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Beschreibung von Helmstedt, ehem. Universitätsbibliothek, Pgt. Frgm. 14
Die mittelalterlichen Helmstedter Handschriften der Herzog August Bibliothek. Teil II: Cod. Guelf. 277 bis 370 Helmst. Mit einem Anhang: Die mittelalterlichen Handschriften und Fragmente der Ehemaligen Universitätsbibliothek Helmstedt, beschrieben von Bertram Lesser (im Erscheinen).
Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Programms Erschließung und Digitalisierung handschriftlicher und gedruckter Überlieferung
Handschriftentitel: Instrumentum notarii publici
Entstehungsort: Arnsberg
Entstehungszeit: 1487
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: 1 Bl.
Format: 17 × 41 cm
Zustand: Ehemaliges mitgeheftetes Spiegelbl., auf der leeren Seite an den Deckel geklebt, Leimspuren. Textverlust durch Beschnitt am rechten Rand, Perforation beim Ablösen und Heftfalz, vor allem Zeile 1–4 fast völlig abgerieben.
Seiteneinrichtung: 15 × 34,5 cm, einspaltig (beschnitten), 44 Zeilen.
Hände: Jüngere gotische Kanzleikursive (Notula) von einer Hand.
Entstehung der Handschrift: Das Notariatsinstrument wurde 1487 vermutlich in Arnsberg, ausgestellt.
Erwerb der Handschrift: Da nicht vermerkt ist, für welchen Band das Fragment als Einband verwendet worden ist, kann sein Weg in die Universitätsbibliothek Helmstedt ebensowenig ermittelt werden wie der Zeitpunkt der Ablösung.
Inhalt:
1. 1r Johannes Rode notarius: Instrumentum notarii publici contra Hermannum Kock et alios (Fragm.). Da die ersten Zeilen des Dokuments durch die Abnutzung im Heftfalz volltändig verloren sind, können über die Aussteller und Empfänger keine Aussagen mehr gemacht werden. Zweifelsfrei lesbar ist noch das Datum am Schluss: … anno domini millesimo quadringentesimo octuagesimo septimo die lune XXVIII mensis Maii. In marg. am linken Rand ein ausführlicher Notariatsvermerk: Venerabilis dominus iudex … me Iohannem Rode notarium publicum et approbatum die martis quinta mensis Junii fecisse … presentis vestri mandati contra et adversus venerabilem dominum Hermannum Kock sigilliferum curie Arensburgensis pro tradicione copie collacionate ad manus eius necnon contra et adversus venerabiles viros et dominos Hermannum Tepel officialem et Henricum Udinckhuss fiscum dicte curie Arensburgensis pro dimissione copiarum auscultarum. In domibus eorum quas de presenti inhabitant quia presentes non fuerant anno domini etc. … quod protestor hec manu mea propria presentibus venerabilibus discretis viris magistro Iohanne Lunne clerico et Iohanne Lesemaker laico Coloniensis diocesis testibus ad premissa specialiter vocatis et rogatis. … Bei dem als Verfahrenspartei im Notarsvermerk genannten Hermann Tepel, Offizial der kölnischen Kurie in Arnsberg, könnte es sich um den gleichnamigen Juristen aus dem westfälischen Geseke handeln, der im WS 1466 ein Artesstudium in Erfurt aufnahm, dieses dort im SS 1468 mit dem Bakkalaureat abschloss und sich zum WS 1477/1478 zum Rechtsstudium in Köln immatrikulierte, wo er 1481 zum baccalaureus in decretis promoviert wurde, vgl. Gramsch, 1844 Nr. 627.

Korrekturen, Ergänzungen:
  • Normdaten ergänzt bzw. korrigiert. (schassan, 2015-09-04)

Abgekürzt zitierte Literatur

Gramsch R. Gramsch, Erfurter Juristen im Spätmittelalter. Die Karrieremuster und Tätigkeitsfelder einer gelehrten Elite des 14. und 15. Jahrhunderts, Leiden 2003 (Education and Society in the Middle Ages and Renaissance 17)

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