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Beschreibung der Handschrift Wolfenbüttel, Niedersächsisches Landesarchiv, Staatsarchiv Wolfenbüttel, VII B Hs 68
Bertram Lesser: Katalog der mittelalterlichen Helmstedter Handschriften. T. 1: Cod. Guelf. 1 bis 276 Helmst. Beschrieben von Helmar Härtel, Christian Heitzmann, Dieter Merzbacher, Bertram Lesser. Wiesbaden: Harrassowitz, 2012. S. 110-112.
Handschriftentitel: Copiale privilegiorum de bonis monasterii sancti Liudgeri prope Helmstede
Entstehungsort: Helmstedt, St. Ludgeri
Entstehungszeit: 1481
Frühere Signatur: Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, Helmstedter Handschriften, Cod. Guelf. 105 Helmst.
Beschreibstoff:
Umfang: 68 Bl.
Format: 32,5 × 22,5
Seitennummerierung: Originale Tintenfoliierung: 1–60, nach Bl. 54 zwei Bl. ungez., modern als 54a, 54b gez. Je drei neu eingebundene Vor- und Nachsatzbl. ungez.
Lagenstruktur: I (2). VI (14). VIII–2 (28). 2 VI (52). V (60).
Seiteneinrichtung: 25–28 × 16–18 cm, 2va4vb zwei, sonst einspaltig, 35–55 Zeilen.
Hände: Grundstock der Urkundenabschriften in Bastarda, Nachträge in jüngerer gotischer Kursive von der Hand des Schreibers Henning Hagen.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck: Rubriziert, am Beginn jeder Urkundenabschrift rot-schwarze Cadellen. 3ra–4va rote Lombarden.
Spätere Ergänzungen: Über jeder Urkunde Kurzregest von einer Hand des 16. Jh., zahlreiche Korrekturen und Marginalien von der Hand des herzoglichen Kanzlers und Helmstedter Stadtsyndikus Johann Schwarzkopf (1596–1658).
Einband: Moderner Pappeinband.
Entstehung der Handschrift: Das Kopialbuch wurde 1481 im Benediktinerkloster St. Ludgeri in Helmstedt von Henning Hagen (gest. 1504, schrieb auch Cod. Guelf. 604 Helmst.) im Auftrag des Propstes Nicolaus angelegt und durch spätere Zusätze ergänzt; siehe zu ihm E. Henrici, Funde in Braunschweigs Bibliotheken und Archiven VIII: Henning Hagens, des Helmstedters, Schülerheft von 1453, in: Braunschweigisches Magazin 15 (1909) 66–69; BBL 290f. (D. Lent.).
Provenienz der Handschrift: Zusammen mit der übrigen Konventsbibliothek von St. Ludgeri gelangte die Hs. nach der Säkularisierung des Klosters 1803 in die Universitätsbibliothek Helmstedt und 1815 in die Herzog August Bibliothek, wo sie als Cod. Guelf. 105 Helmst. aufbewahrt wurde.
Erwerb der Handschrift: Am 2. Juli 1885 wurde der Band durch Verfügung des Herzoglich Braunschweigischen Staatsministeriums zusammen mit anderen Archivalien ins Herzogliche Landeshauptarchiv Wolfenbüttel abgegeben, siehe HAB, BA II 222 (13).
Inhalt:
1. 159v Copiale privilegiorum de bonis monasterii sancti Liudgeri prope Helmstede.
Hauptsprache: Urkunden lateinisch und mittelniederdeutsch.
Die insgesamt 111 Dokumente sind von anlegender Hand als Ai–Dxxiii gezählt; die bis 1490 reichenden Nachträge sind nur zum Teil in das System einbezogen. Vermutlich entspricht die Zählung der Ordnung im klösterlichen Archiv, zumal Henning Hagen das gleiche System auch in seiner Helmstedter Chronik für die städtischen Urkunden benutzte: Henning Hagens Chronik der Stadt Helmstedt, hrsg. von E. Brugge und H. Wiswe, in: Niederdeutsche Mitteilungen 19/21 (1963/1965) 113–280. Als eigene Abteilungen sind angelegt:
  • (2va–vb) Tabula abbatum monasterii s. Liudgeri in Werden. Notandum plura habentur hic privilegia abbatum Werdinensium … quando alter ipsorum regnando vel regendo floruit et viguit. Adolphus prefuit anno domini 1162. Albertus anno 1255 … — … Wilhelmus primus anno 1159 complevit septimum annum sue dignitatis.
  • (3ra4va) Tabula locorum. Copiale privilegiorum de bonis monasterii sancti Liudgeri prope Helmstede ac aliis diversis registris et litteris religioso pre posito iubente et a me fratre Henningo H[agen] deo auxiliante anno domini 1481 feliciter consummatum. Ad facilius inveniendum effectum uniuscuiusque negocii huiusmodi operis concernentem necessitas si exigit premittitur tabula … Algestorp B vii. Arkesleven biiii. Item ibi i mansum Cv … — … Zyenleven iii mansos Bv. Item iii mansos Bxiii. Pratum inter Zyenleven et Salschen Biiii.
  • (48v51r, 55v) De memoriis. >De memoriis huius monasterii. Dxviii<. Insgesamt 47 durchgezählte kürzere Notizen zu den Gedächtnisstiftungen des Klosters, 6 auf 55v nachgetragen.
  • (51v54r) De indulgentiis. >De indulgentiis huius monasterii. Dxix<. Insgesamt 9 Urkunden.
  • (51v54r) De altariis. >De dedicatione ecclesie et altariis huius monasterii. Dxx<. Liste der Altarpatrozinien in der Klosterkirche und den zur Abtei gehörenden Kapellen. 56rv, 57v, 58r, 60rv leer.
Urkunden teilweise gedruckt in
  • P. W. Behrends, Diplomatarium monasterii Sancti Liudgeri prope Helmstede, in: Neue Mitteilungen aus dem Gebiete historisch-antiquarischer Forschungen 2 (1835), H. 2, 450–503; 3 (1836), H. 1, 88–102; H. 3, 73–90; 4 (1837), H. 2, 65–92.
Literatur
  • D. Stubbendiek, Stift und Stadt Helmstedt in ihren gegenseitigen Beziehungen, Diss. Göttingen 1973, Göttingen 1974;
  • Germania Benedictina 6, 170, 196 (Hs. genannt).
Bibliographie

Korrekturen, Ergänzungen:
  • Normdaten ergänzt bzw. korrigiert. (schassan, 2015-09-04)

Abgekürzt zitierte Literatur

Germania Benedictina Germania Benedictina, hrsg. von der Bayerischen Benediktiner-Akademie München in Verbindung mit dem Abt-Herwegen-Institut Maria Laach, Bd. 1–, St. Ottilien 1994–
Heinemann O. von Heinemann, Die Helmstedter Handschriften, Bd. 1–3, Wolfenbüttel 1884–1888, Nachdruck Frankfurt/M. 1963–1965 (Kataloge der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel, Die alte Reihe 1–3)
Krämer S. Krämer, Handschriftenerbe des deutschen Mittelalters, Bd. 1–3, München 1989–1990 (Mittelalterliche Bibliothekskataloge Deutschlands und der Schweiz, Ergänzungsband 1)
Piccard-Online Piccard-Online. Landesarchiv Baden-Württemberg, Hauptstaatsarchiv Stuttgart, J 340 (http://www.piccard-online.de)
Schönemann C. P. C. Schönemann, Zur Geschichte und Beschreibung der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel, in: Serapeum 18 (1857), 65–91, 97–107

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