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Beschreibung von Göttingen, Staats- und Universitätsbibliothek, 2° Cod. Ms. philol. 115e
Patrizia Carmassi: In Vorbereitung: Katalog der mittelalterlichen lateinischen Handschriften der SUB Göttingen, beschrieben von Patrizia Carmassi.
Handschriftentitel: Johannes Andreae
Entstehungsort: Leipzig
Entstehungszeit: 16. Jh. Erstes Viertel (nach 1511)
,
Beschreibstoff:
  • Papier
  • Wasserzeichen: 1. Fauna - Ochsenkopf - frei, mit Oberzeichen - mit einkonturiger Stange - Kreuz (zweikonturig) - ohne weiteres Beizeichen - Antoniuskreuz/Buchstabe Tau - mit Augen und Nasenlöchern - ohne Kreis auf der Stirn - Augen außen: WZIS DE3270-philol115e_215. 2. Fauna - Ochsenkopf - frei, mit Oberzeichen - mit einkonturiger Stange - Kreuz (zweikonturig) - ohne weiteres Beizeichen - Antoniuskreuz/Buchstabe Tau - mit Augen und Nasenlöchern - ohne Kreis auf der Stirn - Augen außen: WZIS DE3270-philol115e_218. 3. Symbole/Herrschaftszeichen - Krone - Bügel zweikonturig - frei, ohne Beizeichen - Bügel mit Perle und Kreuz (zweikonturig)/Reichsapfel - Bogen mit Perlen außen - Reif mit Perlen (einreihig): WZIS DE3270-philol115e_230.
Umfang: 18 Bl.
Format: 30,5 × 21 cm
Seitennummerierung: Moderne Foliierung mit arabischen Zahlen, die leeren Blätter nicht foliiert. Hier 9b und 16b.
Lagenstruktur: IV+1 (9). V (233).
Zustand: Insektenfraß, Flecken. Buchschnitt wellig.
Seiteneinrichtung: Einspaltig (Haupttext). Ca. 19-22 Zeilen. Rechts und links Raum gelassen für Glossierung. Diese nicht gleichmäßig. 20,5-22,5 × 9,5-11 cm
Hände: . Bastarda von einer Hand für Text und Glosse.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck:
    Kolorierte Schemata nach der Vorlage von der gedruckten Ausgabe Leipzig 1511 (siehe Herkunft).
  • 1v: Graphische Darstellung einer Arbor consanguinitatis. Kreise in brauner Tinte. Verbindungslinien zwischen den Kreisen in den Farben Rot und Hellblau, die Form von Zweigen imitierend. Nach außen heraustechende Harzblätter in den Farben Rot und Blau. Unten ein Schriftband mit dem Titel in Capitalis, stilisierte Zeichnung der Wurzeln und in deren Mitte die Buchstaben, die den Namen MARIA bilden.
  • 10r: Graphische Darstellung einer Arbor affinitatis. Kreise und Bögen in dunkelbrauner Tinte. Verbindungslinien in den Farben Rot und Hellblau. In der Mitte stilisierter Stamm, der unten mit Wurzeln endet. Dort auch die Inschrift: Affinitatis ARBOR. Text nur in den Kreisen, nicht in den Bögen. Blumen und Blätter in den Farben Rotbraun und Hellblau am Ende der Zweige oben und um das Schema herum.
Einband: Moderner Halbledereinband des 19. Jh., restauriert unter Verwendung von älterem Material. Deckel aus Pappe, mit Teilüberzug aus Kiebitzpapier, fein gesprenkelt, schwarz auf gelb-braunem Grund. Alter Lederüberzug mit Stempeln (s.u.). Vier Doppelbünde. Auf dem Rücken, oben, ein aufgeklebter Papierzettel mit aktueller Signatur. Darunter schwarzes Lederetikett mit Titelangabe in Goldprägung: Marci Tullij Ciceronis / Lelius / Liptzk 1509. Spiegel- und Vorsatzblätter aus modernem Papier. Auf dem VS aktuelle Signatur (Bleistift) und aufgeklebter Auszug aus Meyer's Katalog zu dieser Handschrit. Auf HS Prüfangaben von 1988 bis 1995. Stempel vom alten Einbandteil beschrieben in der Einbanddatenbank:
  • 1. Staude. Knospenstaude, Knospe spitz zulaufend, mit einer Krause, ein Blattpaar oberhalb der Krause, nach oben innen gebogen: EBDB s1292.
  • 2. Laubstab (Stempel), mit Rosette / Blüte, Blattansatz rechts: EBDB s005838.
Sämtlich aus Werkstatt "Laubstab frei III - Leipzig", tätig in Leipzig um 1479-1518: EBDB w000115.
Entstehung der Handschrift: Der Handschriftenteil befindet sich zwischen folgenden (stark annotierten) Drucken eingebunden. Davor: 1. M. Tullii Ciceronis Rhomani principis eloquii Lelius sive de amicitia dialogus [...], Leipzig 1508; 2. Marci Tullii Ciceronis de senectute liber acri cura et diligencia Magistri Ioannis Cubitensis emendatus, Leipzig 1507; 3. Martij Tulij Ciceronis, Liber sextus de rep. alias de somnio Scipionis, Leipzig 1509; 4. Marci Tullii Ciceronis Paradoxa scitu iucundissima, Leipzig 1508; 5. Marci Tullii Ciceronis ad Marcum Ciceronem filium suum Officiorum liber [...], Leipzig 1507; 6. P. Terentii poetarum comicorum elegantissimi Comedie diligenter castigate [...], Leipzig 1508. Nachher: 7. Lucij Annei Senece Cordubensis maximi Latinorum Magistri [...] epistolarm liber [...], Leipzig 1508. Aus dem Datum des jüngsten Drucks (1509) ergibt sich ein Terminus post quem für die Abschrift des handschriftlichen Teils. Noch in Leipzig erschien 1511 eine mit Glossen versehene Edition des Textes: Lecture [...] super arboribus consaguineitatis et affinitatis necnon cognationis spiritualis et legalis [...], Leipzig 1511 = VD16 J 324. Parallelen sowohl im Text (die Glossen nur Auszug) als auch in den Illustrationen lassen eine Abschrift kurz nach 1511 in Leipzig als höchstwahrscheinlich erscheinen. Dort wurde der Band auch ursprünglich zusammengebunden. Verglichen mit Exemplar in Staatsbibliothek zu Berlin. Preußischer Kulturbesitz, Signatur: 4" Ft 5050.
Provenienz der Handschrift: Provenienz unbekannt.
Inhalt:
  • 1r leer.
  • 1r-16v Johannes Andreae: Lectura arboris consanguinitatis et affinitatis. Cum glossis.
    • (1v) Diagrammatische Darstellung einer Arbor consanguinitatis. Auf dem Fußsteg alte Signatur (Bleistift): Codd. MSC. Jurid. 101 d und eine Glosse.
    • (2r-9r) Johannes Andreae: >Ad arborem in generali<. [C]irca lecturam arboris diversis diversum olim modum tenentibus … — … collaterales contrahere non video.
    • (9v-9bv) leer.
    • (10r) Diagrammatische Darstellung einer Arbor affinitatis. Auf dem Fußsteg alte Signatur (Bleistift): Codd. MSS Jurid. 101 d.
    • (10v) Leer bis auf einige Glossen.
    • (11r-16v) >Ad arborem affinitatis<. [A]d arborem affinitatis et eius materiam transeamus … — … perseverent per gratiam eius qui est benedictus in secula seculorum amen.
    Edition
    Literatur:
    • Schulte, S. 100, 215-216.
    • DDC, S. 6, S. 89-92.
    • Schadt, S. 216-218.
    • HQL 1, S. 379.
    • G. Tamba, Giovanni d'Andrea, in: Dizionario Biografico degli Italiani 55 (2000), S. 667-672.
  • 16br-vr leer. Dieses Blatt hat die moderne Blattzählung 232. Es gehört - wie auch das nächste (gedruckte) Blatt - zu dieser Lage.
Bibliographie

Abgekürzt zitierte Literatur

DDC Dictionnaire de droit canonique, Bd. 1–7, hrsg. von R. Naz, Paris 1935–1965
EBDB Einbanddatenbank (http://www.hist-einband.de/, besonders die Sammlung Wolfenbüttel)
Friedberg E. Friedberg, Corpus iuris canonici, Bd. 1–2, Leipzig 1879–1881
Göttingen 1 Die Handschriften in Göttingen, Bd. 1: Universitäts-Bibliothek: Philologie, Literärgeschichte, Philosophie, Jurisprudenz, beschrieben von W. Meyer, Berlin 1893 (Verzeichniss der Handschriften im Preussischen Staate, Abt. 1: Hannover, Bd. 1: Die Handschriften in Göttingen, Teil 2)
GW Gesamtkatalog der Wiegendrucke, Bd. 1–, Leipzig 1925–1938, Stuttgart 1978–
HQL 1 Handbuch der Quellen und Literatur der neueren europäischen Privatrechtsgeschichte, Bd. 1: Mittelalter (1100–1500): Die gelehrten Rechte und die Gesetzgebung, hrsg. von H. Coing, München 1973 (Veröffentlichung des Max-Planck-Instituts für Europäische Rechtsgeschichte)
Schadt H. Schadt, Die Darstellungen der Arbores consanguinitatis und der Arbores affinitatis. Bildschemata in juristischen Handschriften, Tübingen 1982
Schulte J. F. von Schulte, Die Geschichte der Quellen und Literatur des Canonischen Rechts … , Bd. 1: … von Gratian bis auf Papst Gregor IX. Stuttgart 1875; Bd. 2: … von Papst Gregor IX. bis zum Concil von Trient, Stuttgart 1877
WZIS Wasserzeichen-Informationssystem. Landesarchiv Baden-Württemberg, Hauptstaatsarchiv Stuttgart (http://www.wasserzeichen-online.de/wzis/index.php)

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