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Beschreibung von Halberstadt, Historisches Stadtarchiv, M 177
Katalog der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriften in Halberstadt. Verzeichnis der Bestände der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Domschatz zu Halberstadt, und des Historischen Archivs der Stadt Halberstadt, bearbeitet von P. Carmassi, Wiesbaden 2018
Handschriftentitel: Johann Philpp Hein, Systema theologicum
Entstehungsort: Berlin
Entstehungszeit: 18. Jh. Zweites Viertel
Beschreibstoff: Papier
Umfang: I, 530 S.
Format: 20,7 × 17 cm
Seitennummerierung: Originalpaginierung in schwarzer Tinte (1-527). Modern vervollständigt (Bleistift).
Lagenstruktur: II-2. 3 IV (S. 46) 61 II (S. 530). Von der ersten Lage sind die ersten zwei Blätter als VS dem Pappeinband geklebt. Die letzten zwei Blätter, die vermutlich als vorderes Schutzblatt dienten, sind abgeschnitten worden. Von der letzten Lage sind die letzten zwei Blätter als HS aufgeklebt. Lagenzählung durch Buchstaben a/b/c/ … aa/ … aaa …
Seiteneinrichtung: Schriftraum: Schriftraum: 15-17 × 8 cm. Ca. 20-22 Zeilen.
Hände: Horizontal gefaltete Blätter als Konzepthandschrift nur hälftig beschrieben. Marginalien von mindestens zwei weiteren Händen. Unterstreichungen mit Tinte (Rot, Schwarz) und Bleistift.
Einband: Pappeneinband, mit Kiebitz-Papier überzogen. Auf dem Rücken Signaturschild M 177. Auf dem VS zwei Signaturen (Bleistift): Theol. IV. C. 26; 7044. Auf dem VS auch eine Einkaufsliste (?): Zünder 2 - 6Brot Caffee 1- 6 … 2 Bier 6 - 4Caffee 1 -3Brot Käse Butter 2 - 8Tabak 1 - 8.
Entstehung der Handschrift: Die Handschrift entstand höchstwahrscheinlich in Berlin, wo Johann Philipp Hein als Rektor des reformierten Joachimstaler Gymnasiums tätig war. Siehe zu dieser Person auch Halberstadt, Historisches Stadtarchiv, M 189.
Provenienz der Handschrift: Die Handschrift war nach dem 2. Weltkrieg als Beute in die Sowjetunion gekommen. An die Bundesrepublik Deutschland restituiert, gelangte sie zuerst nach Lübeck, von dort 2004 an das Historische Stadtarchiv zu Halberstadt.
Inhalt:
  • Ir Titelblatt: Systema theologicum a celeberrimo ac doctissimo viro Johanne Philippo Heinio S. S. Theologiae Doctore Professore et Rectore Gymnasii Regii Joachimici dictato et calamo excepto … Fußsteg mit Namen des Schreibers und eventuell Ort und Datum abgeschnitten. Schmidt (1881), 177, S. 18, reiht die Handschrift unter den Schulheften Gillets ein. Johann Friedrich Gillet hatte das Joachimstaler Gymnasium besucht. Vgl. Schmidt (1881), 172, S. 17 und Halberstadt, Historisches Stadtarchiv, M 189, M 191, M 193, M 195. Eine weitere Handschrift Gillets, die als verschollen galt, ist aus Russland zurückgekommen und wurde zuletzt in der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin. Preußischer Kulturbesitz, als Depot aufbewahrt. Es handelt sich um die Handschrift mit ehemaliger Signatur M 219, vgl. Schmidt (1881), 219, S. 21 (Freundliche Mitteilung von Eef Overgaauw, Leiter der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz). Die Handschrift war zuerst nach Lübeck, Bibliothek der Hansestadt gelangt. Von dort war sie 2012 der Staatsbibliothek zu Berlin gegeben worden. Zu weiteren Beispielen einer falschen Zuweisung bei der Restitution siehe Patrizia Carmassi, Bücherschicksale: Zwei ehemalige Handschriften aus der Stadtbibliothek zu Lübeck wieder aufgefunden (Ms. theol. lat. 44 und Ms. theol. lat. 201), in Wolfenbütteler Notizen zur Buchgeschichte 37 (2012), S. 41-53. Die Handschriften olim M 219, M 68 und M 37 sind nun an das Historische Stadtarchiv von Halberstadt im August 2015 zurückgegeben worden, nachdem die Provenienz aus Halberstadt geklärt wurde. Siehe Einleitung in diesem Band.
  • S. 1-527 Johann Philipp Hein: Systema Theologicum. Caput 1 de Theologia. § 1 Theologia est scientia de rebus divinis …
    • (S. 1) Auf dem Kopfsteg L. D. O. M. B. V. [= Laus Deo Omnipotenti Mariae Beatae Virgini?].
    • (S. 528-529) Inhaltsverzeichnis. Kapitel 1 bis 20. Endet mit: SOLI DEO GLORIA.
    • (S. 530) leer.
Bibliographie

Abgekürzt zitierte Literatur


Dieses Dokument steht seit dem 1.März 2013 unter einer Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz (CC BY-SA).

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