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Beschreibung der Handschrift Lübeck, Stadtbibliothek, Ms. Lub. 2° 116
Paul Hagen, Handschriftenkatalog der Lubecensien, Lübeck 1936, 88r89r. Bearbeitet von Anne Harnisch, 2018.
Gefördert durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.
Handschriftentitel: Johann Brokes. Heinrich Brokes
Bemerkung: Papier -- 15 Bl. + 683 S. + 2 Bl. -- 33 x 20 cm — 17. Jh. (1603–1620)Derzeit nicht im Bestand der Stadtbibliothek Lübeck vorhanden.
Frühere Signatur: V. L. G. 26

15 bisher ungezählte Bl. + 683 S. alter Zählung + 2 leere Bl. (S. 1–683: 1603–1620). Von der Hand des Bürgermeisters Heinrich Brokes. Neuer Einband mit dem Titelaufdruck Henrich Brokes Tagebuch 1603–1620. Derzeit nicht im Bestand der Stadtbibliothek Lübeck vorhanden.

Inhalt:
  1. 1r–14v Johann Brokes: Letztwillige Verfügungen. Niederdeutsch. Bl. 1r Meines Sell. Vattern H. Johan Brokes disposition und ordnung seiner guter undter seiner frawen und Kindern Aus seinem Houbt Rentebuche. Bl. 15 leer. Johann Brokes, der Vater von Heinrich Brokes schreibt noch niedersächsisch, aber nicht mehr rein, oft ohne alle Construction (Pauli in der Zeitschrift des Vereins für Lübeckische Geschichte I (1860), 84. Über den Inhalt vergleiche Pauli a. a. O. S. 84–86.
  2. 1–683 Heinrich Brokes: Tagebuch von 1603–1620. Das so genannte Tagebuch besteht aus eigenhändigen Aufzeichnungen des 1623 verstorbenen Bürgermeisters Heinrich Brokes aus den Jahren 1603–1620. Es ist eine Hauptquelle für die Geschichte der Teilnahme Lübecks an den Kriegen der Stadt Braunschweig mit ihrem Herzoge von 1605 bis 1619, und den in eben diese Jahre fallenden Streitigkeiten Lübecks mit König Christian IV von Dänemark und enthält außerdem Mitteilungen über die Verhandlungen des Rats mit der Bürgerschaft, die für die Geschichte der Lübeckischen Verfassung wichtig sind, und viele interessante Einzelheiten über die kirchlichen und bürgerlichen Zustände Lübecks in jener Zeit (Pauli a. a. O. S. 79). S. 1 Kurtze Verzeichnus Meines Säligen Vatters Hern Johan Brokes etwa Eltesten Burgermeisters alhie zu Lubeck Ankunfft und Leben, dabey auch meiner Mutter Catharinen Brokes, wie auch meiner Schwestern und Brüder gelegenheit leben und Sterben wirt [übergeschrieben] vermeldet, Nebenst Ausfhürlicher erzhelung und Anmerkung, was mir Henrich Brokes die Zeit [über durchstrichenem tage] meiner Pillgrimschafft und Wallfahrt, an glück und widerwertichkeit guten und losen tagen begegnet, und was sonderlich von mir durch gottes gnade verrichtet worden. Aus dem Tagebuch ist der die Hanseatische Gesandschaft nach Spanien in den Jahren 1606–1607 betreffende Abschnitt im Jahr 1774 von dem Hamburgischen Canonicus Ziegra veröffentlicht in Dr. Nic. Wilkens Nachricht von der 1606 und 1607 an den König von Spanien abgeordneten Gesandschaft u. s. w. Den vollständigen Inhalt hat in lebensfrischer ZusammenstellungPauli, Aus dem Tagebuch des Lübeckischen Bürgermeisters Henrich Brokes mitgeteilt in der Zeitschrift des Vereins für Lübeckische Geschichte I (1860) S. 79–92, 173–183, 281–347; II (1867) S. 1–37, 254–296, 367–470. H. Brokes ist mit Mantels in der ADB 3, 346–349 einer der größten Bürgermeister zu nennen, die Lübeck je gehabt hat.
Bibliographie

Abgekürzt zitierte Literatur

ADB Allgemeine deutsche Biographie auf Veranlassung und mit Unterstützung Seiner Majestät des Königs von Bayern Maximilian II. hrsg. durch die Historische Commission bei der Königl. Akademie der Wissenschaften, 2., unveränd. Aufl., Neudr. der 1. Aufl., Leipzig 1875–1912, Berlin 1967–1971

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