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Beschreibung der Handschrift Lübeck, Stadtbibliothek, Ms. hist. 2° 73
Verzeichnis der Handschriften historischen Inhaltes auf der Stadtbibliothek zu Lübeck, 63r64r. Bearbeitet von Anne Harnisch, 2017.
Gefördert durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.
Handschriftentitel: Hansereceß vom 24.VI.1418. Hanserecesse. Hansisches Privilegienbuch. Auslieferung der Rechte und Privilegien an den Kaiser
Entstehungszeit: 16. und 17. Jh.
Beschreibstoff:
  • Papier
  • Die Handschrift umfasst vier Faszikel, von denen das vierte derzeit nicht in der Stadtbibliothek Lübeck vorhanden ist.
Umfang: II + 83 + III Bl.
Format: 31 × 20,5 cm.
Seitennummerierung: II + 83 + III Bl. eigene Zählung
Hände: 5 verschiedene Hände des ausgehenden 16. und des beginnenden 17. Jh.;
  • die erste Hand schrieb Bl. 1r–3v,
  • die zweite Bl. 5r–9v,
  • die dritte Bl. 11r–75r,
  • die vierte Bl. 75v–78v,
  • die fünfte Bl. 78v–83v,
  • nicht selten findet sich [Johann Karl Heinrich] Dreyers Hand, z. B. auf einem zwischen Bl. 71 und 72 eingefügten Blatt, wo er einen lateinischen Titel schrieb;
Spätere Ergänzungen: in dem niederdeutschen Teil finden sich Bleistiftnotizen am Rande, ebenfalls mittelniederdeutsch und von nicht viel jüngerer Hand.
Einband: Die in sich gehefteten Lagen liegen zur Zeit lose in einem Pappumschlag [Ergänzung auf S. 63v: in einer Mappe aus blauen Pappdeckeln mit Lederrücken und Ecken].
Hauptsprache: Latein (1r–3r), Mittelniederdeutsch (5r–71v), Hochdeutsch (72r–83v)
Inhalt:
  1. 1–4 Hansereceß vom 24.VI.1418. Leges Hanseaticae | Bona ordinatio Civitatum Hansae | extracta de Cronico b. Hermanni | Korner ordinis praedicatorum. Dies die Überschrift Bl. 1r; in der Ausgabe der Chronik [Hermannus] Korners durch [Jakob] Schwalm, Göttingen 1895 findet man die entsprechende Stelle, allerdings ohne den Auszug aus den Bestimmungen selbst, S. 416 Civitates de Ansa – 417 regis; nach einer Anmerkung ebendort handelt es sich um einen Auszug aus den ersten 30 Paragraphen der Statuten vom 24.VI.1418, doch sind hier nur 21 derselben wiedergegeben; die Statuten selbst sind abgedruckt in: Die Recesse … der Hansetage von 1256–1430, Leipzig 1889 S. 534 ff. Bl. 1r–3v; Bl. 4 leer.
  2. 5–10 Hanserecesse. Artikel gemaket und beschlatenn | vann den Erbernn ghemenen | Anze Stedenn e uthgetagenn | uth denn Recessenn van denn | Jarenn M IIIIc–XVII, XXIII, XXVI, XXXIIII, XLVII, LXX, XCVIII, XVc VII, XVcXI, XVcXVII. Dies die Überschrift Bl. 5r; daneben finden sich folgende Namen: Johan Wegnighusen. B. to. Derpt, Herman Lip Rath. von Reuel; einige weitere Namen stehen rechts am Rande, doch sind sie durch den Schnitt verstümmelt: Johan von Do … wege B. to i … gen (?)schevi (?) … R. to Darp … , Johann Duss … borch … ? … ; Text Bl. 5r–9v, Bl. 10 leer.
  3. 11r–71v Hansisches Privilegienbuch. Privilegium Magni de Anno 1278. Erste Überschrift Bl. 11r; es folgen Bl. 14r 2. Privilegium Erici Regis Daniae; Bl. 15r: 3. Privilegium Magni et Haqi; Bl. 25r: 6. Privilegium Woldemari Regis Daniae; Bl. 29r: 7. Privilegium Alberti Regis Seuueciae de Anno 1368; Bl. 34v: 8. Privilegium Christierni Regis Daniae, Segeberg 1496; Bl. 50v: 11. Privilegium Christierni Regis Daniae de Anno 1471 Lubecae; Bl. 53r: 12. Privilegium Christierni Regis Daniae; Bl. 59r: 14. Privilegium Christierni Regis Daniae; Bl. 62r: 15. Privilgium Friederici Regis Daniae de Anno 1524. Die letzten Bl. 70 und 71 bildeten die ersten einer neuen Lage, deren übrige Blätter fehlen.
  4. 72r–83v Auslieferung der Rechte und Privilegien an den Kaiser. Copia litterarum, quibus civitates Hanseaticae injunctam ab Imperatore editionem privilegiorum Hanseaticorum deprecati sund a. 1606 [Juni, 26]. Titel von Dreyers Hand, vergleiche Becker, Geschichte der Stadt Lübeck, II, 1784, S. 320f.; Bl. IIr: Inscriptio Archivi Hanseatici Lubecae adservati, von einer Hand des 18. Jh.
Geschichte der Handschrift: Die Handschrift entstammt dem Nachlaß J. C. H. Dreyers, dem sie mit anderen Einzelstücken verwandten Inhaltes entnommen wurde, um mit diesen zusammen eine Sammelmappe unter den historischen Handschriften abzugeben; vier von den fünf Stücken wurden in den Dreyerschen Nachlaß zurückgelegt und zwar in diejenige Mappe, der sie vermutlich entnommen wurden (vergleiche Dreyer 105, 2a–d); zurückbehalten wurden sieben Lagen, die den Spuren einer früheren Heftung gemäß, einmal einen gemeinsamen Einband hatten, z. T. auch heute noch zusammenhängen; nur die beiden letzten Lagen weisen in der Heftung geringe Abweichungen auf, doch haben die folgenden Schutzblätter dasselbe Wasserzeichen wie das Vorsatzblatt von der ersten Lage.
Erwerb der Handschrift: Zurück aus SU (ohne Nr. 3!)
Bibliographie

Abgekürzt zitierte Literatur


Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (copyright information)