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Beschreibung der Handschrift Lübeck, Stadtbibliothek, Ms. Lub. 2° 596
Paul Hagen, Handschriftenkatalog der Lubecensien, Lübeck 1936, 347r350r. Bearbeitet von Anne Harnisch, 2018.
Gefördert durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.
Handschriftentitel: Das Lübische Recht. Niederes Recht. Ein Schreiben Lübecks an Schweden 1568. Lübisches Seerecht. Kaiserliches Malefizrecht. Kaiserlicher Artikelsbrief. Vier Zeitgedichte. Etliche Verträge zwischen den Königen von Dänemark und der Stadt Lübeck samt andern Hansestädten. Der Vertrag von Stettin (1570) betr. Provinz Livland. Magelosa. Anfang der Lüb. Chronik von Hermann Bonnus. Vertrag zwischen Schweden und Lübeck von 1570. Lobgedicht auf Schweden. Alte deutsche juristische Wörter. Recess zwischen Senat und Bürgerschaft vom 26. August 1535. Supplication von unterzeichneten Bürgern an den Rat vom 14 Oct. 1597 wegen des Handels auf Russland. Lat. Gedicht auf die Ermordung des Kardinals Andreas Bathory. Das Schicksal Polens im Jahr 1600. Intercessionsschreiben des Russischen Kanzlers an den Rat von Lübeck 1600. Von der Ratswahl u. a. Ratslinie bis 1619. Die vier grossen Ämter
Bemerkung: 242 Bl.
Format: 28 × 20,5 cm
— 16.–17. Jh.
Frühere Signatur: V. L. G. 27

242 Bl. (62v, 96, 118v, 121, 147, 169v, 175v, 177v, 178v–187v, 196r, 204v, 206v–214r, 215v, 216, 238v–241r, 242v leer, nach Bl 120 ein Bl. ausgerissen). Einband: 1579, Bl. 196v: 1597, Bl. 215r, 217r: 1600, Bl. 206r: 1609, Bl. 238r: 1619. Von mehreren Händen. Niederdeutsch, Hochdeutsch und Mischsprache. Nach Hach, D. a. Lüb. Recht S. 139 wie Ms. Lub. 8° 589 früher im Besitz von Chr. G. Overbeck. Holzband mit gepreßtem Schweinsleder und 2 Schließen. Die Pressung zeigt auf beiden Seiten das Bild der Gerechtigkeit mit der Unterschrift: Justicia(e) quisquis pictu(ram) lumine cernis und das der Lucrecia mit der Unterschrift: Casta tulit magnae formae Lucr(cia) laude(m). Aufgedruckt sind: R V M A (vermutlich die Anfangsbuchstaben des ersten Besitzers und seine Bezeichnung als magister srtium) und die Jahreszahl 1579. Zurück aus SU bzw. DDR III (2002).

Inhalt:
  1. 1–62r Das Lübische Recht. Mit Register Bl. 55–62r. Vergleiche Hach a. a. O. S. 139.
  2. 63r–86v Niederes Recht.
  3. 87r–88v Ein Schreiben Lübecks an Schweden 1568.
  4. 89r–95v Lübisches Seerecht.
  5. 97r–110v Kaiserliches Malefizrecht. Mit ‚Langen Speisenn Recht‘.
  6. 111r–118r Kaiserlicher Artikelsbrief. Mit ‚gerechticheit des Schultheisen, gerichtschribers und webels‘ und ‚Munsterung gebrauch‘.
  7. 119r–120v Vier Zeitgedichte. a) Der Hollander Gedichte b) Der Lubschen Gedichte. Sie sind wahrscheinlich 1532 in Lübeck entstanden und von Mantels in der Zeitschrift des Vereins für Lübeckische Geschichte I (1860), S. 116 nach Ms. Lub. 808 Bl. 90 des Staatsarchivs mitgeteilt und bei Liliencron, die Histor. Volkslieder der Deutschen Bd. 4 n 436, 437 abgedruckt. c) ein weiteres Spottlied auf die Hansestädte, das dem unter a) angeführten sehr ähnlich ist, mit dem Anfang De Lubschen krigen alse kinder. 14 Verse. Dasselbe Gedicht (mit einigen Abweichungen und etwas ausführlicher), in 20 Versen, hat Rehbein in seiner Chronik Ms. Lub. 65 S. 897 eingetragen mit dem Vermerk, daß er es 1616 gefunden habe.) d) ein Spottlied (18 Verse) auf den Hauptmann (Peter von Cöln, auf den noch 2 lateinische Verse folgen) mit dem Anfang: Eine klage Jsth groet her honetman min.
  8. 122r–146v Etliche Verträge zwischen den Königen von Dänemark und der Stadt Lübeck samt andern Hansestädten.
  9. 148r–155v Der Vertrag von Stettin (1570) betr. Provinz Livland.
  10. 155v Magelosa. Das Gedicht auf das schwedische Admiralschiff, das 1564 von den Dänen und Lübeckern genommen, und danach durch Unvorsichtigkeit eines Lübecker Soldaten in die Luft gesprengt wurde, ist nach der unter 7) angeführten Handschrift von Mantels a. a. O. abgedruckt; die vorliegende Handschrift hat im ersten Vers der zweiten Strophe richtig steit statt striht bei Mantels.
  11. 156r–169r Vertrag zwischen Schweden und Lübeck von 1570.
  12. 170r–175r Anfang der Lüb. Chronik von Hermann Bonnus.
  13. 176r–177r Lobgedicht auf Schweden. Überschrift: Ein Leidt wegen Sweden rick, siner doget haluen gemacket. Auf: Wer dass elende lowen wil, der macke sick und fahre dar hin So verne ju Sweden reiche. 29 Strophen, in Strophe 4 wird der Friedensvertrag zu Stettin mit der Jahresangabe 1571 erwähnt.
  14. 178r Alte deutsche juristische Wörter. 5 unwesentliche Zeilen von späterer Hand.
  15. 188r–195v Recess zwischen Senat und Bürgerschaft vom 26. August 1535.
  16. 196v–204r Supplication von unterzeichneten Bürgern an den Rat vom 14 Oct. 1597 wegen des Handels auf Russland.
  17. 205r–206r Supplication von den Aeltesten der Schonenfahrer mit Ausnahme von Jürgen Powelsen. 1609. Wegen Besichtigung der Mühlen und nicht Beschwerung des vorhin gewöhnlichen Trinkgeldes.
  18. 214v Lat. Gedicht auf die Ermordung des Kardinals Andreas Bathory. [1599] Auf: O dolosum strategema, quo perijt talis gemma 19 Verse Bathoreae stirpis clarae astu Austriae anarae.
  19. 215r Das Schicksal Polens im Jahr 1600. Latein.
  20. 217r Intercessionsschreiben des Russischen Kanzlers an den Rat von Lübeck 1600. Nur die Anschrift.
  21. 217v–218v Von der Ratswahl u. a. Ratswahl, Ratseid, spöttische Bezeichnung einzelner Patriziergeschlechter, Truppenaufgebot für den Türkenkrieg. Vergleiche zu Ms. Lub. 4° 184 (Mappe Ms. Lub. 2° 172 etc.).
  22. 219r–238r Ratslinie bis 1619. Niederdeutsch. Vergleiche Bruns, Die ältere lüb. Ratslinien, in: Zeitschrift des Vereins für Lüb. Geschichte Bd. 27, 1933, S. 93.
  23. 241v–242r Die vier grossen Ämter.
Bibliographie

Abgekürzt zitierte Literatur


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