, versio epitomata.
    • (1v–2r) Tyrannius Rufinus: Prologus. >Incipit prologus Clementis episcopi ad Gaudentium<. Tibi quidem papa Gaudenti nostrorum decus insigne doctorum tantus ingenii vigor est … — … operis sui Clemens ipse quod sumat narrationis inicium. >Explicit prologus<.
    • (2r–102r) Textus. >Incipit Liber primus<. Ego Clemens in urbe Roma natus ex prima etate pudicicie studium gessi … — … quasi angelum eum aspiceret et non minorem ei gratiam quam apostolo exhiberet.
    Der Text ist vor allem um die lehrhaften Passagen gekürzt; die Buchgliederung der vollständigen Fassung ist jedoch mit einer Ausnahme beibehalten: lib. I 2r–12v, lib. II 12v–29v, lib. III 29v–45r, lib. IV 45r–52r, lib. V 52r–57v, lib. VI 57v–61v, lib. VII 61v–69v, lib. VIII 69v–77v, lib. IX 77v–82v (sonst beides lib. VIII), lib. X (sonst lib. IX) 82v–89v und lib. XI (sonst lib. X) 89v–102r.
    Textgeschichte: Die epitomierte Textfassung ist weitgehend identisch mit der des älteren Codex Leipzig, UB, Ms 190 (11. Jh., Corvey, später im Augustiner-Chorherrenstift Pegau), dem etwa gleichzeitigen Leipzig, UB, Ms 191 (1219 im im Augustiner-Chorherrenstift Lauterberg geschrieben) und der jüngeren Abschrift Berlin, SBBPK, theol. lat. fol. 177 (14. Jh., aus dem Dominikanerkloster in Magdeburg, vgl. dazu Rekognitionen in Rufins Übersetzung, siehe unten, XLIV–XLVI).
    Edition des vollständigen Texts
    • PG 1, 1205–1454;
    • Die Pseudoklementinen, Bd. 2: Rekognitionen in Rufins Übersetzung, hrsg. von B. Rehm, 2., verb. Aufl. von G. Strecker, Berlin 1994 (Die griechischen christlichen Schriftsteller der ersten Jahrhunderte 51), 3–371 (XXVI, XLVI Hs. genannt, Sigle p).
    Literatur
    • A. Harnack, Geschichte der altchristlichen Literatur bis Eusebius, Bd. 1: Die Überlieferung und der Bestand, 1. Halbbd., mit einem Vorwort von K. Aland, ND der 2., erw. Aufl., Leipzig 1958 (230 Hs. genannt, Sigle p);
    • BHL 6644 mit Novum Suppl.;
    • Stegmüller RB 208,3;
    • CPG 1015 (5);
    • CANT 209 (5).
  3. 102v–107v Ps.-Clemens I papa: Epistula Clementis ad Jacobum interprete Tyrannio Rufino. Clemens Jacobo domino et episcopo episcoporum regenti Hebreorum sanctam ecclesiam … Notum tibi facio domine quia Symon Petrus … — … sed et nunc exponere iam que precepit incipiam Amen. >Explicit liber sancti Clementis de itinerario beatissimi Petri apostoli<. Nach der Schlussrubrik als Teil des vorangehenden Werkes betrachtet.
    Textgeschichte: Auch in Cod. Guelf. 91 Weiss., 25v–34v.
    Edition
    • PG 1, 1205–1454;
    • PL 56, 731–40;
    • Rekognitionen in Rufins Übersetzung (siehe oben), 375–387.
    Literatur
  4. 107v–111r Passio sancti Clementis. >Incipit Passio beati Clementis pape et martyris<. >Explicit Passio sancti Clementis martyris<.
    Textgeschichte: Auch in Cod. Guelf. 48 Weiss., 160va–161vb (Schluss fehlt).
    • BHL 1848 mit Suppl. und Novum Suppl.;
    • CPL 2177.
  5. 111r–112v >Passio sanctorum Processi et Martiniani<.
    Textgeschichte: Auch in Cod. Guelf. 38 Weiss., 103va–104rb.
    • BHL 6947 mit Suppl. und Novum Suppl.;
    • CPL 2223.
  6. 112v–118v Passio sancti Apollinaris. >X kalendas Augusti Passio sancti Apollinaris episcopi<.
    Textgeschichte: Auch in Cod. Guelf. 38 Weiss., 103va–104rb.
    • BHL 623 mit Suppl. und Novum Suppl.;
    • CPL 2166.
  7. 118v–121v >Passio sanctorum Nazarii et Celsi pueri<. >Explicit passio sanctorum martirum Nazarii et CElsi pueri<.
    • BHL 6042 mit Novum Suppl.
  8. 121v–124v >Passio sanctorum Nerei et Achillei<.
    Textgeschichte: Auch in Cod. Guelf. 38 Weiss., 85vb–87va; ohne Vorrede in Cod. Guelf. 353 Helmst., 298ra–300rb.
    • BHL 6058 mit Suppl. und Novum Suppl.;
    • CPL 2214.
  9. 124v–125v >Rescriptum Marcelli<.
    Textgeschichte: Auch in Cod. Guelf. 38 Weiss., 87va–88rb; mit abweichendem Schluss in Cod. Guelf. 353 Helmst., 300rb–301rb.
    • BHL 6060 mit Suppl. und Novum Suppl.;
    • CPL 2214.
  10. 126r–v Passio sanctarum Petronillae et Feliculae. >De obitu Petronelle et passio Felicule virginis<.
  11. 126r–v Passio sanctorum Eutychetis, Victorini et Maronis. >Rescriptum de passione eorum<. Eutices Victorinus et Maro servi domini nostri Marcello. Cum sic venerint littere tue ad sanctos dei Nereum et Achilleum … — … et ecclesiam Christi fabricaverunt in nomine eius in qua prestantur beneficia domini usque in hodiernum diem.
    • BHL 6063 und 6064;
    • CPL 2214.
  12. 127v–129r Passio sanctae Domitillae et sociorum eius. >Incipit de passione Domitillę et Eufrosinę ac Theodorę Sulpitii quoque ac Serviliani sponsorum ipsorum<.
  13. 129r–132v Passio sanctorum Gallicani, Johannis et Pauli. >Passio Johannis et Pauli<. Sub Constantino augusto Gallicano duce romani exercitus Persarum gens que Syriam invaserat victa est … — … et ab ipso Terentiano descripta est passio ista sanctorum ad laudem domini nostri Ihesu Christi qui cum patre et spiritu sancto vivit et regnat deus in secula seculorum Amen.
    • BHL 3226 und 3238 mit Suppl. und Novum Suppl.;
    • CPL 2193.
  14. 132v–137r Passio sanctorum Cypriani, Justinae et Theoctisti. >IIII kalendas Octobris passio Justinę virginis<. >Explicit conversatio sanctę Justinę virginis<.
  15. 137r–146v Poenitentia seu confessio Cypriani. >Incipit penitentia Cypriani<. >Finit penitentia<.
  16. 146v–148v Passio sanctorum Cypriani et Justinae. >IIII kalendas Octobris passio Cipriani et Justinę virginis<.
  17. 149r–163r Gregorius Turonensis: Liber de miraculis beati Andreae apostoli. >II kalendas Decembris Actus et passio sancti Andreę apostoli<. >Expliciunt actus et Passio sancti Andreę apostoli<.
    Textgeschichte: Jeweils mit Kapitelverzeichnis in Cod. Guelf. 497 Helmst., 30v–50v; 48 Weiss., 36va–57va (diese Hs. auch in den Editionen benutzt, Sigle 2a).
    Editionen
    • MGH SS rer. Merov. 1,2, 376–396;
    • CC SA 6, 550–651.
    – 163v leer.
  18. 164r–175r De miraculis beati Thomae apostoli. >Passio sancti Thomę apostoli et actus eius<.
    Textgeschichte: Auch in Cod. Guelf. 497 Helmst., 75r–92r; 48 Weiss., 84ra–101rb.
    Edition
    • Acta Thomae. Graece partim cum novis codicibus contulit partim primus edidit … M. Bonnet, Leipzig 1883 (Supplementum Codicis Apocryphi 1), 96–132 (nach Cod. Guelf. 48 Weiss.);
    • K. Zelzer, 45–77 (XLVIII Hs. genannt).
    • BHL 8140 mit Novum Suppl.;
    • CPL 1028;
    • CANT 245.II.2.
  19. 175v–181r Passio sancti Pantaleonis. >VI kalendas Augusti Passio sancti Pantaleonis martiris<.
    Textgeschichte: Auch in Cod. Guelf. 71.2 Aug. 2°, 90r–94vb; 11.2 Aug. 4°, 1ra–13rb.
  20. 181r–186v Passio sancti Kiliani. >Passio sancti Kyliani et sociorum eius<.
    Textgeschichte: Auch in Cod. Guelf. 71.2 Aug. 2°, 63va–67ra; eine Bearbeitung in Cod. Guelf. 324 Helmst., 143va–b.
  21. 186v–189r Vita sancti Burchardi episcopi Herbipolensis. >II idus Octobris vita Burchardi confessoris<.
    Textgeschichte: Auch in Cod. Guelf. 38 Weiss., 144ra–145va.
  22. 189r–194r Passio sanctae Julianae. >Passio sanctę Julianę virginis XIIII kalendas Martis<.
    • BHL 4522 γ mit Suppl. und Novum Suppl.;
    • CPL 2201.
  23. 194r–200v Passio sancti Gangolfi. >III idus May Passio sancti Gangolfi martiris<.
    Textgeschichte: Ohne Prolog und Schluss auch in Cod. Guelf. 289 Helmst., 92ra–va; Epitome in Cod. Guelf. 419 Helmst., 250rb–251ra.
    • BHL 3328 mit Novum Suppl.
  24. 200v–201v Miracula sancti Thomae apostoli in India facta. >De sancto Thoma apostolo<. Patriarcha regis Indorum [spatio] unius anni oracionis gracia navigio Romam veniens … — … audiens itaque Kalixtus papa secundus tanta de miracula cum omni populo et clero deum benedixit in secula seculorum Amen. Im 14. oder 15. Jh. nachgetragen.
    Textgeschichte: Ähnlich in Cod. Guelf. 388 Helmst., 19rb–20rb.
    • BHL Novum Suppl. 8145d.
Bibliographie

Korrekturen, Ergänzungen:
  • Manuscripta Mediaevalia Objektnummer hinzugefügt (schassan, 2019-08-20)
  • Normdaten ergänzt bzw. korrigiert. (schassan, 2015-09-04)

Abgekürzt zitierte Literatur

BHL Bibliotheca hagiographica Latina antiquae et mediae aetatis, Bd. 1–2, hrsg. von den Socii Bollandini, Bruxelles 1898–1901, Suppl. ed. altera, Bruxelles 1911, Novum suppl. hrsg. von H. Fros, Bruxelles 1986
CALMA C.A.L.M.A. Compendium auctorum latinorum medii aevi, hrsg. von M. Lapidge u. a., Bd. 1–, Firenze 1999–
CANT Clavis apocryphorum Novi Testamenti, hrsg. von M. Geerard, Turnhout 1992
CAO R.-J. Hesbert, Corpus antiphonalium officii, Bd. 1–6, Rom 1963–1979 (Rerum ecclesiasticarum documenta. Series maior 7–12)
CC SA Corpus Christianorum. Series apocryphorum, Bd. 1–, Turnhout 1983–
CC SL Corpus Christianorum. Series Latina, Bd. 1–, Turnhout 1954–
Cohen-Mushlin A. Cohen-Mushlin, Scriptoria in medieval Saxony: St. Pancras in Hamersleben, Wiesbaden 2004
CPG Clavis patrum Graecorum, Bd. 1–6, hrsg. von M. Geerard und J. Noret, Turnhout 1974–2003 (Corpus Christianorum. Series Graeca)
CPL Clavis patrum Latinorum, hrsg. von E. Dekkers, Steenbrugge u.a. 31995 (Corpus Christianorum. Series Latina)
EBDB Einbanddatenbank (http://www.hist-einband.de/, besonders die Sammlung Wolfenbüttel)
El-Kholi S. El-Kholi, Lektüre in Frauenkonventen des ostfränkisch-deutschen Reiches vom 8. Jahrhundert bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts, Würzburg 1997 (Epistemata 203)
Germania Benedictina Germania Benedictina, hrsg. von der Bayerischen Benediktiner-Akademie München in Verbindung mit dem Abt-Herwegen-Institut Maria Laach, Bd. 1–, St. Ottilien 1994–
Härtel H. Härtel, Geschrieben und gemalt. Gelehrte Bücher aus Frauenhand. Eine Klosterbibliothek sächsischer Benediktinerinnen des 12. Jahrhunderts, Wiesbaden 2006 (Ausstellungskataloge der Herzog August Bibliothek 86)
Heinemann O. von Heinemann, Die Helmstedter Handschriften, Bd. 1–3, Wolfenbüttel 1884–1888, Nachdruck Frankfurt/M. 1963–1965 (Kataloge der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel, Die alte Reihe 1–3)
Heinrich der Löwe und seine Zeit Heinrich der Löwe und seine Zeit. Herrschaft und Repräsentation der Welfen 1125–1235. Katalog der Ausstellung Braunschweig 1995, Bd. 1: Katalog, hrsg. von J. Luckhardt und F. Niehoff, München 1995
Krämer S. Krämer, Handschriftenerbe des deutschen Mittelalters, Bd. 1–3, München 1989–1990 (Mittelalterliche Bibliothekskataloge Deutschlands und der Schweiz, Ergänzungsband 1)
Krone und Schleier Krone und Schleier. Eine Ausstellung der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, in Kooperation mit dem Ruhrlandmuseum Essen vom 19. März bis 3. Juli 2005, hrsg. von der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn und dem Ruhrlandmuseum Essen, Katalogkoordination: J. Frings, München 2005
Oldermann-Meier R. Oldermann-Meier, Der Kirchenschatz des ehemaligen Benediktinerinnenklosters Lamspringe. Zusammensetzung und Einziehung zur Zeit der lutherischen Reformation, in: Die Diözese Hildesheim in Vergangenheit und Gegenwart 66 (1998), 111–146
PG Patrologiae cursus completus. Series Graeca, Bd. 1–161, hrsg. von J. P. Migne, Paris 1857–1866
PL Patrologiae cursus completus. Series Latina, Bd. 1–221, hrsg. von J. P. Migne, Paris 1844–1865
Schönemann C. P. C. Schönemann, Zur Geschichte und Beschreibung der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel, in: Serapeum 18 (1857), 65–91, 97–107
Schönemann Merkwürdigkeiten 2 C. P. C. Schönemann, Merkwürdigkeiten der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel, Bd. 2: Zweites und drittes Hundert, Hannover 1852
Stegmüller RB F. Stegmüller, Repertorium biblicum medii aevi, Bd. 1–11, Madrid 1950–1980
Waitz/Holder-Egger G. Waitz und O. Holder-Egger, Aus neueren Handschriftenverzeichnissen, in: Neues Archiv der Gesellschaft für Ältere Deutsche Geschichtskunde 11 (1886), 418–425

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