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Beschreibung des Cod. Guelf. 8 Helmst.
Helmar Härtel: Katalog der mittelalterlichen Helmstedter Handschriften. T. 1: Cod. Guelf. 1 bis 276 Helmst. Beschrieben von Helmar Härtel, Christian Heitzmann, Dieter Merzbacher, Bertram Lesser. Wiesbaden: Harrassowitz, 2012. S. 11-12.

Biblia sacra. Vetus Testamentum, pars IV

Pergament — 253 Bl. — 43 × 31 cm — Amelungsborn — 1287–1290

Lagen: 8 IV (64). IV-2 (70). 7 IV (126). IV-1 (133). 2 IV (149). IV-2 (155). IV-2 (161). 2 IV (177). IV-2 (183). 4 IV (215). IV-2 (221). IV-1 (228). 3 IV (252). 253 (ehem. hinteres Vorsatz). Verluste betreffen meistens den mittleren Bogen der jeweiligen Lage. Jeweils auf der letzten Versoseite der Lage römische Lagenzählung: Ius-XVus, XVIIus-XXIIIus, XXVus-XXXVus. Nach 118vb fehlt die Lage XVI, nach 169vb XXIV vollständig. Schriftraum: 29 × 19,8 cm. zweispaltig, 27 Zeilen Textura. Rubriziert. Seitentitel rot. Positiones (Lektionszeichen) - Punctus flexus, Punctus elevatus, Punctus versus, Punctus interrogativus - im Text zum Lesevortrag im Sprechgesang, vgl. Mahrenholz 27–29. Seitentitel in rot. Prolog- und Buchanfänge in bis zu 12-zeiligen Lombarden mit rotblauem Ornament im Buchstabenkörper und rotblauem Teppichmuster im Buchstabengrund (Abb. vgl. Mahrenholz 26 und 19; Heutger 54). Kapitelanfänge meist zweizeilige rote oder blaue Lombarden mit Fleuronnée in der Gegenfarbe. Zeigehände.

Lederbezogene Holzdeckel mit Streicheisenlinien. Umlaufende Metallbeschläge an Deckelrändern. Ehem. je 5 Metallbuckel auf den Deckeln, 4 kleinere in den Ecken und ein größerer mittig, mittiger Buckel auf beiden Seiten Verlust. Vorderer Mittelbuckel auf 4 kreuzförmig angeordneten Lilien, hinten über 4 kreuzförmig angeordneten Blattornamenten. Zwei Leder-Metallschließen. Titel Libri Salomonis auf Pergament hinter Hornplatte, von Metallstreifen eingefasst, auf dem Leder Libri Salomonis beide in abwechselnd roten und schwarzen Majuskeln. Hinteres Vorsatzblatt vom Innendeckel abgelöst und längs zur Hälfte abgeschnitten, aber eingebunden belassen. Hinterer Innendeckel gerissen, mit Leimresten und vom Pergament abgefärbten Linien.

Herkunft: VD innen: Ex bibliotheca illustrissimi principis D. D. Iulii Ducis Brunsvicensis et Luneburgensis, monasterii Amelungsbornensis, sub regimine D. Andreae abbatis; anno post salutiferum partum, millesimo, quingentesimo septuagesimo octavo, ipsis calendis Maij.

Heinemann Nr. 8. — Mahrenholz, 1–3. — Heutger, 49–55. — Heitzmann, 23f.

1ra–252rb Biblia sacra, prologis aucta. Bestand VT: (2vb) Prv. (8vb) Item parabole Salomonis [Prv 10]. Textvarianten als Fußnoten auf (12vb) zu , auf (13va) zu , auf (18va) zu , auf (21rb) zu , auf (21va) zu , und auf (23rb) zu . (27ra) Ecl.(36ra) Angabe der Verszahl von Ecl. (36ra) Ct, dialogartige Einteilung von Cantica canticorum mit rot hervorgehobenen Sprecherrollen, z.B. Vox ecclesie ad Christum , Vox synagoge , Vox Christi ad ecclesiam , Vox amicorum , Vox ecclesie electe de gentibus , sponsus ad sponsum etc. (41ra) Angabe der Verszahl von Ct. (41ra) Sap. (59rb) Angabe der Verszahl von Sap. (59vb) Sir, Einfügung von gliedernden Überschriften und Merksätzen zu Kapiteln und einzelnen Sinnabschnitten, z. B.: De concupiscenda sapientia , Accedentes ad servitutem dei in iusticia stare debere , De hiis qui perdiderunt sustinentiam ,(66vb) Text bricht ab , setzt ein (67ra) . (108rb) Angabe der Verszahl am Ende von Sir. (110ra) Iob, Text bricht ab (118vb), setzt ein (119ra) , Text bricht ab (129vb) , setzt ein (130ra) . (131ra) Angabe der Verszahl am Ende von Iob. (131va) Tb. (143vb) Idt, Text bricht ab , zwei Blätter (Mittellage) fehlen. (153ra) , (156vb) Text bricht ab , setzt ein (157ra) , (169vb) Text bricht ab , setzt ein (170ra) , (180vb) Text bricht ab , setzt ein (181ra) . (190rb) I Mcc, (218vb) Text bricht ab , setzt ein (219ra) . (226vb) II Mcc, (226vb) Text bricht ab , setzt ein (227ra) . (250va) Textvariante zu am Rand. — 252v–253v leer. Varianten zeigen, dass die Ausgabe mit einer wohl auf den Textus graecus zurückgehenden Fassung verglichen worden ist. Prologe, verzeichnet nach Stegmüller RB: ((1ra) ) I Par RB 457. ((108rb) ) Iob RB 344 und 350. ((131rb) ) Tb RB 332. ((143rb) ) Idt RB 335. ((190rb) ) I Mcc RB 551. Bibel für die Refektoriumslesungen verwendet. Vgl. entsprechende Leseanweisungen: ((4ra) ) Hic terminatur octava lectio. ((112rb) ) Initium lectionis in refectorio. ((134ra) ) Initium lectionis in refectorio. ((191va) ) Initium lectionis in refectorio. ((247rb) ) Lectio i. ((248rb) ) Lectio ij. ((249ra) ) Lectio iij. ((250ra) ) Lectio i. ((250vb) ) Lectio ij. ((251va) ) Lectio iij. Sonst kein weiteres Leseprogramm feststellbar, u.a. wegen Fehlstellen. Zur zisterziensischen Leseordnung vgl. Mahrenholz 27 und Heutger 50.


Abgekürzt zitierte Literatur

Heinemann O. von Heinemann, Die Helmstedter Handschriften, Bd. 1–3, Wolfenbüttel 1884–1888, Nachdruck Frankfurt/M. 1963–1965 (Kataloge der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel, Die alte Reihe 1–3)
Heitzmann C. Heitzmann, "Ganze Bücher von Geschichten". Bibeln aus Niedersachsen, Wolfenbüttel 2003 (Ausstellungskataloge der Herzog-August-Bibliothek 81)
Heutger N.C. Heutger, Das Kloster Amelungsborn: Werden – Wachsen – Wirken, Hannover 22000 (Forschungen zur niedersächsischen Ordensgeschichte 5)
Mahrenholz C. Mahrenholz, Die Amelungsborner Bibel von 1280/1290. Ein Festbeitrag zur 800 Jahr-Feier des Klosters Loccum, Berlin u. a. 1963
Stegmüller RB F. Stegmüller, Repertorium biblicum medii aevi, Bd. 1–11, Madrid 1950–1980

Korrekturen, Ergänzungen:
  • Lizenzangaben korrigiert (schassan, 2020-04-17)
  • Manuscripta Mediaevalia Objektnummer hinzugefügt (schassan, 2019-08-20)

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