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Beschreibung der Handschrift Landesbibliothek Oldenburg, Cim I 59
Matthias Bley: Beschreibung erstellt im Rahmen des Projektes Wissenschaftliche Erschließung und Digitalisierung der neuzeitlichen Handschriften in der Landesbibliothek Oldenburg, 2019
Handschriftentitel: De Impostoris Religionum breve Compendium
Entstehungszeit: 18. Jh.
Katalognummer: Handschriftlicher Cimelienkatalog, Nr. 59
Beschreibstoff: Papier
Umfang: II, 94 S.
Format: 20,5 × 16,5 cm
Seitennummerierung: Zeitgenössische Paginierung 1-90.
Spätere Ergänzungen: Links oben auf dem Vorderspiegel das Signaturschild Cim I 59. Auf Ir umfangreiche Literaturhinweise und Angaben zu Katalogstellen von mehreren Händen (u.a. von Georg Friedrich Brandes), welche sich auf die Schrift De imposturis religionum beziehen. Links oben auf Iv die ursprüngliche Verzeichnungsnr. A V 1.
Einband: Zeitgenössischer Pappeinband mit handschriftlichem Rückentitel.
Entstehung der Handschrift: Das gemeinsame Auftreten des Amica collatio-Auszuges und der sogenannten Stapenhorst-Information weist das vorliegende Stück nach dem von Wolfgang Gericke entwickelten Schema als Handschrift der Gruppe B1 aus. Es bestehen darüber hinaus ausgeprügte Übereinstimmungen mit der Handschrift Hamburg, Staats- und Universitätsbibliothek, Cod. theol. 2156 von der Hand und aus der Bibliothek des Hamburger Hochschullehrers Johann Christoph Wolf, die als Vorlage für das vorliegende Stück gedient haben könnte.
Provenienz der Handschrift: Die Handschrift befand sich bis zu dessen Tod im Besitz des Hannoveraner Beamten Georg Friedrich Brandes (1719-1791).
Erwerb der Handschrift: Mit dem Kauf der Brandes'schen Bibliothek durch den Oldenburger Herzog Peter Friedrich Ludwig gelangte der Band in den Bestand der 1792 eingerichteten Herzoglichen Öffentlichen Bibliothek.
Hauptsprache: Lateinisch
Inhalt:
  1. S. 1-7 Ex litteris Joh. Philip. Palthenii ad Christ. Wormium d. IX. Febr. 1695. Auszüge aus dem Brief des Johann Philipp Palthen an Christen Worm (Abdruck in dt. Übersetzung in der Zeitschrift für Bücherfreunde (1922), S. 108f.).
  2. S. 7-69 De Imposturis Religionum breve compendium. Enthält auf S. 44-69 auch den aus der Amica collatio des Hamburger Juristen Johann Joachim Müller entnommenen Zusatz (beginnend mit ut constet, aliquem verae religionis, endend vel christianam sunt. Reliqua desunt), von Wolfgang Gericke: "Die handschriftliche Überlieferung des Buches Von den Drei Betrügern (De Tribus Impostoribus)". In: Studien zum Buch- und Bibliothekswesen 6 (1988), S. 5-28 als Indikator für das Vorliegen einer Handschrift aus der Gruppe B identifiziert.
  3. S. 70-77 Beverland, Adriaan: Perini del Vajo Equitis de Maltha Epistolum ad Batavum in Britannia Hospitem de Tribus Impostoribus. Der tatsächliche Verfasser des Schreibens ist Adriaan Beverland, der das Pseudonym des Malteserritters Perinus del Vago verwendet.
  4. S. 78-82 Batavi in Britannia Hospitis Responsio. Fingierte Antwort auf das vorausgegangene Stück.
  5. S. 82-87 Mercurialium Virorum custodi ac Defensori. Schreiben eines unbekannten Verfassers an den Mercurialium virorum custos ac defensor.
  6. S. 89-91 Notizen zu Ursprung und Verfasser der Schrift De imposturibus religionum. Es handelt sich um eine (verkürzte) Variante des von Gericke als Stapenhorst-Information betitelten Materials.