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Beschreibung von Cod. Guelf. 96a Weiss.
Die illuminierten Handschriften der Herzog August Bibliothek. Teil 1: 6. bis 12. Jahrhundert, beschrieben von Stefanie Westphal (in Bearbeitung)
Handschriftentitel: Liber scintillarum (Fragment)
Entstehungsort: Weißenburg
Entstehungszeit: 9. Jh., 1. Drittel
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: 1 Bl.
Format: 20,5 × 14 cm
Zustand: Fragment, aus 5 Streifen Pergament zusammengesetzt.
Seiteneinrichtung: 1v einspaltig, 1r zweispaltig. 16,5 × 11,5 cm, einspaltig, 34 Zeilen.
Hände: Karolingische Minuskel von einer Hand.
Schrift: Inicipit und Textanfang in roter und schwarzer Capitalis, 1r zeilenweise farbig wechselnd. Capitulabezeichnungen mit jeweils rot gefülltem Anfangsbuchstaben. 1v Autorennamen im Text gelb überstrichen.
Inicipit und Textanfang in roter und schwarzer Capitalis, 1r zeilenweise farbig wechselnd. Capitulabezeichnungen mit jeweils rot gefülltem Anfangsbuchstaben. 1v Autorennamen im Text gelb überstrichen.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck:
    2 Zierinitialen.
  • Initialen:

    Zum Incipit auf 1r und zum Text (1v) jeweils eine Zierinitiale (1r 4,5; 1v 2,5. Initiale auf 1r mit Füllmuster, 1v unverziert mit einfacher Farbfüllung. Als Füllmotiv dient ein Flammenmuster, hier wellenförmig verlaufend (1r). Im Besatz schlanke, lappige Halbpalmetten mit nach hinten gebogener Spitze (1r und 1v) und fadenförmiges Flechtband mit zum Teil farbig gefüllten Bretzelschlingen (1v).
  • Farben:

    Minium, schwarz und freigelassene Flächen.
Geschichte der Handschrift: Das Fragment wurde von Bischoff Katalog 3, Nr. 7429 nach Weißenburg gegeben und in das erste Viertel des 9. Jahrhunderts datiert. Seine Initialausstattung spricht eindeutig für die Zugehörigkeit zum Weißenburger Skriptorium. Besonders enge Parallelen liegen zu den Füllmotiven des Flammenmusters (1r; vgl. 72 Weiss. und 74 Weiss.), den lappigen Palmetten und schlanken Initialformen (vgl. 3 Weiss.) sowie dem dünnen Fadengeflecht vor (1v; vgl. 72 Weiss.). Darüberhinaus zeigen 3 Weiss. und 74 Weiss. sehr ähnliche verschachtelte Schriftzüge als Auszeichnungsschriften in schwarzer und roter Capitalis (3 Weiss., 74 Weiss. und 13 Weiss.). Dieser Kontext ergibt eine Datierung des Fragments in das 1 . Drittel des 9. Jahrhunderts.
Provenienz der Handschrift: Die 5 Pergamentstreifen, aus denen sich das Fragment zusammensetzt, stammen ursprünglich aus den Falzen von 96 Weiss. (zur Handschrift vgl. Butzmann Weißenburg, 274-278).
Inhalt:
1r-1v Defensor Locogiacensis: Liber scintillarum. 1r: Capitula XVIIII-LX (Register), Cap. 1,1; 1v: Cap. 7,1-23. (CC SL 117, 1, 1 und 7, 1-23).
Bibliographie

Korrekturen, Ergänzungen:
  • Lizenzangaben korrigiert (schassan, 2020-04-17)

Abgekürzt zitierte Literatur

Bischoff Katalog 3 B. Bischoff, Katalog der festländischen Handschriften des neunten Jahrhunderts (mit Ausnahme der wisigotischen), Teil 3: Padua–Zwickau, aus dem Nachlass hrsg. von B. Ebersperger, Wiesbaden 2014
Butzmann Weißenburg H. Butzmann, Die Weissenburger Handschriften, Frankfurt/M. 1964 (Kataloge der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Die Neue Reihe 10)
CC SL Corpus Christianorum. Series Latina, Bd. 1–, Turnhout 1954–

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